Für einmal wollen wir mit der guten Nachricht beginnen: Eine Zeit des Friedens auf Erden wird in der Bibel mit der Wiederkunft Christi verheissen. Gemäss den biblischen Verheissungen wird Christus dereinst für tausend Jahre ein Friedensreich errichten in welchem die Menschen den Krieg nicht mehr lernen werden. Im Buch Jesaja finden wir die Verheissung vom Frieden und in der Offenbarung eine Angabe zur Dauer des Friedens. Gemäss der biblischen Verheissung sollen dereinst die verstorbenen Märtyrer auferstehen und mit Christus zusammen diese Welt mit göttlicher Exzellenz regieren und gestalten. Er wird als König der Könige von Jerusalem aus die Geschicke der Welt in den Händen halten.
„Ja, es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des HERRN festgegründet stehen an der Spitze der Berge, und er wird erhaben sein über alle Höhen, und alle Heiden werden zu ihm strömen. Und viele Völker werden hingehen und sagen: »Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs, damit er uns belehre über seine Wege und wir auf seinen Pfaden wandeln!« Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem. Und er wird Recht sprechen zwischen den Heiden und viele Völker zurechtweisen, so dass sie ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden werden und ihre Speere zu Rebmessern; kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen. Komm, o Haus Jakobs, und lasst uns wandeln im Licht des HERRN (Jesaja 2.2-5)!“
„Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und ich sah die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten; und sie wurden lebendig und regierten die tausend Jahre mit Christus. Die übrigen der Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung. Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren tausend Jahre (Offenbarung 20.4-6).“
Freilich hören sich solch fantastische Verheissungen für die eher Ungläubigen nach einer grossen Illusion an, doch überlegen müssten sich sogar diese, ob man, wenn man denn längerfristig noch an eine Zukunft glauben wollte, nicht fast hoffen müsste, es möge so kommen. Beim gegenwärtigen Mangel an göttlicher Exzellenz im Kreise der Regenten, kann man wohl nicht davon ausgehen, noch lange gut zu leben. Ein Finanzsystem am Rande des Kollapses, ein Ausbluten des Planten durch exzessiven Verbrauch von nichterneuerbaren Rohstoffen bis es dereinst keine mehr gibt, dazu noch mit entsprechenden Schäden für Natur und Klima, lässt doch geradezu vermuten, es möchte auch bald einmal mit dem Frieden enden. Grosse Verwerfungen führen fast zwangsläufig da und dort zu Kriegen. Und dabei stellt sich der Betrachter die Frage, wie Kriege zu bewerten oder einzuordnen wären im Kontext der Bibel? Dass der Schöpfer Kriege gemäss den Verheissungen eines Friedensreiches wohl nicht wirklich gutheissen tut, kollidiert in einem gewissen Sinne mit der Tatsache, dass trotzdem stetig Krieg geführt wird auf Erden. Manch einer mag sich fragen, warum denn Gott, sollte es diesen überhaupt gegeben, Kriege überhaupt zulässt? Wir gehen hier davon aus, dass es den Gott der Bibel gibt und dass er so seine Gründe haben muss, wenn Dinge auf Erden geschehen, welche eigentlich so gar nicht zu seinem eigentlichen Plan mit der Menschheit passen.
