Bei genauer geistlicher Betrachtung unseres Landes kommen wir doch nicht umhin, festzustellen, dass der Christus in unserem Land im vergangenen Jahrhundert kleiner und kleiner wurde, bis man ihn gegenwärtig schon fast nicht mehr sehen kann. Man hat ihn sozusagen aus jeder Institution und jedem Lebensbereich weitestgehend vertrieben oder ihm ein Mauerblümchendasein zugewiesen, um tun und lassen zu können, wie es einem gerade beliebt. Wenn wir einmal davon ausgehen würden, die Bibel täte als Richtschnur zum Wohlergehen von Land und Volk dienen, so müssten wir uns doch fragen, warum wir die Weisheiten dieses Buches in hohem Masse über Bord geworfen haben, auf dass uns diese vermeintliche Zwangsjacke biblischer Moral in unserem Treiben nicht mehr behindern möge? Leider tun wir uns mit dieser Sichtweise keinen Gefallen, denn die biblischen Regeln und Gebote sind nicht eine Zwangsjacke oder Spassbremse, sondern Hilfe zur sinnvollen Gestaltung des gesellschaftlichen Miteinanders. Haben wir Volk und Land geliebt, wenn wir zulassen, dass die Moral im Land immer dünner und dünner wird? Wohl eher nicht! Und dieser Mangel an Liebe rächt sich früher oder später im Niedergang der Nation. Wo keine Moral auch keine Zukunft, könnte man sagen.
Bild: Im Land herrscht der moralische Brand und eine Feuerwehr findet sich nicht
Freilich zerfällt die Moral ziemlich langsam und daher scheinen die Folgen auf den ersten Blick, gar nicht so augenfällig zu sein. Man gewöhnt sich Schritt für Schritt an die neuen Sitten oder eben Unsitten und beginnt sie, bald einmal gut zu heissen. In kleinen Schritten hat man den Christus aus Volk und Land herausgeschnitten wie ein ungeliebtes Krebsgeschwür und keiner hat’s bemerkt. Nur leider hat dies nicht zur Gesundung des Volkskörpers geführt, sondern weit mehr das Gegenteil bewirkt.
Vielleicht sollten wir uns einmal flüchtig die Mühe machen, den Zerfall der Moral zu beschreiben, damit dem geneigten Leser die Augen geöffnet würden. Stellen wir uns doch einmal vor, ein gutbürgerlicher Eidgenosse aus der Zeit der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts täte von den Toten auferstehen und uns beschreiben, wie seine „heile“ Welt von damals ausgesehen hat. So heil war sie auch wieder nicht, das wissen wir alle, doch die Unterschiede zu heute wären augenfällig. Wir wollen bei den vermeintlich harmlosen Dingen beginnen. Ein Ehrenmann, und damals waren das noch viele im Volk, empfand es vor einhundert Jahren als ein Unding eine Rechnung nicht zu bezahlen oder einen Ladenbesitzer zu beklauen. Heute betrachtete man solcherlei Dinge als Kavaliersdelikt oder gar als Volkssport. Wohl hat da auch die „Schenkmentalität“ des Internets seinen Beitrag dazu geleistet. Dort kriegt man vermeintlich fast alles gratis, selbst dann noch, wenn ein Preisschild dran steht. Wozu also überhaupt noch bezahlen, wenn man zu einem globalen Schenkkreis gehört? In der realen Welt wird einem an unseren Bahnhöfen das Fahrrad nur nicht geklaut, wenn man eins am Rande des Zerfalls dort abstellt. Vor hundert Jahren konnte man ordentliche Fahrräder grossmehrheitlich überall stehen lassen und selbst wenn man es nicht abschloss, ging man kein grosses Risiko ein. Und wo endet man, wenn Besitz so langsam aber sicher keine Bedeutung mehr hat? In einer unfreiwilligen Share Economie oder präziser ausgedrückt einer Klaugesellschaft, ersteres hört sich einfach besser an, in welcher bald einmal keiner mehr etwas kaufen will, weil es ihm sowieso geklaut wird und die Unternehmen so langsam aber sicher bankrottgehen, weil der erwirtschaftete Ertrag zum Überleben nicht mehr reicht? Vielleicht wird das Land jedoch auch zu einer Art Kriegsgebiet, in welchem Bürgerwehren den Besitzstand des Volkes zu sichern versuchen. Wollen wir das wirklich?
