Das Schweigen von Hirte und Schaf

Wir leben in einer gefallenen Welt und der Fall wird tiefer und tiefer, nicht selten begleitet vom Schweigen der Hirten und Schafe. Können wir es uns leisten, die Missstände auf dieser Welt mit einem unbekümmertem Schulterzucken zu quittieren oder sollten wir uns vielleicht nicht eher die Mühe machen, da und dort zu widersprechen? Freilich müssten wir uns vorgängig überlegen, ob wir zum Widerspruch überhaupt über eine taugliche Wertebasis verfügen? Hier gehen wir davon aus, in der Bibel diese Basis zu finden. Freilich haben Menschen nicht selten eine anders geartete Basis für ihre Denkweise und daher kann es auch gerne einmal haarig werden, wenn verschieden geprägte Menschen sich zu einem Thema glauben äussern zu müssen. Ohne einen breiten Konsens bezüglich der Werte in einer Gesellschaft kommt man gemeinhin zu keinem guten Resultat.

Nun gut, die Basis der Werte wäre hiermit für uns definiert. Die nächste zu klärende Frage wäre, wer es sich denn allenfalls erlauben könnte, ungesunden, gängigen Verhaltensweisen zu widersprechen? Liegt dieses Privileg in den Händen einiger hochbegabter Denker oder hätten wir alle da und dort den Auftrag zu widersprechen, wenn wir ungute Dinge sehen? Oder in Anlehnung an den Titel gefragt: Dürfen nur die Hirten das Zeitgeschehen kommentieren oder dürfen sich auch die Schafe dazu äussern? Vielleicht könnte man dazu eine einfache Regel aufstellen. Die Hirten hätten den Auftrag, im Kreise der Obrigkeit zum Rechten zu schauen und die Schafe sollten dies unter sich tun. Freilich wäre es Sache der Hirten, die Schafe gut zu führen und die Schafe sollten ihren Hirten gehorchen. Was die Schafe jedoch unter sich regeln können, kann gerne diesen selbst überlassen werden. Was hingegen eher schlecht funktioniert und aus biblischer Sicht auch gar nicht gewollt wäre, ist Führung von unten. Wir wissen wohl alle, dass nichts dabei heraus kommt, wenn die Schafe den Hirten versuchen zu erklären, wo es lang gehen könnte, selbst wenn die Schafe noch im Recht wären. Der weise Hirte würde sich zwar zum Nachdenken angeregt fühlen, wenn er das Unwohlsein der Schafe bemerkt, doch er sieht weiter als diese und wird daher gemäss seiner Sicht die Probleme lösen und nicht gemäss den Vorstellungen der Schafe. Der weniger weise Hirte kümmert sich schon gar nicht erst um das Wohlbefinden der Schafe und pfeift auf deren Unwohlsein und wird entsprechend seiner eigenen Bedürfnisse und Wünsche ganz zu seinem eigenen Vorteil die Dinge regeln. Und genau diese Hirten wären es dann, welche von den anderen, noch weisen Hirten ermahnt werden müssten.

Diesbezüglich hat uns Jesus ein vorzügliches Beispiel gegeben mit seiner durchaus harten Kritik an den Schriftgelehrten (Pharisäer und Sadduzäer) von damals. Zu Jesu Zeiten waren diese Gelehrten nicht nur die geistlichen Oberhäupter des Volkes Israels, sondern ein Stück weit auch politische Autorität. Sie sassen in politischen Räten in welchen ihnen die Römer gestatteten, da und dort ein Bisschen mitzureden. Sie waren demnach in unserem heutigen Verständnis Klerus und Politiker zugleich. Daraus könnten wir, wenn wir denn wollten, durchaus ableiten, dass wir heute mit politischer und kirchlicher Führung genauso hart ins Gericht gehen können, wie damals Jesus mit den Pharisäern und Sadduzäern. Tun wir dies als Schafe, wird dies freilich nichts bewirken. Die Hirten jedoch hätten die heilige Pflicht bei ihresgleichen, den heutigen Führungskräften nämlich, genau hinzuschauen und diese hart dran zu nehmen, wenn ihr Verhalten aus biblischer Sicht verdorben oder dumm genannt werden muss. Jesus hat zwar damals vorwiegend geistliche Themen angesprochen, doch dies muss uns nicht daran hindern auch in Bezug auf weltliche Themen die Obrigkeit zu tadeln, wenn deren Verhalten im biblischen Sinne, als schädlich betrachtet werden muss.