Wenn wir dahinterkommen wollen, wie so etwas kommen kann, sollten wir vielleicht wenigsten ein bisschen versuchen das Wesen Gottes zu ergründen, wohl wissend, wir sind viel zu klein, um einen Allmächtigen erfassen zu können. Das Stichwort allmächtig sollte uns im Zusammenhang mit den „zugelassenen“ Kriegen zu denken geben. Die Bibel beschreibt Gott als den Schöpfer des Universums, was schon einmal eine gewisse Macht voraussetzt und er selbst stellt sich Abraham denn auch ohne Umschweife als der Allmächtige vor, wo er einen Bund mit ihm schliesst (1. Mose 17.1). Davon ausgehend, dass keiner mächtiger sein kann als der Allmächtige, müssen wir wohl annehmen, es gibt auch keinen, der den Willen Gottes umgehen oder übersteuern könnte und daraus folgt unweigerlich, Gott könnte, wenn er denn wollte, jeden Krieg verhindern. Er steht also nicht ratlos und händeringend im Himmel und sieht dem üblen Treiben der Menschheit mit dem, so oft schändlich missbrauchten, freien Willen zu, wie sie Land und Leute zerstören. Man könnte fast sagen, nichts auf dieser Welt kann geschehen ohne die Autorisierung des Allmächtigen. Diesen Gedanken kann man gut und gerne der Hiobsgeschichte entnehmen, wo Gott es „zulässt“, dass der böse Teufel einem rechtschaffenen Mann ganz übel mitspielt. Christen sprechen durchaus gerne vom zugelassenen Willen Gottes, was man nicht ganz ungefährlich nennen muss, denn diese Formulierung könnte zur Einschätzung verleiten, dieser Gott wäre nur halbmächtig und könnte daher gewisse Dinge nicht verhindern und würde sie gegen seinen Willen zulassen. Im Kontext der Allmacht macht es wohl mehr Sinn bei allem, was auf Erden geschieht von einer Autorisierung Gottes zu sprechen. Gott rühmt den Hiob als rechtschaffen und gottesfürchtig, wo der Satan eines Tages vor Gott tritt, worauf der Satan meint, der Hiob wäre ja nur gottesfürchtig, weil Gott ihn in allem segnen täte und wenn Gott ihm den Segen entziehen würde, so würde jener sich umgehend von Gott abwenden. Darauf erlaubt Gott dem Satan explizit, dem Hiob übel mitzuspielen. „Da sprach der Herr zum Satan: Siehe, alles, was er hat, soll in deiner Hand sein; nur nach ihm selbst strecke deine Hand nicht aus! Und der Satan ging vom Angesicht des Herrn hinweg (Hiob 1.12).“ Im Klartext: Gott autorisiert das danach folgende Handeln Satans, doch er setzt diesem auch Grenzen. Der Satan lässt sich nicht zwei Mal bitten und nimmt Hiob seine Habe und seine Kinder und später, wiederum von Gott autorisiert, auch noch seine Gesundheit, doch das Leben lässt er ihm.
Der Prophet Amos formuliert das Wirken Gottes sozusagen noch schärfer und schreibt: „Geschieht auch ein Unglück in der Stadt, das der Herr nicht gewirkt hat (Amos 3.6)?“ So formuliert wäre Gott in letzter Instanz immer der Handelnde und in einem gewissen Sinne ist er das ja eigentlich auch. Wenn er sich dem Satan oder auch dem Menschen mit seiner Allmacht nicht in den Weg stellt, so bewirkt er genau durch diese „Unterlassungshandlung“ das unter Umständen daraus folgende Unglück. Freilich sollte man hierbei nicht vergessen, dass die geschaffenen Wesen gerne auf ihren freien Willen pochen und sich das Unheil, welches sie heraufbeschwören mit ihrem Verhalten gar nicht verbieten lassen wollen. Würden wir nun hier stehen bleiben und so tun, als ob Gott die unangenehmen Dinge von Fall zu Fall nur autorisieren oder zulassen täte, so würde die ganze Betrachtung Schlagseite erhalten. In die Aussage von Amos kann und sollte man durchaus auch die wörtliche Auslegung des Bewirkens von Unglück hineinlegen. Man findet nicht nur im Alten Testament, sondern auch in der Offenbarung im Neuen Testament eine ganze Anzahl Belege dafür, dass Gott persönlich Unheil über die Menschheit bringt. Die zehn Plagen Ägyptens (2. Mose 7-12), welche den Pharao in die Knie zwangen, so dass er das Volk Israel ziehen lassen musste, dürften wohl recht breit bekannt sein als direktes Gerichtshandeln Gottes oder auch die Sintflut und die Vernichtung von Sodom und Gomorra wegen der Gottlosigkeit der damaligen Menschen. Diese Gerichte waren jedoch alle von übernatürlicher Art und hatten nichts gemein mit gewöhnlichen Kriegen, was noch nicht heissen soll, dass Gott keine Kriege bewirkt.
Wir haben nun das Unheil im Allgemeinen angeschaut und können erkennen, dass es von Gott autorisiert oder eben auch bewirkt sein kann, aber den Krieg als solches haben wir noch nicht eingeordnet. Es stellt sich die Frage, wie denn Gott sich konkret zum Krieg stellt? Dass er sich den Frieden wünscht und dereinst auch für Frieden sorgen wird, können wir den Verheissungen zu Christi Friedensreich entnehmen. Doch wir leben noch nicht in jener Zeit und müssen uns daher fragen, wie steht der Allmächtige in der Zeit vor dieser Verheissung, in der Zeit in welcher wir gegenwärtig leben, zum Krieg?