Der Ehrenmann aus dem Jahr 1920 würde sich des Weiteren sehr wundern über den geringen Wert des Lebens in gewissen Lebensphasen der Menschen im Jahr 2020. Abtreibung wäre für ihn damals ein schweres Verbrechen gewesen und nicht eine Kleinigkeit, welche sogar noch von einer Kasse finanziert wird. Und vielleicht gar noch mehr wundern täte ihn, dass man im selben Jahr als Hochbetagter an einer Grippe nicht sterben darf und man dazu bereit ist, wider jede Vernunft jeden beliebigen Schaden in Kauf zu nehmen, nur um dem Tod noch einmal die Tür zu weisen und dies auch noch im Wissen, dass er wenige Jahre später dann doch zum letzten Mal anklopfen wird. Er würde sich daran erinnern, dass man vor einhundert Jahren noch mit der notwendigen Gelassenheit und einer Portion Glaube, ohne masslosen Kampf gegen das Unvermeidliche, in Würde sterben konnte.
Er würde sich auch wundern über den äusserst geringen Wert von Beziehung und sich fragen, wie man einhundert Jahre nach seiner Zeit, Ehen so mir nichts dir nichts wegschmeissen kann? Damals war Scheidung ein äusserst ungern gesehener Missstand und daher hatte man sich am Riemen gerissen und das Beste getan, um eine Beziehung zusammenzuhalten. Er würde sich in diesem Zusammenhang auch sehr nachdenklich am Kopf kratzen, wenn er Werbung für den Seitensprung in irgendwelchen Internetportalen sehen täte und sich daran erinnern, dass Ehebruch im Alten Testament in der Bibel ein Kapitalverbrechen war auf welches die Todesstrafe stand. Diese gab es zwar zu seiner Zeit auch längst nicht mehr, doch zumindest konnte man sich noch daran erinnern, dass es dereinst einmal so gehandhabt wurde. Er würde sich fragen, ob eine Gesellschaft voller zerrütteter Beziehungen noch eine Zukunft haben könnte? Er wüsste noch, dass der Mensch Sicherheit, Geborgenheit und Verlässlichkeit bräuchte in seinem Leben und dass alles andere für sein seelisches Wohlbefinden Gift wäre.
Ein Bisschen erstaunen täte ihn vielleicht auch die Verliebtheit des Schweizers in sein Geld. Wohl war der Reichtum schon immer ein Götze im Land gewesen, doch es scheint ihm dennoch Geiz und Gier hätten gegenüber seiner Zeit deutlich zugenommen. Und was hatte der liebe Gott dereinst vor langer Zeit empfohlen: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben (2. Mose 20.3)!“ Daran würde sich der Ehrenmann aus dem Jahr 1920 noch erinnern und in diesem Zusammenhang auch feststellen, dass es düster stehen muss um den Glauben im Land, wenn schon über die Hälfte des Volkes aus der Kirche ausgetreten ist und diesen, seinen Glauben nur noch vom Hörensagen kennt. Zu seiner Zeit hat man altbiblisch sechs Tage die Woche gearbeitet und am siebten Tag ging man zur Kirche. Die Landeskirchen bekundeten respektable Besucherzahlen und kannten nicht nur leere Kirchenbänke. Freilich wäre ihm klar, auch damals ging nicht jedermann zur Kirche, doch zumindest hat man es noch nicht gewagt, aus dieser sogar auszutreten. Und wo wäre Gott aktuell sonst im Land noch zu finden, wenn es noch wie damals wäre, würde er sich fragen? Er müsste feststellen, dieser wurde ziemlich gründlich aus allen Institutionen verbannt. Der Ehrenmann würde sich wundern über Missionsverbote am Arbeitsplatz, über das Verbot des Tragens oder Anbringens christlicher Symbole in Amtsstuben oder Schulhäusern und er würde sich wundern über die Verbannung des Gebets aus solchen Stuben oder Häusern. Vielleicht noch mehr wundern würde er sich über das Hofieren anderer Religionen, welche gar Einzug halten in der christlichen Kirche in Form von Mediation, offenkundig ausgelebtem Buddhismus oder esoterischen Ritualen. Dieser Ehrenmann käme unweigerlich zum Schluss, dass sein geliebtes Land seine christlichen Traditionen ausverkauft und sein geistliches Erbe weitestgehend verschleudert hat. Nicht ganz zu Unrecht täte er reichlich schwarz sehen für diese Nation des Abfalls, denn er wüsste aus seiner Zeit noch, dass die Bibel auch gerne von einem strafenden und richtenden Gott spricht. Auch etwas, was, er muss es schmerzvoll feststellen, dieser Nation als Erkenntnis ganz offensichtlich verlustig ging. Was kann man da noch erwarten, täte er sich fragen?
