König Satan

Die folgenden Zeilen sollen keinesfalls eine Hommage an den Teufel werden, was man sich vermutlich ausrechnen kann, wenn man die Geisteshaltung des Autors kennt, nein, vielmehr geht es im Folgenden um eine Bewertung seiner durch und durch miesen Regentschaft auf Erden. Manch einer wird nun umgehend die These aufstellen, nicht der Satan (= Gegner Gottes, Ankläger der Menschheit) würde diese unsere Welt beherrschen, sondern ganz allein der Mensch. Nun denn, wenn man es so sehen will, wären die Schuldigen für die Misere auf unserer Erde ja benannt. Doch ist es wirklich ganz so einfach? Ein anderer würde meinen, es wäre doch ganz praktisch, wenn man dem Teufel alle Missstände in die Schuhe schieben und ihn damit zum Schuldigen machen könnte, doch auch das greift leider zu kurz. Ein Teil der Gläubigen wiederum wird behaupten, Christus wäre seit seiner Auferstehung König und nicht der Teufel. Nur wenn Christus gegenwärtig König dieser Welt sein sollte, so müsste man sich ja schon fragen, welcherlei Art dessen Geist wäre? Von Jesus Christus wird verheissen, dass er dereinst ein Friedensreich gründen würde, so nebenbei bemerkt das Lieblingsthema auf ARK (= Anbetung dem rückkehrenden König), doch gegenwärtig leben wir ja offensichtlich nicht in einem Friedensreich und daher liegt auf der Hand, dass derzeit auch nicht Christus regiert. „Ja, es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des HERRN festgegründet stehen an der Spitze der Berge, und er wird erhaben sein über alle Höhen, und alle Heiden werden zu ihm strömen. Und viele Völker werden hingehen und sagen: »Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs, damit er uns belehre über seine Wege und wir auf seinen Pfaden wandeln!« Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem. Und er wird Recht sprechen zwischen den Heiden und viele Völker zurechtweisen, so dass sie ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden werden und ihre Speere zu Rebmessern; kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen. Komm, o Haus Jakobs, und lasst uns wandeln im Licht des HERRN (Jesaja 2.2-5)!“ Erst am Ende der Tage, der Tage des Königs Satan, wird Christus übernehmen und sein Friedensreich errichten. Bis dahin lässt Gott offenbar weitestgehend den Teufel walten und sieht zu, wie der sein eigenes teuflisches Reich zuerst einmal hegt und pflegt und am Ende dann gegen die Wand fährt. Dieses Zuschauen beim letzten Teil der Geschichte kann man noch nicht einmal schlecht nennen, wenn man davon ausgeht später würde etwas Besseres nachfolgen.

Bild: König Satan, unser Schattenregent  (3d Modell Palast: Michael Ironstone)

Wieso aber sollten wir glauben, im Satan eine Art Schattenregent sehen zu müssen? Was sagt die Bibel dazu? Sehr viel nicht, das muss man zugeben, aber was sie sagt genügt, um daraus schliessen zu können, dass Gott der Allmächtige dem Satan weitestgehend freie Hand lässt. In Epheser 2.2 nennt Paulus den Satan den Fürsten, der in der Luft herrscht, den Geist, der in den Söhnen des Ungehorsams wirkt und deren Sünden anstachelt. In Johannes 12.31 nennt Jesus den Satan den Fürsten dieser Welt, der hinaus geworfen wird durch den Kreuzestod Christi. Wobei der endgültige Rausschmiss des Satans aus dem Himmel und kurz danach aus der Erde erst in den letzten „Tagen“, der Zeit kurz vor der Wiederkunft Christi stattfinden wird. Im Zusammenhang mit diesem Rausschmiss wird in der Offenbarung beschrieben, wie der Satan in seiner letzten, kurzen Zeit auf Erden die ganze Welt in grossem Zorn und mit wohl nie gekannter Vollmacht verführen und knechten wird, sie also fast durch und durch beherrschen wird. „Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen; und der Drache und seine Engel kämpften; aber sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. Und so wurde der grosse Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen. Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus! Denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht. Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod! Darum seid fröhlich, ihr Himmel, und die ihr darin wohnt! Wehe denen, die auf der Erde wohnen und auf dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen grossen Zorn, da er weiss, dass er nur wenig Zeit hat (Offenbarung 12.7-12).“ Diese letzte Zeit wird zum verderblichen Höhepunkt der Regentschaft des Königs Satan, doch herrschen tut er schon lange. Das können wir schliessen aus der Versuchung Christi am Anfang von dessen öffentlichem Wirken. „Darauf wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er vom Teufel versucht würde. Und als er 40 Tage und 40 Nächte gefastet hatte, war er zuletzt hungrig. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brot werden! Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!« Darauf nimmt ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempels und spricht zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürze dich hinab; denn es steht geschrieben: »Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuss nicht etwa an einen Stein stösst«. Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen!« Wiederum nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und spricht zu ihm: Dieses alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest! Da spricht Jesus zu ihm: Weiche, Satan! Denn es steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen!« Da verliess ihn der Teufel; und siehe, Engel traten hinzu und dienten ihm (Matthäus 4.1-11).“ Zuerst einmal versucht der Satan, Jesus mit ein paar Kleinigkeiten zu erwischen und erst, wo diese Versuche fehlschlagen macht er ihm das ultimative Angebot und bietet ihm die Regentschaft über die ganze Welt an. Doch zum Leidwesen Satans geht Jesus auf dieses Angebot nicht ein. Entscheidend für unsere Überlegungen ist jedoch nicht die Ablehnung Christi des Angebots der Herrschaft über die Welt, sondern dessen ausbleibender Widerspruch. Wäre der Satan damals nicht Herrscher über alle Reiche der Welt gewesen, so hätte ihn Jesus sicherlich darauf aufmerksam gemacht und ihm vorgeworfen, den Mund schon etwas gar voll zu nehmen. Dies hat Jesus nicht getan und damit können wir es als bestätigt betrachten, der Teufel ist der Fürst dieser Welt, der Herrscher über alle Reiche auf Erden.