Nun wollen wir am Beispiel Christi anschauen, wie es sich anhören kann, wenn man Obrigkeit tadelt. Viel Zurückhaltung hat er sich dabei wahrlich nicht auferlegt und die Pharisäer unter anderem Lügner, Heuchler, Narren, blinde Führer, Mörder, Schlangenbrut und weiss getünchte Gräber genannt. Ob nun direkt ausgesprochen, und so hat es Christus durchaus öfters gehalten, oder auch nur aus dem Gesamtzusammenhang abzuleiten, kann uns eigentlich einerlei sein. Auch seine Weherufe über die Pharisäer (Matthäus 23) kann man gerne legendär nennen, wo er den Pharisäern vorwirft, dem Volk schwere Lasten aufzuerlegen, diese selbst jedoch mit keinem Finger anzurühren, wo er ihnen vorwirft, vor allem gerne sich selbst in Szene zu setzen, wo er ihnen vorwirft den Himmel zu verschliessen, so dass weder das Volk noch sie selbst hinein kämen, wo er ihnen vorwirft, blinde Führer zu sein, welche ihre eigenen Regeln über die Gesetze Gottes stellen. Im Originalton hat sich das wie folgt angehört: „Da redete Jesus zu der Volksmenge und zu seinen Jüngern und sprach: Die Schriftgelehrten und Pharisäer haben sich auf Moses Stuhl gesetzt. Alles nun, was sie euch sagen, dass ihr halten sollt, das haltet und tut; aber nach ihren Werken tut nicht, denn sie sagen es wohl, tun es aber nicht. Sie binden nämlich schwere und kaum erträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; sie aber wollen sie nicht mit einem Finger anrühren. Alle ihre Werke tun sie aber, um von den Leuten gesehen zu werden. Sie machen nämlich ihre Gebetsriemen breit und die Säume an ihren Gewändern gross, und sie lieben den obersten Platz bei den Mahlzeiten und die ersten Sitze in den Synagogen und die Begrüssungen auf den Märkten, und wenn sie von den Leuten »Rabbi, Rabbi« genannt werden. Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, denn einer ist euer Meister, der Christus; ihr aber seid alle Brüder. Nennt auch niemand auf Erden euren Vater; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. Auch sollt ihr euch nicht Meister nennen lassen; denn einer ist euer Meister, der Christus. Der Grösste aber unter euch soll euer Diener sein. Wer sich aber selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. Aber wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Reich der Himmel vor den Menschen zuschliesst! Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, die lasst ihr nicht hinein. Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Häuser der Witwen fresst und zum Schein lange betet. Darum werdet ihr ein schwereres Gericht empfangen! Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr Meer und Land durchzieht, um einen einzigen Proselyten zu machen, und wenn er es geworden ist, macht ihr einen Sohn der Hölle aus ihm, zweimal mehr, als ihr es seid! Wehe euch, ihr blinden Führer, die ihr sagt: Wer beim Tempel schwört, das gilt nichts; wer aber beim Gold des Tempels schwört, der ist gebunden. Ihr Narren und Blinden, was ist denn grösser, das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt? Und: Wer beim Brandopferaltar schwört, das gilt nichts; wer aber beim Opfer schwört, das darauf liegt, der ist gebunden. Ihr Narren und Blinden! Was ist denn grösser, das Opfer oder der Brandopferaltar, der das Opfer heiligt? Darum, wer beim Altar schwört, der schwört bei ihm und bei allem, was darauf ist. Und wer beim Tempel schwört, der schwört bei ihm und bei dem, der darin wohnt. Und wer beim Himmel schwört, der schwört bei dem Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt. Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Minze und den Anis und den Kümmel verzehntet und das Wichtigere im Gesetz vernachlässigt, nämlich das Recht und das Erbarmen und den Glauben! Dieses sollte man tun und jenes nicht lassen. Ihr blinden Führer, die ihr die Mücke aussiebt, das Kamel aber verschluckt! Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Äussere des Bechers und der Schüssel reinigt, inwendig aber sind sie voller Raub und Unmässigkeit! Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Inwendige des Bechers und der Schüssel, damit auch ihr Äusseres rein werde! Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr getünchten Gräbern gleicht, die äusserlich zwar schön scheinen, inwendig aber voller Totengebeine und aller Unreinheit sind! So erscheint auch ihr äusserlich vor den Menschen als gerecht, inwendig aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit. Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Gräber der Propheten baut und die Denkmäler der Gerechten schmückt und sagt: Hätten wir in den Tagen unserer Väter gelebt, wir hätten uns nicht mit ihnen des Blutes der Propheten schuldig gemacht. So gebt ihr ja euch selbst das Zeugnis, dass ihr Söhne der Prophetenmörder seid. Ja, macht ihr nur das Mass eurer Väter voll! Ihr Schlangen! Ihr Otterngezücht! Wie wollt ihr dem Gericht der Hölle entgehen? Siehe, darum sende ich zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und etliche von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr in euren Synagogen geisseln und sie verfolgen von einer Stadt zur anderen, damit über euch alles gerechte Blut kommt, das auf Erden vergossen worden ist, vom Blut Abels, des Gerechten, bis zum Blut des Zacharias, des Sohnes Barachias, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar getötet habt. Wahrlich, ich sage euch: Dies alles wird über dieses Geschlecht kommen!“ Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden; denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: »Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn!« (Matthäus 23.1-39)“