Und wo liegt nun die Schuld für solcherlei Versagen, für solcherlei Entwicklung? Bei den vergangenen Generationen, welche dieser Entwicklung die Stirn nicht geboten haben, wäre der eine oder andere vielleicht versucht zu sagen. Doch können wir es uns so einfach machen? Sind wir denn besser? Wohl kaum, wenn man die gegenwärtigen Entwicklungen anschaut. Wir wandeln doch in schändlicher Weise in den Fussstapfen unserer Vorfahren. Aktuell streicht auch noch die letzte Partei der Schweiz mit einem C in ihrer Abkürzung der Parteibezeichnung den Christus heraus, weil der nun einmal so dienlich nicht mehr sein soll. So haben gegen Ende des Jahres 2020 85 Prozent der Delegierten der CVP sich mit der Beerdigung des Christus einverstanden erklärt. Neu soll die ehemalige Christliche Volkspartei „Die Mitte“ genannt werden. Nun, wir wissen nur zu gut, dass die Politik dieser Partei längst nicht mehr von Christus geprägt war und daher könnte man dessen Streichung aus dem Namen nur sinnvoll und angemessen nennen. Freilich müssen wir uns nicht einbilden, mit dessen Streichung einer besseren Zukunft entgegen zu gehen. Und hierbei wäre zu beachten, es war nicht eine Minderheit oder knappe Mehrheit, welche dieses C endlich loswerden wollte, sondern eine erschütternde Mehrheit. Sollte ein Land mit solchen Sitten zu den Gesegneten Gottes gehören? Und man möge sich nun nicht erhoffen, dieses Schlaglicht zur Betrachtung des geistlichen Fundaments des Landes wäre eine wüste Verzerrung der Realitäten. Welche Partei würde sich in Bundesbern denn noch in der Breite konsequent biblischen Werten verschreiben und dies auch lauthals kundtun? Als aufrechte Kämpfer Christi sind doch in unsere Politlandschaft nur noch ein paar wenige, verstreute Freischärler übriggeblieben, welche in irgendeiner Partei versuchen das Banner Christi und seine Werte hochzuhalten, ohne freilich dafür je eine Mehrheit zu gewinnen.
Wie bald schon könnten auch noch die letzten Hinweise auf die Existenz und das Wirken eines Gottes aus diesem Land verschwinden? So zum Beispiel diskutiert man seit Jahrzehnten immer wieder einmal die Präambel der Schweizer Verfassung, um den Allmächtigen, der Christus kommt dort seit jeher nicht vor, daraus verschwinden zu lassen. Auch aus der Nationalhymne, dem Schweizer Psalm, sollte er möglichst bald einmal verschwinden. Weil sich in diesem Land offenbar viele nicht mehr bewusst sind, welche Konsequenzen ein Landesverweis Gottes nach sich zieht, wollen wir hier dies an der Präambel der Bundesverfassung veranschaulichen. Wenn wir aus dieser schon den Allmächtigen streichen wollen, sollten wir auch ausdeutschen, was dies im Detail bedeutet und wie es sich auswirken wird!
Vorerst schauen wir uns die Präambel der Bundesverfassung im Originalton an, so wie sie sich bis heute noch knapp halten kann, um sie danach mit einer neuen Version unter Streichung des Allmächtigen zu vergleichen. Es sei schon angemerkt, dass man die aktuelle Version, wenn man auf den Segen Gottes hoffen will, durchaus so stehen lassen kann, wenn sie auch im biblischen Sinne einiger Korrekturen bedürfte.