Wie kommt es, dass ein Schöpfer der seine Schöpfung liebt einen Seelenverderber über eine ganze Welt herrschen lässt? Man kann die These aufstellen, der Mensch wäre durch den Sündenfall (1. Mose 3.1-24) unter die Autorität des Teufels, dem ewigen Versucher der Menschen und dem Widersacher Gottes, geraten. So ganz klar kann man dies der Schilderung des Sündenfalls zwar nicht entnehmen, denn zu den dem Menschen auferlegten Flüchen gehörte nicht explizit die Ansage „von nun an soll der Teufel über euch herrschen“, aber faktisch lief es durch das ewige Sündigen des Menschen darauf hinaus. Die Ermordung des Kains durch den Abel war schon kurz nach der Wegweisung des Menschen aus dem Paradies ein erster trauriger Höhepunkt diesbezüglich. Unter der geistigen Führung und dem „Applaus“ des Teufels hat Kain seinen Bruder ermordet. Grundsätzlich gilt: Was immer wir auch tun, wir dienen damit immer einem Herrn in der geistlichen Welt, also entweder Gott oder dem Teufel! Und da der Mensch ganz offensichtlich gern und häufig sündigt, hat er leider gar oft den Teufel zum Herrn. Mit anderen Worten die Regentschaft von König Satan auf Erden beruht auf unserer willfahrenden Zusammenarbeit mit diesem. Wir sind demnach recht häufig nichts weiter als die Handlanger des Teufels. Könnte dieser auf Erden auch nur das Geringste bewirken, wenn er keine willigen Knechte finden täte? Und warum wollen wir nun den lieben Gott anklagen? Hat dieser den Satan zum Regenten gemacht oder haben wir dem Widersacher Gottes die Krone aufgesetzt? Wir müssen ganz klar von letzterem ausgehen! Der Mensch ist offensichtlich dumm genug, sich den übelsten Kerl im Universum als Regenten auszusuchen und diesen dann auch noch nach allen Regeln der Kunst zu hofieren.

