Ich befinde mich in einer Stadt und schaue mit einer Gruppe von Mitbewohnern, welche im selben Block wohnen, aus einem Fenster des Hauses. Draussen wütet ein ganz übler Sturm. Der Himmel wird grauer und grauer. In der Ferne sehen wir einige Häuser, welche sich innert Sekunden in Staub auflösen. Sie zerfallen explosionsartig zu ockerfarbenem Staub. Es scheint, als ob der grössere Teil der Häuser zerfallen würde. Der Himmel wird noch düsterer und tiefschwarze Wolken tauchen auf. Im Stadtteil, welcher gerade zerfällt habe ich noch eine Einzimmerwohnung, welche ich offenbar gelegentlich nutze. Vermutlich fällt diese nun dem Sturm zum Opfer, so zumindest nehme ich es an. Wir entscheiden, in den Keller zu gehen. Dort unten angekommen sage ich oder ein Anderer, viel nützen täte dies wohl nicht, wenn auch unser Haus zu Staub zerfallen würde. Wo alle unten sind, sage ich, wir könnten nun nur noch beten. Ich bin der einzige Christ im Keller. Ich bete um Schutz für uns und unser Haus zerfällt nicht zu Staub während mehr oder weniger alle anderen Häuser um uns herum zerstört werden. (Traum vom 23. September 2020)
Die Auslegung:
„Das Gebet eines Gerechten vermag viel (Jakobus 5.16).“ Ein Einziger kann da und dort genügen, um einige oder viele zu retten. Daran sollten wir uns vielleicht wieder einmal erinnern, wenn wir an der Kraft des Gebets beginnen zu zweifeln. Selbst wenn Gebet bei weitem nicht alles „heilt“ oder rettet. Die Einzimmerwohnung im Traum geht wohl verloren, nicht jedoch das Leben. Ob hier sprichwörtlich materieller Verlust gemeint sein muss oder ob es sich auch um geistlichen, immateriellen Schaden handeln könnte durch einen Sturm des Wertezerfalls und des Zerfalls der Moral, wollen wir hier offen lassen. So ähnlich wie im Traum erlebte Paulus Errettung beim Schiffbruch auf der Fahrt nach Rom auf Zusicherung eines Engels hin. Schiff und Ladung gingen zwar verloren, die Schiffsbesatzung und die Passagiere überlebten jedoch (Apostelgeschichte 27). Freilich soll hier nicht angedeutet werden, Gebet würde uns immer überleben lassen. Da haben schon viele Christen unter Verfolgung eine andere Erfahrung gemacht. Am Ende liegt es in der Hand Gottes, was er zulassen wird und was nicht. Die Freunde Daniels haben dies damals schon erkannt, wo der König Nebukadnezar von ihnen verlangte, sein Standbild anzubeten und sie sich weigerten. Ihre Antwort an den König war folgende, wo er ihnen androhte sie im Feuerofen zu verbrennen, wenn sie sich weiter weigern würden sein Standbild anzubeten: „Wenn es so sein soll — unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen erretten, und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, o König! Und auch wenn es nicht so sein soll, so wisse, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und auch das goldene Bild nicht anbeten werden, das du aufgestellt hast (Daniel 3.17-18)!“ Die drei Freunde Daniels überlebten im Feuerofen, doch ihr Glaube war nicht an diesen Ausgang der Geschichte gebunden. Sie hätten auch an ihren Gott geglaubt, wenn sie im Ofen umgekommen wären. Eine Garantie auf sicheres Überleben während der für uns zu erwarteten Lebensspanne gibt die Bibel nicht ab, sondern eine auf ein ewiges Leben, wenn wir denn zu den aus biblischer Sicht Erretteten gehören. Dies sei hier noch angemerkt.
Ralph Pfister - 10. Oktober 2020
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Bibelverse
Passend zum Weltbild dieser Arche
„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.“
Offenbarung 21.1
„Und er wird Schiedsrichter sein zwischen den Nationen und zurechtweisen grosse Völker, also dass sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spiesse zu Rebmessern schmieden werden; kein Volk wird wider das andere ein Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen. Komm, o Haus Jakobs, wir wollen wandeln im Lichte des HERRN!“
Jesaja 2.4 & 5
„Da wird der Wolf bei dem Lämmlein wohnen, der Leopard bei dem Böcklein niederliegen. Das Kalb, der junge Löwe und das Mastvieh werden beieinander sein, also dass ein kleiner Knabe sie treiben wird. Die Kuh und die Bärin werden miteinander weiden und ihre Jungen zusammen lagern. Der Löwe wird Stroh fressen wie das Rindvieh. Der Säugling wird spielen am Loch der Otter.“
Jesaja 11.6-8
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