Die aktuelle Präambel mit dem Anruf Gottes:
Die, von den langfristigen Folgen her betrachtet, konsequente Anpassung der Präambel unter der Streichung des Allmächtigen:
Nun, die Bibel lehrt uns, dass wir nicht gleichzeitig zwei Herren dienen können. Entweder wir dienen als Nation dem Gott der Bibel oder seinem Widersacher, dem Teufel. Freilich kann man sich auch einbilden, man könnte je nach Thema oder Sachlage den Meister auch wechseln, doch das hat so seine Konsequenzen und wenn man den Teufel zum Vater hat, werden diese langfristig immer zum Schaden der Nation sein. Wer es nicht glauben will, der schaue sich den Ausgang der Herrschaft der Nationalsozialisten an. Diese folgten ziemlich konsequent der eben beschriebenen Präambel des Teufels. Sollten es die Schweizer genauso halten wollen, so müssen sie nur den schon eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen und den, einst das Land zumindest leicht prägenden, Christus auch noch aus der letzten Ecke und Ritze des Landes vertreiben. Der Satan wird gerne in die Bresche springen und die Regentschaft übernehmen. Und seien wir doch einmal ehrlich, dies hat er zu grossen Teilen längst getan.
Jedes Mal, wenn der Christus in diesem Land mit der Einführung irgendeiner Unsitte um einen Kopf gekürzt wurde, hat die grosse Mehrheit, nicht selten auch unter den Christen, gesagt, das ginge schon in Ordnung so, denn das, was von ihm übrig bliebe, würde wohl noch reichen, um weiterhin zu den Gesegneten zu gehören und mit seiner Gnade rechnen zu können. Vermutlich stehen inzwischen nur noch die Füsse Christi im Land und diese stehen kurz vor der Auswanderung oder eben der Vertreibung. Sollten wir da nicht so langsam daran denken, unsere Schuld vor Gott zu bekennen und ihn um Vergebung für unser Versagen bitten? Es wäre ja wohl angedeutet, was dabei herauskommt, wenn wir Gott zum Teufel schicken und im Gegenzug letzteren als unseren Ratgeber und Regenten erhalten. Mit anderen Worten, wir würden im eigenen Interesse unsere Schuld bekennen und zur Busse, sprich zur Korrektur, schreiten.
Bezüglich eines Schuldbekenntnisses können wir uns gerne leiten lassen von Vorbildern der Vergangenheit. Ein Beispiel aus der Bibel wäre der Daniel, welcher nach der Deportation Judas nach Babylonien Generationen später noch immer in der Verbannung lebte. Er bereute vor Gott die Sünden seines Volkes lange vor dessen Deportation und fleht zu Gott um Gnade. „Im ersten Jahr des Darius, des Sohnes Ahasveros’, von medischer Abstammung, der zum König über das Reich der Chaldäer gemacht worden war, im ersten Jahr seiner Regierung achtete ich, Daniel, in den Schriften auf die Zahl der Jahre, von der das Wort des HERRN an den Propheten Jeremia ergangen war, dass die Verwüstung Jerusalems in 70 Jahren vollendet sein sollte. Und ich wandte mein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn zu suchen mit Gebet und Flehen, mit Fasten im Sacktuch und in der Asche. Ich betete aber zu dem HERRN, meinem Gott, und ich bekannte und sprach: Ach, Herr, du grosser und furchtgebietender Gott, der den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote bewahren! Wir haben gesündigt und haben Unrecht getan und gesetzlos gehandelt; wir haben uns aufgelehnt und sind von deinen Geboten und deinen Rechtsordnungen abgewichen! Wir haben auch nicht auf deine Knechte, die Propheten, gehört, die in deinem Namen zu unseren Königen, unseren Fürsten und unseren Vätern und zu dem ganzen Volk des Landes geredet haben. Du, Herr, bist im Recht, uns aber treibt es heute die Schamröte ins Gesicht, wie es jetzt zutage liegt, den Männern von Juda und den Bürgern von Jerusalem und dem ganzen Israel, seien sie nah oder fern in allen Ländern, wohin du sie vertrieben hast wegen ihrer Untreue, die sie gegen dich verübt haben. Uns, HERR, treibt es die Schamröte ins Gesicht, unseren Königen, unseren Fürsten und unseren Vätern, weil wir gegen dich gesündigt haben! Aber bei dem Herrn, unserem Gott, ist Barmherzigkeit und Vergebung; denn gegen ihn haben wir uns aufgelehnt, und wir haben nicht gehört auf die Stimme des HERRN, unseres Gottes, um in seinem Gesetz zu