In Matthäus 23 finden wir eine vortreffliche Zusammenfassung obrigkeitlichen Versagens und Unvermögens oder sollten wir vielleicht eher sagen obrigkeitlicher Verkommenheit? Wahrscheinlich hat noch selten einer so schonungslos diese Verkommenheit und die Schwäche einer Führungskaste offengelegt und dies auch noch öffentlich ausgesprochen, wie Christus es getan hat. Er hat nicht geschwiegen und das Kind ungeschminkt beim Namen genannt.

Warum sollten wir denn in unserer Zeit anders verfahren? Warum sollten wir in der Gegenwart zu den da und dort geradezu ungeheuerlichen Missständen schweigen? Wo finden wir heute die Hirten, welche der Absenz der Moral bei unserer Obrigkeit die Stirn bieten? Haben wir nicht längst die Zügel schiessen lassen und betrachten wir nicht längst jeden Unsinn und jede Gottlosigkeit als Geschenk des Zeitgeistes? Schlimmer noch, seien wir mal ehrlich, die Hirten welche dem Zeitgeist widersprechen müssten, gehen gar hin und verdrehen die Gebote Gottes und sein Evangelium bis sogar dieses den Regeln des Zeitgeistes genügt und kaum einer der noch verbliebenen Klarsichtigen, welche noch wüssten, wie der liebe Gott das eine oder andere gemeint hat, würde diesen üblen Verführern in aller Öffentlichkeit mit dem nötigen Nachdruck widersprechen. Wir haben unser Land verludern lassen und weit mehr hat der Zeitgeist sogar noch die Moral der Kirche untergraben, als dass die Kirche den Zeitgeist und damit die Welt gereinigt hätte. Wo finden wir noch wache Hirten, welche wie beispielsweise ein Bonhoeffer oder andere in jener Zeit, sich heute dem moralischen und geistlichen Abfall von Christus in unserer Zeit klar entgegenstellen würden? Es gab in Zeiten der Not jeweils welche, die sich vom Heiligen Geist zum Widerspruch erwecken liessen. Leider, so müssen wir es feststellen, hat der materielle Wohlstand die Sicht auf die geistliche und moralische Not dermassen verstellt, dass kaum noch einer diese sehen kann oder sehen will und daher auch keinen Grund zum Widerspruch sieht.

Unsere Anführer in Kirche, Politik und Wirtschaft sind weit eher Mietlinge denn Hirten. Menschen welche hinter ihrem Vorteil und ihrem eigenen Gewinn her sind und nicht dem Wohlergehen des Volkes dienen. Und daher sehen sie wohl auch keinen Grund zum Widerspruch in Bezug auf Missstände, denn vorübergehend profitieren sie ja sogar von diesen. Dass Kritik und Widerspruch in unserem kleinen Land am Rande der Alpen weit eher als subversiver Akt gesehen wird, denn als konstruktive Korrektur zu einer besseren Welt hin, mag noch das Seine dazu tun, möglichst nicht zu widersprechen. Wir sollten uns hierbei jedoch bewusst sein, dass wir dereinst ernten, was wir säen. So lehrt es uns die Bibel: „Irrt euch nicht: Gott lässt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten (Galater 6.7).“ Das Schweigen hat dementsprechend seinen Preis. Der ungebremste Zerfall der Moral führt uns früher oder später in den Abgrund. Von daher sollten wir uns vielleicht irgendwann einmal fragen, wie lange wir noch schweigen wollen?

Freilich sollten wir nicht nur die Obrigkeit tadeln, gerne dürfen wir uns auch selbst da und dort angesprochen fühlen. Was Christus an der Obrigkeit zu tadeln hatte, trifft uns ein Stück weit durchaus auch persönlich. Und weil man auch unter den Schafen nicht schweigen sollte, werden wir im Brief an die Hebräer gelehrt: „Ermahnt einander vielmehr jeden Tag, solange es »Heute« heisst, damit nicht jemand unter euch verstockt wird durch den Betrug der Sünde (Hebräer 3.13)!“ Im Hier und Jetzt, zeitnah in anderen Worten, sollen wir einander ermahnen. Basierend natürlich auf biblischen Werten und nicht auf persönlichem Gutdünken. Freilich werden Ermahnungen nicht gerne gesehen, doch sie würden uns zum Heil gereichen. So drückt es Jesus aus: „Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so geh hin und weise ihn zurecht unter vier Augen. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen (Matthäus 18.15).“ Wozu haben wir ihn gewonnen? Zu einem ordentlicheren Lebenswandel, welcher ihm selbst genauso wie den Anderen um ihn herum dienen täte.