Kriege findet man jede Menge vor allem im Alten Testament, aber durchaus auch in bescheidenerem Ausmass im Neuen Testament in der Endzeitrede Christi und im Buch der Offenbarung Jesu Christi. Man wäre vielleicht versucht, diese Kriege allein dem Treiben der bösen Menschen zuzuschreiben, um keinen Schatten auf den lieben Gott fallen lassen zu müssen. Doch man wird bei diesem Versuch kläglich scheitern. Immerhin wären selbst diese vom Menschen selbstherrlich geführten Kriege von Gott autorisiert und allein das schon könnte man unangenehm oder unangemessen nennen. Doch es kommt, wenn man die Sache nicht weise einordnet, gefühlt noch schlimmer und man wird beim Studium des Alten Testamentes feststellen, dass Gott gar nicht so selten Kriege veranlasst oder angeordnet hat. Sein auserwähltes Volk hat nicht eigenmächtig die Völker im verheissenen Land überfallen, sondern diese im Auftrag des Allmächtigen aus dem Land vertrieben und damit war, unschön ausgedrückt, Gott selbst der Kriegstreiber. Begonnen hatte das Ganze damals mit der Eroberung Jerichos: „Und der Herr sprach zu Josua: Siehe, ich habe Jericho samt seinem König und den tapferen Kriegern in deine Hand gegeben (Josua 6.2).“ Und danach fiel Stadt um Stadt im verheissenen Land in die Hände Israels. So um die 700 Jahre lebten dann die Israeliten in ihrem verheissenen Land bis es ihnen genauso erging, wie zuvor den Heiden, welche sie aus deren Land vertrieben hatten. Die Babylonier führten um 600 v.Chr. Juda in die Verbannung nachdem die Assyrer Israel schon einhundert Jahre früher weggeführt hatten. Damit fand das auserwählte Volk sein vorläufiges Ende im verheissenen Land. Interessant hierbei ist, dass genauso wie die Israeliten unter Josua auf Geheiss Gottes hin die Heiden aus dem verheissenen Land vertrieben, der babylonische König Nebukadnezar ebenfalls auf Geheiss Gottes die Juden aus ihrem Land vertrieb. „Darum, so spricht der Herr der Heerscharen: Weil ihr meinen Worten nicht gehorcht habt, siehe, so sende ich nach allen Geschlechtern des Nordens und hole sie herbei, und sende zu meinem Knecht Nebukadnezar, dem König von Babel, und lasse sie kommen über dieses Land und über seine Bewohner und über alle diese Völker ringsum; und ich will sie dem Bann preisgeben und sie zum Entsetzen und zum Gespött und zu ewigen Trümmerhaufen machen (Jeremia 25.8-9).“ Gott nennt den Nebukadnezar seinen Knecht und beauftragt diesen sozusagen, Juda zu vernichten. Gott hat den Krieg gegen Juda also nicht nur zugelassen oder autorisiert, sondern beauftragt. Auch ausgesprochen wird an genannter Bibelstelle, warum Gott diesen Krieg gewollt hat: Er war das Gericht Gottes über eine sündige Nation, welche ihm nicht gehorchte und sich nicht an seine Regeln gehalten hat. Genau dasselbe kann man auch aus den Büchern Mose lesen in Bezug auf die Vertreibung der Heiden aus dem den Israeliten verheissenen Land rund 700 Jahre früher. Die Heidenvölker dienten ihren Göttern und sündigten munter drauflos bis Gott der Meinung war, das Mass der Sünden dieser Völker wäre nun voll. So hörte sich das an bevor Israel ins verheissene Land einzog: „Wenn der Herr, dein Gott, dich in das Land bringt, in das du kommen wirst, um es in Besitz zu nehmen, und wenn er vor dir her viele Völker vertilgt, die Hetiter, die Girgasiter, die Amoriter, die Kanaaniter, die Pherisiter, die Hewiter und die Jebusiter, sieben Völker, die grösser und stärker sind als du; und wenn sie der Herr, dein Gott, vor dir dahingibt, dass du sie schlägst, so sollst du unbedingt an ihnen den Bann vollstrecken; du sollst keinen Bund mit ihnen machen und ihnen keine Gnade erweisen. Und du sollst dich mit ihnen nicht verschwägern; du sollst deine Töchter nicht ihren Söhnen zur Frau geben noch ihre Töchter für deine Söhne nehmen; denn sie würden deine Söhne von mir abwendig machen, dass sie anderen Göttern dienen; und dann wird der Zorn des Herrn über euch entbrennen und euch bald vertilgen. Vielmehr sollt ihr so mit ihnen verfahren: Ihre Altäre sollt ihr niederreissen, ihre Gedenksteine zerbrechen, ihre Aschera-Standbilder zerschlagen und ihre Götzenbildnisse mit Feuer verbrennen (5. Mose 7.1-5).“ Das später folgende Ende Israels, nach der Vertreibung der Heiden Jahrhunderte zuvor, war sozusagen vorweggenommen, wenn man bedenkt, dass es die Israeliten schon auf ihrer Wanderung durch die Wüste nicht lassen konnten, sich einen Götzen zu giessen (Goldenes Kalb 2. Mose 32). Sowohl beim Anfang, wie beim vorläufigen Ende des Volkes Israel um 600 v.Chr. ging es Gott darum den Götzendienst der betroffenen Völker zu richten. Der Krieg also als Gericht Gottes?