Und wie genau hofieren wir den Teufel, machen uns beliebt bei ihm und setzen ihm die Krone auf? Gar offensichtlich mit jeder Sünde, welche wir begehen und weniger offensichtlich mit allerlei Philosophien, mit letztlich verderblichem Gedankengut und daraus folgenden verderblichen Handlungsweisen. Wenn wir glauben die Bibel würde unumstössliche Wahrheiten enthalten, so wäre alles Irrtum und Unsinn, was den biblischen Werten widerspricht. Im Klartext fallen darunter alle Religionen, welche unzweifelhaft mindestens teilweise anderen Inhaltes sind als die Bibel, aber auch alle Philosophien und Ismusse wie Kapitalismus, Kommunismus, Sozialismus, Humanismus, Feminismus etc. Ein Ismus kann zwar den einen oder anderen tauglichen Ansatz enthalten, welchem man nicht einmal aus biblischer Sicht widersprechen kann, aber zumeist enthält er einige bis viele Denkansätze, die weit eher der verderblichen menschlichen Natur entsprechen als dem heiligen Wesen Gottes und wird daher letztlich ins Leere laufen und scheitern. Der Kommunismus zum Beispiel hat sein Leben schon weitestgehend ausgehaucht und der Kapitalismus wird ihm früher oder später folgen. Ein System dessen erstes Gebot sozusagen lautet „nimm dir mehr als dir zusteht und gib den Anderen weniger als sie verdienen würden“ wird früher oder später über das biblische Gebot „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ stolpern und an seiner ihm innewohnender Gier scheitern. Ob man dann hierbei den lieben Gott als Richter sehen will oder einfach die Systemschwäche zum Verantwortlichen des Untergangs machen will, sei dem Betrachter überlassen. Der Systemfehler des Kapitalismus liegt primär in seiner Gier, in der Möglichkeit dank allerlei Finanzvehikel ohne eigentlich etwas zu erschaffen viel Geld verdienen zu können und im Weiteren darin enorme Schuldenberge anzuhäufen unter welchen man früher oder später zusammenbrechen muss. Man könnte hier jeden Ismus zerpflücken – der Humanismus macht den aus biblischer Sicht bösen Menschen zum Gutmenschen, ohne jeden inneren Drang sich zu bessern, denn er gilt ja als gut, der Feminismus macht das schwächere Geschlecht zum Stärkeren und lässt gegen den weisen Willen Gottes herrschen, was eigentlich dienen sollte – doch diese Mühe wollen wir uns gar nicht machen und uns weit lieber in grossen Zügen mit dem wahrscheinlichen Plan des Königs Satan befassen. 

Falls der Satan überhaupt je einen grossen Plan hatte, ausser diesem die Menschheit stetig zu ihrem eigenen Schaden zum Sündigen zu verführen, wie könnte dieser Plan aussehen? Satan wird auch Luzifer genannt, Engel des Lichts, Lichtträger, Morgenstern und war gemäss biblischer Schilderung einst ein herrlicher Engel, der eines Tages so sein wollte wie Gott. „Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen! Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: ›Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äussersten Norden; ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleich machen!‹ (Jesaja 14.12-14)“ Nun, wenn einer sein will wie Gott, so muss er ja wohl einen grösseren Plan haben und da der Teufel auch gerne Widersacher Gottes genannt wird, muss dieser Plan dem Wesen Gottes und seinen Regeln widersprechen. Schon beim Sündenfall hat der Teufel Gott widersprochen und behauptet, mitnichten würde der Mensch nach dem Kosten der verbotenen Frucht sterben, sondern er wäre danach wie Gott und würde erkennen, was gut und böse ist (1. Mose 3.5). Ein kleines Stückweit hatte der Teufel sogar recht, denn Adam und Eva gelangten tatsächlich zu höherer Erkenntnis und starben auch nicht gerade umgehend, sondern erst einige hundert Jahre später.

Wir können uns nun fragen, was denn das betrügerische Angebot des Teufels in unsere Zeit wäre? Oder eben, was ist sein grösserer Plan, abgesehen von seiner grundlegenden Absicht uns mit der Sünde zu knechten? Adam und Eva verloren durch ihren Sündenfall das Paradies und dies könnte man gerne bis in die heutige Zeit schmerzlich nennen. Des Weiteren haben sie sich damals unangenehme Flüche aufgeladen. Zu Adam sagte Gott, er werde von nun an im Schweisse seines Angesichtes sein Brot essen und zu Eva sagte er, sie würde mit Schmerzen Kinder gebären (1. Mose 3.16-19). Nun denn, als Adam und Eva sich noch im Paradies befanden, sagte der Teufel „mitnichten werdet ihr sterben“ und sollte er vielleicht in der gegenwärtigen Zeit gar sagen „mitnichten werdet ihr schwitzen beim Arbeiten und mitnichten werdet ihr unter Schmerzen gebären“? Worauf wollen wir hinaus? Auf die Frage, wer denn eigentlich der geistliche Vater unserer gegenwärtigen Weltordnung ist, Gott oder der Teufel? Was haben uns die philosophischen Strömungen der Aufklärung beschert, so nebenbei bemerkt eine zutiefst antichristliche Zeit, welche den menschlichen Verstand zum Gott machte und so in erheblichem Masse der modernen Wissenschaft den Weg bereitete im Laufe der Jahrhunderte. Eine industrialisierte Welt in welcher man weder schwitzen muss beim Arbeiten noch Schmerzen leiden beim Gebären, ein vermeintliches (materielles) Paradies ganz ohne Gott und seine Regeln? Unschwer kann man erraten, dass es klar in die Richtung eines neuen Paradieses und dem Aushebeln der uralten Flüche gehen sollte. Die industrialisierte Welt wurde für viele zu einem glitzernden Laden des Wohlstands und zu einem Haus der irdischen Freuden, befreit von der eigentlichen Mühsal des Lebens. In Satans Angebot kann man gut und gerne den Gegenentwurf zum Paradies Gottes sehen, ein irdisches und vergängliches Paradies, das den Menschen vom himmlischen Paradies ablenken soll. Was soll er denn auch noch nachdenken über Gott, Glaube, Jenseits und Paradies, wenn er ja vermeintlich schon im Paradies lebt? Und leider muss man es sagen, Satans Gegenentwurf funktioniert recht gut, weil der Mensch sich gerne mit einem sehr kurzsichtigen Zeithorizont durch das Leben schlägt und kaum noch über grössere Zusammenhänge nachdenkt, wenn ihm sein Leben als recht angenehm und segensreich erscheint.