wandeln, das er uns durch seine Knechte, die Propheten, vorgelegt hat; sondern ganz Israel hat dein Gesetz übertreten und ist abgewichen, so dass es auf deine Stimme gar nicht hören wollte. Darum hat sich auch über uns ergossen, was als Fluch und Schwur im Gesetz Moses, des Knechtes Gottes, geschrieben steht, weil wir gegen Ihn gesündigt haben. Und so hat er seine Worte ausgeführt, die er gegen uns und unsere Herrscher, die über uns regierten, ausgesprochen hat, dass er grosses Unheil über uns bringen wolle, wie es unter dem ganzen Himmel noch nirgends vorgekommen und wie es nun wirklich an Jerusalem geschehen ist. Genauso, wie es im Gesetz Moses geschrieben steht, ist all dies Unheil über uns gekommen; wir aber suchten das Angesicht des HERRN nicht dadurch zu besänftigen, dass wir uns von unseren Sünden abgewandt und auf deine Wahrheit geachtet hätten. Darum hat auch der HERR darüber gewacht, das Unheil über uns zu bringen; denn der HERR, unser Gott, ist gerecht in allen seinen Werken, die er getan hat, da wir nicht auf seine Stimme gehört haben. Nun aber, Herr, unser Gott, der du dein Volk mit starker Hand aus dem Land Ägypten herausgeführt hast und dir einen Namen gemacht hast bis zum heutigen Tag: wir haben gesündigt, wir haben gottlos gehandelt. O Herr, lass doch um all deiner Gerechtigkeit Willen deinen Zorn und Grimm sich abwenden von deiner Stadt Jerusalem, von deinem heiligen Berg! Denn wegen unserer Sünden und der Missetaten unserer Väter ist Jerusalem und dein Volk allen seinen Nachbarn zum Gespött geworden. So höre nun, unser Gott, auf das Gebet deines Knechtes und auf sein Flehen und lass dein Angesicht leuchten über dein verwüstetes Heiligtum, um des Herrn willen! Neige dein Ohr, mein Gott, und höre; tue deine Augen auf und sieh unsere Verwüstung und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist! Denn nicht um unserer eigenen Gerechtigkeit Willen bringen wir unsere Bitten vor dich, sondern um deiner grossen Barmherzigkeit willen! Herr, höre! Herr, vergib! Herr, achte darauf und handle und zögere nicht, um deiner selbst willen, mein Gott! Denn nach deinem Namen ist deine Stadt und dein Volk genannt (Daniel 9.1-19)!“ Daniel spricht hier nicht einmal von seinen eigenen Sünden und sie treiben ihm dennoch die Schamröte ins Gesicht. Möge sich bei uns diese Schamröte weit eher einstellen, denn gegenwärtig müssen wir bekennen, selbst zu den Schuldigen zu gehören. Denn wir haben bei der Kürzung Christi, Stück für Stück, über Jahrzehnte hinweg weit mehr zugeschaut, als diese zu bekämpfen. Hätte eine Mehrheit der Vertreibung des Christus aus dem Land widersprochen, so würden wir heute nicht so beschämt dastehen. Wir sollten uns vielleicht überlegen, ob wir es so weit treiben wollen, wie ehemals die Israeliten und unsere Schuld auch erst eingestehen wollen, nachdem wir bereits aus dem Land vertrieben wurden?
Nicht nur in längst vergangenen Zeiten hat man sich der Schuld gestellt und Sünden bekannt. So weit müssen wir gar nicht zurückgehen, wenn wir das Stuttgarter Schuldbekenntnis aus dem Jahr 1945 anschauen. In diesem Bekenntnis bekennt der Evangelische Kirchenbund Deutschlands (EKD) die Mitschuld der evangelischen Christen an den Verbrechen des Nationalsozialismus: „Mit grossem Schmerz sagen wir: Durch uns ist unendliches Leid über viele Völker und Länder gebracht worden. Was wir unseren Gemeinden oft bezeugt haben, das sprechen wir jetzt im Namen der ganzen Kirche aus: Wohl haben wir lange Jahre hindurch im Namen Jesu Christi gegen den Geist gekämpft, der im nationalsozialistischen Gewaltregiment seinen furchtbaren Ausdruck gefunden hat; aber wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben (Schuldbekenntnis vom 18./19. Oktober 1945, auszugsweise).“
Ein billiges Schuldbekenntnis, würde der eine oder andere wohl sagen, wenn es erst nach dem Hinscheiden Hitlers ausgesprochen wird. Wäre es früher zu diesem Bekenntnis gekommen, hätte sich das Verhalten der Kirche damals schon ändern müssen und das wäre gefährlich geworden. Doch immerhin hat man im Nachhinein erkannt, dass man sich zusammen mit den Nazis die Hände dreckig gemacht hat.