Wir alle sind dazu aufgerufen Missstände anzusprechen, ob wir nun Hirte oder Schaf sind. Diese heilige Christenpflicht unterstreicht Christus mit folgenden Worten: „Was ich euch im Finstern sage, das redet im Licht, und was ihr ins Ohr hört, das verkündigt auf den Dächern! Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle! Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel; wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel (Matthäus 10.27-28 & 32-33).“ Was uns Jesus im Stillen, im Verborgenen eröffnet oder kundtut, haben wir im Licht und damit öffentlich auszusprechen. Und selbst, wenn man uns um der Wahrheit Willen umbringen sollte, kann uns dies nicht grämen, denn als Christen leben wir in Erwartung einer erfreulichen Zukunft im Paradies. Und sollte uns der Weg dorthin gar verkürzt werden, wäre dies doch weit mehr ein Grund zur Freude, denn Anlass zum Weinen. Nicht überhören sollten wir die Warnung Christi, der uns vor seinem Vater verleugnen wird, uns also nicht kennen wird, wenn wir ihn und seine Wahrheit auf Erden verleugnet haben. Wer Christus kennt, weiss, dass er von seinen Jüngern Bekennermut fordert und nicht feiges Schweigen im Angesicht des moralischen Zerfalls der Welt und der Gesellschaft um uns herum. Täten wir nicht schweigen, so könnte sich da und dort vielleicht gar im Interesse aller das eine oder andere zum Besseren wenden. Es lebt sich kaum gut in einem Land, wo man den lieben Gott und seine gut gemeinten Verhaltensregeln möglichst aus allen Bereichen des Lebens und aus allen Institutionen weitestgehend verjagt hat. Von daher wären wir wohl im eigenen Interesse gut beraten, unser recht verbreitetes Schweigen unter den Hirten und Schafen zu überdenken und endlich in aller Deutlichkeit Volk und Regenten zu erklären, wo der liebe Gott hockt und wie er unser Verhalten gerne sehen täte. Wie oft hält uns Menschenfurcht davor ab, Klartext zu reden? Doch wir sind aufgerufen uns nicht vor Menschen zu fürchten, sondern in der Furcht vor Gott zu wandeln und würden wir dies tun, so täte die Wahrheit schnell einmal hell über unserem Land aufleuchten. Und genau dies könnte uns nur zum Segen gereichen.

Bibelstellen nach Schlachter, neue revidierte Fassung 2000, wo nicht anders vermerkt.

Ralph Pfister - 9. Oktober 2020

Bibelverse
Passend zum Weltbild dieser Arche

„Bis ich komme, halte an mit Vorlesen, mit Ermahnen, mit Lehren.“
1.Timotheus 4.13

„Denn wenn ich euch auch durch den Brief traurig gemacht habe, so bereue ich es nicht; denn das Gott gemässe Trauern bewirkt eine Busse zum Heil, die man nie zu bereuen hat, das Trauern der Welt aber bewirkt den Tod.“
2.Korinther 7.8 & 10

„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
Johannes 1.14

„Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn gläubig geworden waren: Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!“
Johannes 8.31 & 32

„Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“
Johannes 16.13

Die Bibel  
Das Gebet des Herrn - Das Vaterunser

„Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie stellen sich gern in den Synagogen und an den Straßenecken auf und beten, um von den Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten;

Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden. Gib uns heute unser tägliches Brot. Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.

Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“
Matthäus 6.5-15

Die Bibel  
Die Gnade

„Als aber der HERR sah, daß die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse, da reute es den HERRN, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübte ihn in seinem Herzen. Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, vom Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe! Noah aber fand Gnade in den Augen des HERRN.“
1.Mose 6.5-8

„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
Johannes 1.14

„Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.“
Johannes 1.16-17

„Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, so dass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist.“
Römer 3.23-24

„Aber es verhält sich mit der Gnadengabe nicht wie mit der Übertretung. Denn wenn durch die Übertretung des Einen die Vielen gestorben sind, wieviel mehr ist die Gnade Gottes und das Gnadengeschenk durch den einen Menschen Jesus Christus in überströmendem Maß zu den Vielen gekommen.
Das Gesetz aber ist daneben hereingekommen, damit das Maß der Übertretung voll würde. Wo aber das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überströmend geworden, damit, wie die Sünde geherrscht hat im Tod, so auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.“
Römer 5.15 & 20-21

„Die Gnade sei mit allen, die unseren Herrn Jesus Christus lieb haben mit unvergänglicher Liebe! Amen.“
Epheser 6.24

„So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!“
Hebräer 4.16

„Darum umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch zuteil wird in der Offenbarung Jesu Christi.“
1.Petrus 1.13