Was hat Gott den Israeliten vorgelegt, noch bevor sie ins verheissene Land kamen? Fluch oder Segen, je nachdem wie sich das Volk benehmen würde (5. Mose 28). Bei Gehorsam gegen über Gott und seinen weisen Geboten den Segen und bei Ungehorsam eben den Fluch. Zusammengefasst hat Gott Israel Krankheit, Hunger und Krieg verheissen, wenn sie denn seine Wege verlassen würden. Für unsere Betrachtungen hier interessieren vor allem die Ansagen Gottes zum Krieg:
„Der Herr wird dich vor deinen Feinden geschlagen dahingeben; auf einem Weg wirst du gegen sie ausziehen, und auf sieben Wegen wirst du vor ihnen fliehen, und du wirst ein Anblick des Schreckens werden für alle Königreiche auf Erden. Und deine Leichname werden allen Vögeln des Himmels und allen Tieren zur Nahrung dienen, und niemand wird sie verscheuchen (5. Mose 28.25-16).
Deine Söhne und deine Töchter werden einem anderen Volk gegeben werden, und deine Augen müssen es ansehen und den ganzen Tag nach ihnen schmachten, aber deine Hand wird machtlos sein. Die Frucht deines Landes und alles, was du erarbeitet hast, wird ein Volk verzehren, von dem du nichts wusstest; und du wirst nur unterdrückt und misshandelt werden alle Tage; und du wirst wahnsinnig werden von dem, was deine Augen sehen müssen. Der Herr wird dich schlagen mit bösem Geschwür an Knien und Schenkeln, dass du nicht geheilt werden kannst, von deiner Fusssohle bis zum Scheitel. Der Herr wird dich und deinen König, den du über dich setzen wirst, zu einem Volk führen, das du nicht kennst, auch deine Väter nicht, und du wirst dort anderen Göttern dienen, Holz und Steinen. Und du wirst zum Entsetzen werden, zum Sprichwort und zum Gespött unter allen Völkern, zu denen der Herr dich vertreiben wird (5. Mose 28.32-36).
Und alle diese Flüche werden über dich kommen und dich verfolgen und einholen, bis du vertilgt sein wirst, weil du der Stimme des Herrn, deines Gottes, nicht gehorsam gewesen bist, seine Gebote und Satzungen zu befolgen, die er dir geboten hat; und sie werden als Zeichen und Wunder an dir haften und an deinem Samen ewiglich. Dafür, dass du dem Herrn, deinem Gott, nicht gedient hast mit fröhlichem und bereitwilligem Herzen, als du an allem Überfluss hattest, musst du deinen Feinden, die der Herr gegen dich senden wird, dienen in Hunger und Durst, in Blösse und in Mangel an allem; und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis er dich vertilgt hat (5. Mose 28.45-48).
