Niemals können Christen Widerstandskämpfer sein, werden die Friedfertigen nun sofort einwenden, wenn sie einen, aus ihrer Sicht, so verwerflichen Titel lesen. Christus ist doch der gerne gerühmte Friedefürst, das Lamm Gottes, der Heiler der verwundeten Seelen und Herzen und sicherlich nicht der Anführer einer Widerstandstruppe, werden sie sagen. Nun gut, das mag er gerne alles sein, doch hat es sich damit? Hat nicht er selbst mit Predigten, Gleichnissen und harten Aussprüchen an die Adresse der Pharisäer die Gottlosigkeit der damaligen Zeit getadelt und sich dabei so ernsthafte Feinde geschaffen, dass ihn dies am Ende das Leben gekostet hat? War seine Geschichte damals nicht der Kampf eines Aufrechten, eines Gerechten, eines Gottgesandten gegen eine gottlose Welt? Hat Jesus jemals ein Wohlstands- oder Party-Christentum gepredigt, wie man es heute gerne pflegt, bei welchem man sich nicht die Zehe stossen oder gar umkommen könnte? Wir müssten es besser wissen, denn so sprach Christus dereinst: „Der Knecht ist nicht grösser als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie auf mein Wort argwöhnisch achtgehabt, so werden sie auch auf das eure argwöhnisch achthaben (Johannes 15.20).“ Und ihn haben sie nicht nur verfolgt, sondern nach nur wenigen Jahren öffentlichen Dienstes gleich auch noch umgebracht. Ähnlich erging es der überwiegenden Mehrheit seiner ersten Apostel, nur dass es bei denen ein paar Jahrzehnte dauerte, bis die Römer sie umbrachten. Warum also glauben heutzutage weite Kreise der westlichen Christenheit, das Christenleben wäre eine Party und nicht ein Kampf und sie wären liebevoll umsorgte Festteilnehmer und nicht Widerstandskämpfer Christi? Und ist nicht genau dieser, schon seit Jahrzenten anhaltende, fehlgeleitete Glaube für die Sittenverluderung in unserer Gesellschaft verantwortlich? Kaum einer sah sich in diesen vergangenen Jahrzehnten zum Kampf gegen die Unmoral in der gegenwärtigen Zeit aufgefordert. Die Party war zu gut und daher ging man auch nicht auf das „Schlachtfeld“. Nur leider wird sich dies früher oder später rächen, denn auch heute noch richtet der Allmächtige eine gottlose Gesellschaft, um sie zur Besserung zu ermahnen und sie einer besseren Zukunft zuzuführen. Er schaut dem gottlosen Treiben einer Gesellschaft nicht ewig zu.
Die Party wird also früher oder später zu Ende sein, ob das gefällt oder nicht. Der Widerstandskämpfer Christi fällt im schlechtesten Fall im Kampf gegen die Unmoral der Gesellschaft, im besten Fall überlebt er und führt die Gesellschaft in eine bessere Zukunft mit biblischen Grundwerten wie Gottesfurcht, Wahrheit, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Rechtschaffenheit, Treue, Liebe, Barmherzigkeit und einigem mehr. Er hat im Sinne Christi eine Gesellschaft zum Besseren verändert. Ob der Widerstandskämpfer Christi nun als Märtyrer stirbt oder auch nicht, wäre hierbei nicht einmal von Bedeutung, denn in jedem Fall hat er eine Ewigkeit im Paradies vor sich und wird dereinst dort als treuer Knecht von seinem Herrn begrüsst werden. Ganz anders wird es dem Partygänger ergehen. Diese Sorte Christ wird dereinst als unnützer Knecht von Christus begrüsst und gerügt werden und womöglich werden einigen von denen das Paradies gar nur von ferne schauen dürfen. Dazu kommt, dass deren Party auf Erden, wie schon erwähnt, früher oder später ohnehin ihr Ende im Gericht Gottes finden wird. Man möge sich die Israeliten als Beispiel nehmen, welche aufgrund ihres liederlichen Wandels vor Gott nach einigen hundert Jahren eher elendiglicher Existenz, begleitet von Kriegen, Seuchen und Hunger, letztlich ihr Ende in der Deportation nach Assyrien und Babylon fanden. Damals war deren Party dann für das Erste vorbei, wenn sie auch später nach etwas Reue und Busse wieder in ihr Land zurückkehren durften. Natürlich wird nun der Optimist unter den christlichen Partygängern sagen, bei den Israeliten hätte die Party einige hundert Jahre gedauert, bis dann endgültig Schluss war und daher hätte man während seiner Lebenszeit gute Chancen mit der Party durchzukommen. Doch man bedenke, dass die Party in der Schweiz oder auch in Europa schon ziemlich lange anhält und die Moral in dieser Zeit dünner und dünner wurde und man von daher fast annehmen müsste, dem Ende der Party weit näher zu sein als deren Anfang. Und selbst wenn man noch aus irdischer Sicht mit der Party durchkommen sollte, so täte man recht gut daran, die ewigen Auswirkungen eines christlichen Partylebens zu berücksichtigen. Wollen wir als treue Knechte, als Widerstandskämpfer Christi oder als unnütze Knechte, als Partygänger dereinst vor Christus treten?