Doch warum genau sollten heute der Verlust des Pardieses überwunden und die alten Flüche hinfällig sein? Hat der liebe Gott so irgendwann um 1800 herum, dem Beginn der Industrialisierung, sich gedacht, er müsste das Leben auf Erden aufgrund guter Führung der Menschheit etwas angenehmer gestalten? Der wache Betrachter kann wohl kaum die dazu notwendige Verhaltensänderung zum Besseren hin beim Menschen ausmachen und daher kann dieses neue, verführerische und betrügerische Angebot unmöglich vom Schöpfer des Universums kommen. Nein, viel mehr hat uns der Satan wieder einmal mit Erfolg an der Nase herumgeführt und uns einmal mehr weisgemacht, die Flüche Gottes würden nicht gelten. Er hat uns ein sehr vergängliches Paradies geschaffen und uns die Fron zu unser aller Vergnügen deutlich erleichtert. Im glitzernden, irdischen Paradies kann man fast alles erstehen, was das menschliche Herz so begehrt und für fast jede Arbeit gibt es ein willkommenes Helferlein, eine Maschine, welche das Schwitzen und Leiden verhindert oder zumindest massgeblich reduziert. Doch was ist, wie beim Teufel immer, der Haken an der Sache? Ganz einfach, wir schaufeln uns mit dem Erschaffen unseres vermeintlichen Paradieses in Windeseile unser Grab. Waren wir um 1800 herum noch eine Milliarde Menschen, so sind wir heute deren Acht. Haben um 1800 herum noch eine Milliarde Menschen naturverbunden gelebt, so verbrauchen heute acht Milliarden nicht erneuerbare Ressourcen als ob es keine Morgen gäbe. Und das Morgen gibt es daher tatsächlich schon bald einmal nicht mehr, zumindest nicht für einen ach so bequemen, industrialisierten Menschen der Neuzeit. Bald einmal dürfte es unter grossen Schmerzen zurückgehen zu einem einfachen und naturverbunden Leben, für wohl weit weniger als acht Milliarden Menschen, denn es ist nicht zu erwarten, dass ohne moderne Technik acht Milliarden zu ernähren wären. Einmal mehr gilt das „mitnichten sollt ihr sterben“, ausgesprochen vom Teufel, der alten Schlange, ist eine blanke Lüge. Unser vermeintliches Paradies, unser bequemes Leben wird sterben und zwar sicherlich! Auch dieses Mal dauert es, wie bei Adam und Eva nach dem Verlust des Paradieses, zwar einige hundert Jahre, aber der Tod kommt gewiss und wir sind ihm wohl weit näher als wir glauben wollen. Wir leben in einer Weltordnung ohne Zukunft, in einem Auslaufmodell mit Ablaufdatum, einem selbstgeschaufelten Grab! Und genau wie im Paradies sind wir einmal mehr dem Teufel auf den Leim gekrochen und haben ihm geglaubt, mitnichten zu sterben, auch dann nicht, wenn wir seinen Blödsinn mitmachen täten.