Wo stehen wir bezüglich der dreckigen Hände heute? Haben wir in den letzten hundert Jahren mutig den Christus bekannt und den Satan bekämpft, treu gebetet, fröhlich geglaubt und brennend geliebt? Oder liessen wir nicht viel eher Christus und seine Werte in hohem Masse den Bach hinunter gehen? Wie wäre es, wenn unser Schuldbekenntnis etwas früher käme als jenes der EKD, nämlich bevor der Karren restlos im Dreck steckt? Und dieses Mal wäre es noch nicht einmal wirklich gefährlich!
Das Wesentliche wäre wohl gesagt. Wir Christen hätten nur noch in der Breite zu bekennen, dass wir unser Land nicht geliebt haben, denn sonst hätten wir es nicht in weiten Teilen dem Satan überlassen. Wir müssen uns schuldig bekennen, mit unserem weit verbreiteten Schweigen zu den Sünden und Missständen im Land, die Nation im Stich gelassen zu haben, sie der moralischen Verluderung Preis gegeben zu haben und dazu auch noch unsere Kirchen der Lauheit und Unverbindlichkeit Preis gegeben zu haben. Statt dass wir als Christen gemeinsam für die Werte unseres Christus eingestanden wären, haben wir Nabelschau betrieben und uns durch Grabenkämpfe gegenseitig geschwächt. Schon die Bekennende Kirche Deutschlands hatte zur Zeit der Nationalsozialisten lieber den Kirchenkampf geführt, statt sich den Nazis in den Weg zu stellen. Ersteres war weit weniger gefährlich. So haben es unsere Kirchen in der Schweiz in den letzten einhundert Jahren offenbar auch gehalten. Statt sich in der Breite der Unmoral einer gefallenen Welt in den Weg zu stellen, hat man sich gegenseitig beäugt und getadelt, weil man als bestimmte Denomination schon der Meinung war, dem Christus etwas besser zu dienen als die Anderen. War dem denn überhaupt so? Haben wir denn wirklich Christus gedient oder weit mehr unseren eigenen Bedürfnissen? Welcher Beweggrund führt Christen in eine bestimmte Gemeinde? Der grosse Zusammenhang, der Kampf gegen die Unsitten dieser Welt oder einfach nur der eigene Bauch, welcher in einer bestimmten Gemeinde erhält, was ihm so beliebt? Wohl eher letzteres, müssen wir annehmen. Westliches Christentum hat wenig Sinn für den Kampf gegen eine gefallene Welt und wird entsprechende Früchte ernten. Das weichgespülte Evangelium der Wohlstandsnationen der westlichen Welt hat ein sehr dünnes Fundament, trägt nicht und rettet kaum, daher haben wir wohl nicht mehr viel Gutes zu erwarten, wenn wir weiterfahren wie bisher.
Nun, zu einem Schuldbekenntnis der Christen, der Kirchen sei hier angeregt. Werden wir uns auch schuldig bekennen? Mit der Folge, dass wir endlich unüberhörbar zum Wohle des Landes gegen die geistliche Verluderung desselben vorgehen müssten und uns damit freilich auch Feinde schaffen würden. Es sei hier angemerkt, nur wer Feinde hat, kann sich mit Fug und Recht einen treuen Jünger Christi nennen. Was hat Jesus dereinst gesagt: „Der Knecht ist nicht grösser als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie auf mein Wort argwöhnisch achtgehabt, so werden sie auch auf das eure argwöhnisch achthaben (Johannes 15.20).“ Irrelevant und bedeutungslos wer keine Feinde hat, müsste man aus biblischer Sicht sagen. Und so schlimm scheint es gar nicht mal zu sein, wenn man welche hat und verfolgt wird, denn freuen dürfen sich die wahren Jünger Christi über Verfolgung: „Glückselig sind, die um der Gerechtigkeit Willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Reich der Himmel! Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen! Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist gross im Himmel; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind (Matthäus 5.10-12).“ Was also sollte uns daran hindern, unsere Schuld zu bekennen und danach klar und ungeschminkt für die Werte Christi einzutreten? Und noch einmal sei gesagt, es wäre nur zum Vorteil des Volkes, wenn es auch einigen im Volk mit ziemlich trüber Sicht auf Realitäten nicht gefallen mag.