Bild: Der Widerstandskämpfer - Gut oder schlecht ausgerüstet. Wie wollen wir unterwegs sein?
Man sollte hier vielleicht anmerken, dass der Christ seinen Kampf mit geistlichen Waffen führt und nicht mit Schwertern, Hellebarden und Morgensternen aus Holz und Stahl. Die Kämpfer Christi widerstehen dieser Welt mit Gebeten, Worten und Schriften und nicht mit handfesten Aktionen. Man muss es deutlich sagen; die Kreuzritter und Reformationskrieger mit ihren Schwertern aus Stahl hatten allesamt unter dem Banner des Teufels und nicht unter dem Banner Christi gedient. Der Paulus hat den Kampf des Christen so beschrieben: “Denn obgleich wir im Fleisch wandeln, so kämpfen wir doch nicht nach Art des Fleisches; denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen, so dass wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangennehmen zum Gehorsam gegen Christus, und auch bereit sind, jeden Ungehorsam zu bestrafen, sobald euer Gehorsam vollständig geworden ist (2. Korinther 10.3-6).“ Wir wandeln zwar im Fleisch, in unserem Körper über diese Erde, doch kämpfen sollen wir nicht nach dem Fleisch, mit Fäusten und Füssen, sondern mit den genannten geistlichen Waffen. Nur zu gerne schlägt der Mensch handfest zu, doch so hat es Christus nicht vorgelebt und auch nicht gepredigt. Und da wir gegen geistliche Festungen, gegen die Sünde kämpfen, leuchtet es auch ein, dass wir dazu geistliche Waffen brauchen.
Gerne sprechen Regenten oder Armeen vom gerechten Krieg oder dem guten Kampf. Sie meinen dabei jeweils in der Regel Schlächtereien unter der Federführung ihres Zwingherren, dem Teufel. Und damit wäre zum Ausdruck gebracht, dass sie im biblischen Sinne keine guten Kämpfe führen. Doch man merke auf, sogar die Bibel spricht vom guten Kampf, wenn man vielleicht auch diesem Buch solche Formulierungen zuerst einmal gar nicht zutrauen täte. Paulus schreibt an den Timotheus: „Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, zu dem du auch berufen bist und worüber du das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen abgelegt hast (1. Timotheus 6.12).“ Hier sollte man sich natürlich den Zusammenhang zu Gemüte führen, um nicht auf eine falsche Fährte zu gelangen. Paulus warnt den Timotheus im Brief konkret vor der Geldgier als einer Wurzel allen Übels: „Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen! Denn die, welche reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstricke und viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen in Untergang und Verderben stürzen. Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen; etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht. Du aber, o Mensch Gottes, fliehe diese Dinge, jage aber nach Gerechtigkeit, Gottesfurcht, Glauben, Liebe, Geduld, Sanftmut (1. Timotheus 6.8-11)!“ Insgesamt dürfen wir den guten Kampf natürlich gerne viel breiter fassen und diesen führen gegen jede Art der Verführung, der Unmoral und der Sünde. Und kämpfen sollen wir ihn mit den geistlichen Waffen, den guten Werten und Regeln der Bibel.
Und wenn wir schon von Waffen sprechen, so dürfen wir deren Aufzählung im Epheserbrief nicht auslassen. So beschreibt Paulus den Ephesern die Waffenrüstung des Widerstandskämpfers Christi: „Im übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels; denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen. Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt. So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, und die Füsse gestiefelt mit Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens. Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt, und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist, indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen, auch für mich, damit mir das Wort gegeben werde, so oft ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums bekanntzumachen, für das ich ein Botschafter in Ketten bin, damit ich darin freimütig rede, wie ich reden soll (Epheser 6.10-20).“Wir sehen, der Widerstandskämpfer Christi ist gut bewaffnet und auch gut geschützt, wenn er denn diese Waffenrüstung auch anzieht. Sollte er jedoch kaum Glauben haben, das Wort Gottes kaum kennen und entsprechend ohne Schwert und Wahrheit dastehen und auch die Gerechtigkeit mehr vom Hörensagen denn aus der praktischen Anschauung kennen, so wird er einen äusserts schlechten Kämpfer abgeben und im Kampf gegen den Teufel und seine listigen Anschläge schnell einmal untergehen. Und der Teufel nimmt sich gerne schlecht ausgerüstete Kämpfer vor und daher warnt Petrus in seinem ersten Brief: „Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; dem widersteht, fest im Glauben…. (1. Petrus 5.8-9).“ Wir tun also gut daran, gut ausgerüstet unterwegs zu sein.