Man stellt sich nun freilich die Frage, was König Satan davon hat, wenn er eine Ordnung erschafft, welche früher oder später untergehen muss? Wird ihn das nicht seine Regentschaft kosten? Wenn wir die Verheissungen zum Friedensreich Christi ernst nehmen sicherlich, doch bis dahin kann der Satan noch immer fast nach Belieben schalten und walten. Und wenn dereinst oder vielleicht auch schon bald einmal sein Reich untergehen wird, hat er als Sadist zumindest noch die grosse Genugtuung, dass er die Menschheit noch höllisch leiden wird sehen können. Man sollte sich, wenn man denn schon dem König Satan dienen will, bewusst werden, dieser hasst im Prinzip den Menschen und auch dessen Schöpfer und er hatte noch nie die Absicht, denen etwas Gutes zu tun. Der Mensch dient ihm nur zur Rechtfertigung seines Königtums, denn ohne Volk kann man nicht König spielen. Und wenn man dereinst die Krone sowieso an einen anderen verliert, spielt es auch keine Rolle mehr, wenn alles vor die Hunde geht. Es soll ja nicht sein, dass der Nachfolger ein gutes Erbe antreten kann. Und von daher scheint klar zu sein, dass der König Satan sogar auch noch vom Untergang dieser seiner Weltordnung etwas haben wird und daher wird er am Ende der Zeiten diesen sogar noch mit aller Macht aktiv vorantreiben. Davon spricht Offenbarung 12.12 in welcher sein grosser Zorn erwähnt wird, weil ihm nur noch wenig Zeit bleibt. Will man Satan etwas besser verstehen, so kann man sich gerne an einem Adolf Hitler orientieren. Dieser wollte, ganz ohne Liebe zum Volk nur zur reinen Selbstbeweihräucherung, ein tausendjähriges Reich gründen und wo dieses nach zwölf Jahren unterging, wäre es ihm wohl gerade recht gewesen, wenn kein Deutscher überlebt hätte. Das Volk war unwürdig und hat ihm seinen Endsieg „geraubt“, also war es zu nichts mehr nütze und hätte auch nicht mehr weiterleben müssen. In diese Richtung müsste man zumindest denken, wenn man an die letzten Befehle Hitlers im Angesicht des Untergangs denkt. In etwa genauso wird es auch der Satan halten, wenn seine Zeit als Herrscher auf Erden zu einem Ende kommt. Daher heisst es in Offenbarung 12.12 auch: „Wehe denen, die (in jener Zeit) auf der Erde wohnen und auf dem Meer.“  Und einmal mehr muss hier angemerkt werden, wir Menschen werden zu jener Zeit nicht einfach die unschuldigen Opfer sein, denn wir haben dem König Satan über Jahrhunderte, ja gar Jahrtausende hinweg in die Hände gespielt und ihn durchaus teils gar mir Freuden über uns herrschen lassen, wir haben ihm seine Krone verliehen und ihn zu unserem König gemacht!

Keinesfalls vergessen sollten wir bezüglich der Beurteilung des Satans als Herrscher und König über dieser unserer Welt die Christen und deren Kirchen. Wen haben diese zum Regenten? Natürlich werden sie nun alle schnell rufen: „Christus ist unser König“, doch sollen die wachen Beobachter dieser Welt dies auch glauben? Zur Beurteilung der Glaubwürdigkeit des Christus als König der Christen dürfen wir gerne auf dessen Leben auf Erden zurückblicken. Was sagte Christus über die Juden? Wen bezeichnete er als deren König oder Vater? Während einer Diskussion oder einem Streitgespräch mit den Juden machte Jesus deutlich wessen Kindes Geist der der Juden damals war. Folgendes behaupteten die Juden von sich: „Abraham ist unser Vater! Jesus spricht zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, so würdet ihr Abrahams Werke tun. Nun aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, die ich von Gott gehört habe; das hat Abraham nicht getan. Ihr tut die Werke eures Vaters! Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht unehelich geboren; wir haben einen Vater: Gott! Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen; denn nicht von mir selbst bin ich gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum versteht ihr meine Rede nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt! Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben (Johannes 8.39-44).“ Die Juden wähnten, Abraham und Gott zum Vater zu haben, doch Jesus sah sich gezwungen zu widersprechen, denn wer die Werke des Teufels tut, hat auch diesen zum Vater oder eben zum König. Man stelle sich nun die Frage, ob es die Christen in den letzten zweitausend Jahren anders gehalten hätten als damals die Juden? Die Christen behaupten auch sie hätten Gott zum Vater und Christus zum Bruder, doch sie tun ganz offensichtlich weit eher die Werke des Teufels. Und hierbei sollte man nicht nur die unzähligen, sogar für die Welt offensichtlichen Sünden der Kirchen berücksichtigen, sondern auch eine ganz entscheidende allgemeine Verfehlung: Sehr schnell einmal war die Kirche in sich gespalten und im Laufe der Jahrtausende sind hunderte oder gar tausende von Gruppierungen mit teils erheblich widersprüchlichen Auslegungen des Wortes Gottes entstanden. In seinem bekannten Gebet vor seinem Gang ans Kreuz hat Jesus den Vater gebeten: „Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst (Johannes 17.20-23).“ Und wurde sein Gebet erhört? Ganz offensichtlich nicht! Wären die Christen im Geist Christi unterwegs, dann wären sie eine Einheit mit dem Motto: Ein Gott, ein Geist, eine Wahrheit und eine Kirche. Doch die Realität sieht anders aus. Heute sehen wir eine zersplitterte Kirchenlandschaft, welche sich lieber ihren eigenen Grabenkämpfen widmet, statt dem Unheil in der Welt entgegenzutreten. Zu den Grabenkämpfen gehören ein halbes Dutzend oder noch mehr alternative „Wahrheiten“ zu jeder Sachfrage im biblischen Kontext. Christen sind offenbar lieber abschreckendes Beispiel denn Licht für diese Welt. Sie haben den Willen und den Herzenswunsch Christi über zweitausend Jahre hinweg ignoriert und das Ziel auf das Gröbste verfehlt. So hat die Kirche Christi sich jeder Glaubwürdigkeit und auch der Vollmacht Gottes beraubt. Wer soll Gott erkennen in einer in der Breite gefallenen Kirche? Und genau dieses Erkennen Gottes wäre ja Sinn und Zweck der Einheit der Kirche gewesen. Und kann in dieser Kirche, welche ganz offensichtlich gegen den Willen Christi handelt Gott der Vater sein? Es erscheint dem weisen Betrachter mehr als offensichtlich, auch die Christen haben den Teufel zum Vater! König Satan regiert nicht nur die ungläubige Welt, sondern seit zweitausend Jahren auch die Kirche Christi! So etwas nennt man schändliches und totales Versagen! So etwas müsste bei aufrechten Christen grossen Schmerz auslösen und das starke Verlangen nach Busse und Umkehr. Fairerweise muss man hier noch erwähnen, dass es in diesen zweitausend Jahren selten punktuell auch gute Momente gab, wo Christen zusammenstanden und für den Willen und die Gebote Gottes in einem Land einstanden. Doch dem gelegentlich schon erlebten seltenen Moment musste in der Vergangenheit und muss auch in der Zukunft sozusagen immer Blut und Tränen vorausgehen, denn erst wenn eine Nation tief im Dreck steckt, kommt der Mensch auf die Idee, vielleicht könnte nun der liebe Gott weiterhelfen und auch dann erst kommen Christen auf die Idee sie sollten vielleicht wieder einmal in der Einheit vor Gott zusammenstehen. Wenn wir als Christen und als Kirche Vollmacht erleben wollen, erweckte Christen die tatsächlich ihrem König dienen, so müssen wir fast um Blut und Tränen, Leid und Schmerz bitten, denn ohne diese unangenehmen Zutaten wird sich nichts tun, wird sich nichts zum Besseren wenden. Der Gewinn von Leid und Schmerz wäre eine Umkehr zu Gott und seinen weisen Regeln, was letztlich dem Land nur zum Segen gereichen täte.