Statt den lieben Gott aus dem Staat zu jagen, könnte man ja auch darüber nachdenken, ihn einzubinden und ihm einen angemessenen Platz zu verschaffen. Dass selbst unsere aktuelle Bundesverfassung als dünnes Machwerk in Bezug auf die Anrufung Gottes betrachtet werden muss, wurde schon angedeutet. Wir wollen es hier wagen, zumindest über eine Version der Präambel mit etwas mehr geistlichem Tiefgang nachzudenken, wohl wissend, dass wir nicht ernsthaft damit rechnen können, dieser Tiefgang würde noch vor der Wiederkunft Christi Eingang in unsere Verfassung finden, denn dieser Tiefgang gehört ins Reich einer biblischen Theokratie, der Herrschaft Gottes auf Erden.
Die neue Präambel der Bundesverfassung – Die theokratische Fassung:
Nun denn, eine Präambel zu einer Theokratie unter der Führung Christi und seiner Abgesandten oder Berufenen hätten wir schon mal, jetzt müssen wir nur noch auf seine Wiederkunft warten. Falls es bis zu jener die Schweiz überhaupt noch geben sollte, wäre es vielleicht angebracht, in diesem Land endlich einmal über einiges gründlich nachzudenken.
>
Bibelstellen nach Schlachter, neue revidierte Fassung 2000, wo nicht anders vermerkt.
Ralph Pfister - 10. Dezember 2020
>
>
Bibelverse
Passend zum Weltbild dieser Arche
„Bis ich komme, halte an mit Vorlesen, mit Ermahnen, mit Lehren.“
1.Timotheus 4.13
„Denn wenn ich euch auch durch den Brief traurig gemacht habe, so bereue ich es nicht; denn das Gott gemässe Trauern bewirkt eine Busse zum Heil, die man nie zu bereuen hat, das Trauern der Welt aber bewirkt den Tod.“
2.Korinther 7.8 & 10
„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
Johannes 1.14
„Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn gläubig geworden waren: Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!“
Johannes 8.31 & 32
„Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“
Johannes 16.13
Die Bibel
Das Gesetz - Die zehn Gebote
„Und Gott redete alle diese Worte und sprach: Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben! Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen! Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der HERR den Sabbattag gesegnet und geheiligt. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht stehlen! Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten! Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgendetwas, das dein Nächster hat!“
2. Mose 20.1-17
Die Bibel
Die Gnade
„Als aber der HERR sah, daß die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse, da reute es den HERRN, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübte ihn in seinem Herzen. Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, vom Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe! Noah aber fand Gnade in den Augen des HERRN.“
1.Mose 6.5-8
„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
Johannes 1.14
„Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.“
Johannes 1.16-17
„Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, so dass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist.“
Römer 3.23-24
„Aber es verhält sich mit der Gnadengabe nicht wie mit der Übertretung. Denn wenn durch die Übertretung des Einen die Vielen gestorben sind, wieviel mehr ist die Gnade Gottes und das Gnadengeschenk durch den einen Menschen Jesus Christus in überströmendem Maß zu den Vielen gekommen.