Wer noch immer nicht glauben will, dass ein Wandel mit Christus zum Kampf wird oder Kampf mit sich bringt, der darf sich gerne folgende Bibelstellen des Neuen Testaments zu Gemüte führen. Nicht nur einmal erwähnen die Briefe im Neuen Testament Kämpfe um des Evangeliums Willen.
„Ich will aber, dass ihr wisst, welch grossen Kampf ich habe um euch und um die in Laodizea und um alle, die mich nicht von Angesicht gesehen haben, damit ihre Herzen ermutigt werden, in Liebe zusammengeschlossen und mit völliger Gewissheit im Verständnis bereichert werden, zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes, des Vaters, und des Christus, in welchem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind (Kolosser 2.1-3).“
„Denn ihr wisst selbst, Brüder, dass unser Eingang bei euch nicht vergeblich war; sondern, obwohl wir zuvor gelitten hatten und misshandelt worden waren in Philippi, wie ihr wisst, gewannen wir dennoch Freudigkeit in unserem Gott, euch das Evangelium Gottes zu verkünden unter viel Kampf (1. Thessalonicher 2.1-2).“
„Erinnert euch aber an die früheren Tage, in denen ihr, nachdem ihr erleuchtet wurdet, viel Kampf erduldet habt, der mit Leiden verbunden war, da ihr teils selbst Schmähungen und Bedrängnissen öffentlich preisgegeben wart, teils mit denen Gemeinschaft hattet, die so behandelt wurden (Hebräer 10.32-33).“
Wir dürfen nun nicht der Idee verfallen, nur den besonders geistbegabten Aposteln wäre ein Leben im Kampf beschieden und den „normalen“ Christen dürfte weit eher ein Partyleben zugedacht sein. Wir haben im Dienste Christi alle denselben Auftrag, nämlich alle Völker zu Jüngern zu machen. So hat uns Jesus angewiesen: „So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen (Matthäus 28.19-20).“ Und wenn wir Menschen lehren, was Christus befohlen hat, dann wird es Ärger geben, denn oft genug wollen diese die Lehren Christi nicht hören! Und dann kommt dieser Ärger nicht selten sogar noch von Seiten der Gläubigen. Es waren zuerst einmal weit mehr jene, welche zum Beispiel dem Paulus das Leben sauer machten, lange bevor ihn die Römer der Überlieferung zu Folge während Neros Regierungszeit (54-68 n.Chr.) als Märtyrer hinrichteten.
Nun denn, Jesus hat uns verheissen, bei uns zu sein bis ans Ende der Welt oder in Bezug auf das Leben eines jeden Einzelnen bis ans Ende dessen Lebens. Wir kämpfen unseren Widerstandskampf gegen die Finsternis, gegen das Böse in der Welt demnach nicht allein, nicht ohne Schutz und auch nicht mit stumpfen Waffen. Es stellt sich für jeden von uns nur die eine Frage, ob wir denn für Christus überhaupt kämpfen wollen? Wenn wir das Evangelium ernst nehmen und uns Christus etwas bedeutet, wird sich diese Frage freilich gar nicht erst stellen, denn dann wissen wir in jedem Fall, was wir zu tun haben. Wenn uns Christus nichts bedeutet, dann werden wir wohl fast sicher auch nicht für ihn gegen die Sünde einer gefallenen Welt ankämpfen und uns einem Leben als Partychrist verschreiben. Ob man bei derlei Gestaltung des irdischen Lebens dereinst ewiges Leben erlangen könnte, wollen wir hier zumindest einmal ganz erheblich bezweifeln, denn wie heisst es: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen (Matthäus 7.21-23)!“ Man überlege sich also gut, wie man sein irdisches Leben ausgestalten möchte und ob man im Gehorsam gegenüber dem Vater und Christus als Widerstandskämpfer leben und dereinst als treuer Knecht in deren Paradies eingehen möchte oder nach einem lustigen und bequemen Leben als Partychrist am Ende eines geistlich verpfuschten Lebens schlimmstenfalls gar als unnützer Knecht zur Hölle fahren möchte. Wir haben es alle selbst in der Hand, es liegt ganz allein bei uns, wie die Geschichte enden soll. Möge man weise entscheiden, kann hier der aufmerksame Beobachter nur noch anmerken.
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Bibelstellen nach Schlachter, neue revidierte Fassung 2000, wo nicht anders vermerkt.