Die Bewertung der Regentschaft des Teufels

Nun denn, wir wollen ja eigentlich nicht nur die (miese) Regentschaft des Königs Satan beschreiben, sondern diese auch bewerten. Das Wörtchen mies müssen wir leider in Klammern setzen, denn er hat ja immerhin mit einer gewissen Brillanz tausende Jahre auf Erden geherrscht oder gewütet, je nach Sichtweise eben, ohne dass sich die Menschheit je ernsthaft gegen ihn aufgelehnt hätte. Das sollte zu denken geben! Warum konnte diese teuflische Regentschaft so gut gelingen? Offenbar weil wir Menschen die Sünde lieben und unseren vordergründig der Sünde entspringenden Vorteil in jeder Situation gerne auskosten. Scheinbar trifft der Satan wie kaum ein anderer jeweils den Nerv der Zeit und präsentiert dem Menschen ganz zeitgemäss „sein bestmögliches Angebot“. Wie weit der Satan den Zeitgeist erschaffen tut oder die Verkommenheit des Menschen selbst für diesen verantwortlich ist, wollen wir hier mal offenlassen. Vermutlich geht beides Hand in Hand und man kann beide Seiten zu gleichen Teilen in der Verantwortung sehen. Auf jeden Fall hat es König Satan geschafft „sein Reich“ über mehrere tausend Jahre zusammenzuhalten, wenn auch immer wieder mal geprägt von gröbsten Umstürzen und Umwälzungen, doch diese kommen ihm wohl gerade recht, denn als Menschenmörder kann er ja nichts dagegen haben, wenn immer wieder mal einige Tausend oder gar einige Millionen umkommen. Die Abstürze in seinem Reich wird König Satan also wohl eher als Trophäen betrachten denn als Pleiten. Dies wird er auch beim unausweichlich kommenden Ende unserer Hochkultur am Ende der nichterneuerbaren Rohstoffe so halten, doch diesmal droht ihm das Ende seiner Regentschaft und damit dürfte sich seine Freude am Leid der Menschen in Grenzen halten.