Das Gesetz aber ist daneben hereingekommen, damit das Maß der Übertretung voll würde. Wo aber das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überströmend geworden, damit, wie die Sünde geherrscht hat im Tod, so auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.“
Römer 5.15 & 20-21
„Die Gnade sei mit allen, die unseren Herrn Jesus Christus lieb haben mit unvergänglicher Liebe! Amen.“
Epheser 6.24
„So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!“
Hebräer 4.16
„Darum umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch zuteil wird in der Offenbarung Jesu Christi.“
1.Petrus 1.13
Die Bibel
Das hohepriesterliche Gebet
„Dies redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich verherrliche — gleichwie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, damit er allen ewiges Leben gebe, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Ich habe dich verherrlicht auf Erden; ich habe das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tun soll. Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast; sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Nun erkennen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt; denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und haben wahrhaft erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und glauben, dass du mich gesandt hast. Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. Und ich bin nicht mehr in der Welt; diese aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir! Als ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte ich sie in deinem Namen; die du mir gegeben hast, habe ich behütet, und keiner von ihnen ist verlorengegangen als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt würde. Nun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben. Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hasst sie; denn sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit. Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt. Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in Wahrheit. Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst. Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. Gerechter Vater, die Welt erkennt dich nicht; ich aber erkenne dich, und diese erkennen, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen verkündet und werde ihn verkünden, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.“
Johannes 17.1-26
Die Schriften auf dieser Arche sollen herausfordern, Dinge aus biblischer Sicht ins rechte Licht rücken, Themen auch von ungewohnter Seite beleuchten und vor allem auch vorbereiten auf schwierige Zeiten. Die fetten Jahre sind vorüber, hört man da und dort gerne einmal sagen. Wir können davon ausgehen, die Zeiten werden früher oder später nicht nur magerer oder mager, sondern gar finster. Und genau darauf sollten wir uns Kraft eines starken Glaubens vorbereiten. Die Schriften dieser Arche...
Bekannt ist uns allen, was man landläufig so unter Liebe versteht oder unter diesem Begriff vereint: Freundschaft, Treue, Grossmut, Grosszügigkeit, Barmherzigkeit, Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit und vieles mehr. Da mag jedermann so seine eigenen Schwerpunkte und Vorlieben haben, doch einen gewissen Konsens wird man hier schon finden. Schon etwas herausfordernder wird es, wenn man die vertiefende Beschreibung der Liebe gemäss dem ersten Korinther sich zu Gemüte führt: „Die Liebe ist langmütig und ....
Wir dürfen uns gerne einmal fragen, worin geistliche Exzellenz bestehen könnte oder was einen exzellenten Jünger Christi ausmachen würde? Können wir diese Frage an seinem Charakter, seinem Verhalten oder seiner Tätigkeit klären? Vermutlich müssen wir dies alles einschliessen, was diese Betrachtung durchaus zu einer Herausforderung werden lässt. Was wird von Charakter und Verhalten eines exzellenten Jünger Christi erwartet? Möglichst Jesus sollte er gleichen, sein Vorbild sollte er nachahmen. Jesus ist unser ...
Wovon sollten oder dürfen wir als Jünger Christi in Bezug auf den Gehorsam ausgehen? Von der grossen unendlichen Freiheit, dem Atmen des „weggefallenen“ Gesetzes und der Gnade im Neuen Testament oder müssten wir eher die Strenge und die Gesetzlichkeit des Alten Testamentes zur Richtschnur nehmen in Bezug auf die Frage nach dem Gehorsam gegenüber Gott und seinen Regeln? Oder können wir uns einfach ganz nach unserem Geschmack das Beste aus beiden ....
Der erweckte Christ lebt in einer anderen Dimension als der sogenannt normale Christ. Für letzteren ist ersterer zumeist nur ein Verrückter, welcher vermeintlich fernab irdischer Realitäten in einer frommen Wolke schwebt. Doch leider steht es wohl nicht so gut um die geistliche Wahrnehmung des normalen Christen und er dürfte mit seiner Einschätzung womöglich ganz gründlich falsch liegen. Wir wollen im Folgenden dieser Sache auf den Grund gehen und uns fragen, ob die vermeintlich verrückten Erweckten ...
Für einmal wollen wir mit der guten Nachricht beginnen: Eine Zeit des Friedens auf Erden wird in der Bibel mit der Wiederkunft Christi verheissen. Gemäss den biblischen Verheissungen wird Christus dereinst für tausend Jahre ein Friedensreich errichten in welchem die Menschen den Krieg nicht mehr lernen werden. Im Buch Jesaja finden wir die Verheissung vom Frieden und in der Offenbarung eine Angabe zur Dauer des Friedens. Gemäss der biblischen Verheissung sollen dereinst die verstorbenen Märtyrer auferstehen ...