Ralph Pfister - 22. Dezember 2021
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Bibelverse
Passend zum Weltbild dieser Arche
„Bis ich komme, halte an mit Vorlesen, mit Ermahnen, mit Lehren.“
1.Timotheus 4.13
„Denn wenn ich euch auch durch den Brief traurig gemacht habe, so bereue ich es nicht; denn das Gott gemässe Trauern bewirkt eine Busse zum Heil, die man nie zu bereuen hat, das Trauern der Welt aber bewirkt den Tod.“
2.Korinther 7.8 & 10
„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
Johannes 1.14
„Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn gläubig geworden waren: Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!“
Johannes 8.31 & 32
„Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“
Johannes 16.13
Die Bibel
Das hohepriesterliche Gebet
„Dies redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich verherrliche — gleichwie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, damit er allen ewiges Leben gebe, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Ich habe dich verherrlicht auf Erden; ich habe das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tun soll. Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast; sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Nun erkennen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt; denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und haben wahrhaft erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und glauben, dass du mich gesandt hast. Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. Und ich bin nicht mehr in der Welt; diese aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir! Als ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte ich sie in deinem Namen; die du mir gegeben hast, habe ich behütet, und keiner von ihnen ist verlorengegangen als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt würde. Nun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben. Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hasst sie; denn sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit. Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt. Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in Wahrheit. Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst. Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. Gerechter Vater, die Welt erkennt dich nicht; ich aber erkenne dich, und diese erkennen, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen verkündet und werde ihn verkünden, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.“
Johannes 17.1-26
Die Schriften auf dieser Arche sollen herausfordern, Dinge aus biblischer Sicht ins rechte Licht rücken, Themen auch von ungewohnter Seite beleuchten und vor allem auch vorbereiten auf schwierige Zeiten. Die fetten Jahre sind vorüber, hört man da und dort gerne einmal sagen. Wir können davon ausgehen, die Zeiten werden früher oder später nicht nur magerer oder mager, sondern gar finster. Und genau darauf sollten wir uns Kraft eines starken Glaubens vorbereiten. Die Schriften dieser Arche...
Bekannt ist uns allen, was man landläufig so unter Liebe versteht oder unter diesem Begriff vereint: Freundschaft, Treue, Grossmut, Grosszügigkeit, Barmherzigkeit, Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit und vieles mehr. Da mag jedermann so seine eigenen Schwerpunkte und Vorlieben haben, doch einen gewissen Konsens wird man hier schon finden. Schon etwas herausfordernder wird es, wenn man die vertiefende Beschreibung der Liebe gemäss dem ersten Korinther sich zu Gemüte führt: „Die Liebe ist langmütig und ....
Wir dürfen uns gerne einmal fragen, worin geistliche Exzellenz bestehen könnte oder was einen exzellenten Jünger Christi ausmachen würde? Können wir diese Frage an seinem Charakter, seinem Verhalten oder seiner Tätigkeit klären? Vermutlich müssen wir dies alles einschliessen, was diese Betrachtung durchaus zu einer Herausforderung werden lässt. Was wird von Charakter und Verhalten eines exzellenten Jünger Christi erwartet? Möglichst Jesus sollte er gleichen, sein Vorbild sollte er nachahmen. Jesus ist unser ...
Wovon sollten oder dürfen wir als Jünger Christi in Bezug auf den Gehorsam ausgehen? Von der grossen unendlichen Freiheit, dem Atmen des „weggefallenen“ Gesetzes und der Gnade im Neuen Testament oder müssten wir eher die Strenge und die Gesetzlichkeit des Alten Testamentes zur Richtschnur nehmen in Bezug auf die Frage nach dem Gehorsam gegenüber Gott und seinen Regeln? Oder können wir uns einfach ganz nach unserem Geschmack das Beste aus beiden ....
Der erweckte Christ lebt in einer anderen Dimension als der sogenannt normale Christ. Für letzteren ist ersterer zumeist nur ein Verrückter, welcher vermeintlich fernab irdischer Realitäten in einer frommen Wolke schwebt. Doch leider steht es wohl nicht so gut um die geistliche Wahrnehmung des normalen Christen und er dürfte mit seiner Einschätzung womöglich ganz gründlich falsch liegen. Wir wollen im Folgenden dieser Sache auf den Grund gehen und uns fragen, ob die vermeintlich verrückten Erweckten ...
Für einmal wollen wir mit der guten Nachricht beginnen: Eine Zeit des Friedens auf Erden wird in der Bibel mit der Wiederkunft Christi verheissen. Gemäss den biblischen Verheissungen wird Christus dereinst für tausend Jahre ein Friedensreich errichten in welchem die Menschen den Krieg nicht mehr lernen werden. Im Buch Jesaja finden wir die Verheissung vom Frieden und in der Offenbarung eine Angabe zur Dauer des Friedens. Gemäss der biblischen Verheissung sollen dereinst die verstorbenen Märtyrer auferstehen ...