Auch wenn die Regentschaft des Königs Satan ein Stückweit brillant genannt werden muss, so sollte man doch berücksichtigen, er hat letzten Endes nie etwas Gutes im Schilde geführt. Als Menschenmörder ging es ihm immer nur darum, den Menschen mit vordergründig „guten Angeboten“ vom Pfad der Tugend abzubringen und ihn gegen den Willen und die guten Gebote Gottes handeln zu lassen. Er hat über Jahrtausende hinweg Seele um Seele verdorben und geerntet und diese mit seinem Schalmeienspiel zur Hölle geführt. Zu keiner Zeit der Menschheitsgeschichte hat er uns etwas Gutes getan oder uns einen Gefallen erwiesen. Daher sollten wir uns schon fragen, wieso wir so gerne und fleissig vor dem König Satan auf die Knie gingen und immer noch gehen? Wäre es nicht längst an der Zeit, diesem die rote Karte zu zeigen und ihn vom Spielfeld zu weisen? Doch leider liegt dies offenbar nach wie vor nicht im Interesse der Mehrheit auf Erden und daher wird er weiterspielen bis zum bitteren Ende. Glücklicherweise findet man beim Allmächtigen mehr Einsicht und Weisheit als beim Menschen und daher dürfen wir darauf hoffen, dass das Ende von König Satan kommen wird. So beschreibt dieses Ende die Bibel im Buch der Offenbarung Christi: „Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte den Schlüssel des Abgrundes und eine grosse Kette in seiner Hand. Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist, und band ihn für 1 000 Jahre und warf ihn in den Abgrund und schloss ihn ein und versiegelte über ihm, damit er die Völker nicht mehr verführen kann, bis die 1 000 Jahre vollendet sind. Und nach diesen muss er für kurze Zeit losgelassen werden (Offenbarung 20.1-3).“ Die Weisen auf Erden hoffen, trotz der zuerst einmal kommenden Übergangsschmerzen, der falsche und finstere König möge bald einmal abdanken und einem weisen, erleuchteten König Platz machen müssen, denn ein Friedensreich von eintausend Jahren regiert von einem König von göttlicher Weisheit, dem König der Könige, Jesus Christus, kann aus deren Sicht die einzig richtige Antwort auf die Probleme dieser Welt sein. Da kann man doch nur noch sagen: Möge der gute König bald kommen und den Bösen vom Thron stürzen!

Bibelstellen nach Schlachter, neue revidierte Fassung 2000, wo nicht anders vermerkt.

Ralph Pfister - 15. März 2023

Weisheiten & Bibelverse
Passend zum Weltbild dieser Arche

„Beschäftige Dich mit Deinen Problemen, solange sie noch klein sind!“
Verfasser unbekannt

„Wenn man das Ziel nicht kennt, ist kein Weg der Richtige.“
Verfasser unbekannt

„Aber ich habe wider dich, daß du deine erste Liebe verlassen hast. Bedenke nun, wovon du abgefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Sonst komme ich über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle stoßen, wenn du nicht Buße tust!“
Jesus – Offenbarung 2.4 & 5

„Und dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Das sagt der, welcher die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: Ich weiß deine Werke: du hast den Namen, daß du lebest, und bist tot. Werde wach und stärke das übrige, was sterben will; denn ich habe deine Werke nicht vollendet erfunden vor meinem Gott.“
Jesus – Offenbarung 3.1 & 2

„Ich weiß deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Ach, daß du kalt oder warm wärest! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß und bedarf nichts! und weißt nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und bloß!“
Jesus – Offenbarung 3.15-17

Die Bibel  
Das Gebet des Herrn - Das Vaterunser

„Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie stellen sich gern in den Synagogen und an den Straßenecken auf und beten, um von den Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten;

Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden. Gib uns heute unser tägliches Brot. Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.

Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“
Matthäus 6.5-15

Die Bibel  
Das Gesetz - Die zehn Gebote

„Und Gott redete alle diese Worte und sprach: Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben! Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen! Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der HERR den Sabbattag gesegnet und geheiligt. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht stehlen! Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten! Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgendetwas, das dein Nächster hat!“
2. Mose 20.1-17

Weisheiten
Passend zum Weltbild dieser Arche

„Stelle Dir nicht die Frage, wofür Du Dich rühmen könntest, sondern frage Dich, wo Du Dich verbessern müsstest!“
ARK

„Frage Dich nicht, wie Du den Untergang verhindern kannst. Frage Dich viel mehr, wie Du ihn überleben könntest.“
ARK

„Nicht die Schriften sind hart, sondern weit mehr die Realität.“
ARK

„Grosse Erkenntnis anerkennt, so ziemlich nichts zu wissen und grosse Demut befähigt dazu, diese Erkenntnis zu verkraften.“
ARK

Die Bibel  
Das hohepriesterliche Gebet

„Dies redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich verherrliche — gleichwie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, damit er allen ewiges Leben gebe, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Ich habe dich verherrlicht auf Erden; ich habe das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tun soll. Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast; sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Nun erkennen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt; denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und haben wahrhaft erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und glauben, dass du mich gesandt hast. Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. Und ich bin nicht mehr in der Welt; diese aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir! Als ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte ich sie in deinem Namen; die du mir gegeben hast, habe ich behütet, und keiner von ihnen ist verlorengegangen als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt würde. Nun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben. Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hasst sie; denn sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit. Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt. Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in Wahrheit. Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst. Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. Gerechter Vater, die Welt erkennt dich nicht; ich aber erkenne dich, und diese erkennen, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen verkündet und werde ihn verkünden, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.“
Johannes 17.1-26

Bibelverse
Passend zum Weltbild dieser Arche

„Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden alle Geschlechter der Erde sich an die Brust schlagen und werden des Menschen Sohn kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit grosser Kraft und Herrlichkeit.“
Matthäus 24.30

„Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde! Ja, Amen.“
Offenbarung 1.7

„Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weisses Pferd, und der darauf saß, heißt der Treue und Wahrhaftige; und mit Gerechtigkeit richtet und streitet er. Und er trägt an seinem Kleide und an seiner Hüfte den Namen geschrieben: «König der Könige und Herr der Herren.»“
Offenbarung 19.11 & 16

Die Systemkritik - Eine Auswahl

Die Systemkritik

Wenn wir glauben, wir müssten Missstände anprangern, sollten wir uns vielleicht überlegen, ob diese die Kritik überhaupt Wert sind? Dazu brauchen wir einen Massstab und der kann hier nur die Bibel sein. Diese beklagt sich nicht über Kleinigkeiten, wie verstopfte Strassen, schlechtes Essen oder qualitativ schlechte Waren, sondern kümmert sich um die wirklich grossen Probleme. Vor allem wird die Sünde gerne thematisiert, welche offensichtlich negative Auswirkungen auf das menschliche Dasein...

Die Irrelevanz der Kirche

Man möge es glauben oder nicht, man kann und sollte gar die althergebrachten Werte der Kirche schätzen und genau daher ginge es darum, diese zu bewahren und prägend unter das Volk zu tragen. Dass dies kaum noch geschieht, ist ein von den Kirchen selbst festgestellter Mangel und den würden sie gerne beheben. Die reformierte Kirche hat sogar am Kappeler Kirchentag 2019 ihre Irrelevanz vertieft diskutiert. Diese Kirche hat höchstselbst die Grösse ...

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So manch einer kennt den geflügelten Spruch: „Von allen schlechten Regierungsformen ist die Demokratie noch die Beste.“ Doch kann man es weise nennen, sich mit der Besten aller schlechten Regierungsformen zufrieden zu geben? Wie wäre es mit einer guten Regierungsform, einer mit Zukunft, mit göttlicher Weisheit und Weitsicht? Schauen wir uns doch einmal die aktuellen Zustände an und fragen uns ganz unaufgeregt, wo diese mutmasslich oder auch ....

Die Erklärung der Schöpfung

Wir wollen hier vorerst gar nicht der Frage nachgehen, ob die Theorie von Schöpfung durch Urknall und Evolution allenfalls stimmen könnte oder nicht, sondern uns zuerst einmal nur ganz bescheiden der Frage nach der Wahrscheinlichkeit der Erklärbarkeit des Universums durch uns kleine Menschen widmen. Die Gesamtheit von Raum, Zeit, Materie und Energie im Universum nimmt gemäss heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ungeahnte Ausmasse an. So soll ....

Kapitalismus - Fluch oder Segen

Es kann hier gar nicht darum gehen, dieses System aufgrund weltlicher Gesichtspunkte zu erklären oder zu begutachten, nein, es soll hier viel mehr um eine geistliche Beurteilung gehen. Warum könnte oder müsste man vielleicht sogar dieses System eine Weltreligion nennen? Es wurde anderorts schon erwähnt, dass man in jedem Ismus (Kapitalismus, Sozialismus, Kommunismus, Humanismus usw.) ein letzten Endes religiöses System erkennen muss. Jede dieser Ideologien verkauft ...

Der zerteilte Leib Christi

Wie stellt sich Christus den Leib Christi vor und wie haben die ersten Apostel ihn gesehen? Als eine Ansammlung von Kirchen oder Gruppierungen, welche sich gegenseitig nicht selten fundamental widersprechen und gar bekämpfen oder als eine Einheit, welche im Gleichschritt mit Christus im Sinne seines Evangeliums marschiert? Wir dürfen getrost von letzterem ausgehen, denn ersteres schwächt den Leib in jedem Falle völlig unnötigerweise. Hat denn schon ....