Denn der Herr wird dich unter alle Völker zerstreuen von einem Ende der Erde bis zum anderen; und du wirst dort anderen Göttern dienen, die dir und deinen Vätern unbekannt waren, Göttern aus Holz und Stein. Dazu wirst du unter diesen Heiden keine Ruhe haben und keine Rast finden für deine Fusssohlen; denn der Herr wird dir dort ein bebendes Herz geben, erlöschende Augen und eine verzagende Seele. Dein Leben wird vor dir an einem Faden hängen; Tag und Nacht wirst du dich fürchten und deines Lebens nicht sicher sein (5. Mose 28.64-66).“
Nun denn, deutlicher geht es wohl nicht mehr. Dem Volk Israel war von Anfang an gesagt, wie es für sie enden würde, wenn sie glaubten, sie könnten die Gebote Gottes mit Füssen treten. Die im Buch Mose angedrohten Flüche kamen denn auch ganz der Verheissung über diese Nation. Das Land wurde für seine Gottlosigkeit gerichtet. Wenn man bedenkt, dass derselbe Gott durch den Mund Jeremias auch gesagt hat, er werde Nationen pflanzen oder ausreissen, dann tut man gut daran die angedrohten Flüche oder Gerichte, wie man das auch nennen mag, universal zu betrachten und auf jede Nation anzuwenden. „Und der Herr streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an; und der Herr sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund! Siehe, ich setze dich am heutigen Tag über die Völker und über die Königreiche ein, um auszurotten und niederzureissen, und um zu zerstören und abzubrechen, um zu bauen und zu pflanzen (Jeremia 1.9-10).“ Natürlich war es nicht Jeremia selbst, der pflanzte oder niederriss, er sprach nur über allerlei Nationen aus, was Gott dereinst tun würde.
Es liegt nun also auf der Hand, Gott lässt nicht nur Kriege zu oder autorisiert sie, nein er organsiert sie da und dort sogar. Eine wesentliche Unterscheidung liegt ja eigentlich ohnehin nicht in den verschiedenen Voraussetzungen zum Krieg, denn ob ein Allmächtiger einfach zuschaut oder selbst aktiv wird, macht wohl keinen nennenswerten Unterschied. Das Resultat ist am Ende dasselbe. Irgendwie passt das vermeintlich nicht so gut zum verheissenen Friedefürst Jesus Christus, welcher selbst sagt, er und sein Vater wären eins (Johannes 10.30), generell gleicher Meinung also. Es passt zumindest dann nicht, wenn man die Menschheitsgeschichte nicht als eine sich entwickelnde Heilsgeschichte sehen will. Sieht man es jedoch so, so kann man annehmen wir würden gegenwärtig noch in einer finsteren Zeit mit nur wenig göttlichem Licht leben und es würde mit der Wiederkunft Christi eine bessere Zeit des Lichts und des Friedens kommen. Klar erscheint dem aufmerksamen Betrachter gegenwärtig vor allem eins zu sein, wir handeln uns die Kriege grundsätzlich aufgrund unserer sündigen Natur ein, egal wer hinter dem Vorhang in der für uns unsichtbaren Welt die Strippen zieht. Ob nun der Mensch, Satan oder Gott als Hauptverursacher eines Krieges gelten muss, ist so ziemlich einerlei. Würden wir uns ordentlich benehmen, so hätten wir keine Kriege! Und es sei hier noch angemerkt, die Gebote Gottes sind immer gut, sie dienen einem sinnvollen Miteinander unter uns Menschen. Uns selbst zum Gewinn müssten wir seinen Geboten gehorchen.
Der gerechte Krieg
Abgeleitet vom Gedanken Kriege würden uns ereilen, weil wir uns nicht benehmen könnten, müsste man doch fast annehmen, dass letzten Endes die Kriege uns zu Recht treffen und demnach jeder Krieg im „juristischen“ Sinne ein gerechter Krieg wäre, denn wir haben ihn ja verdient. Verdient als gerechte Strafe für unseren Ungehorsam gegenüber den Geboten Gottes, verdient als gerechtes Gericht Gottes. Die Bibel beschreibt Gott als gerecht. Der Weise würde erkennen, dass der Herr Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden, schreibt Jeremia in Kapitel 9 Vers 23. Wenn also ein gerechter Gott einen Krieg zulässt, autorisiert oder gar selbst organisiert, dann müssten die Betroffenen wohl über ihre Vorgeschichte nachdenken. Hätten sie Gott und seinen Geboten gehorcht, so stünden sie unter seinem Segen und würden wohl nicht in einen Krieg geraten. Freilich heisst es in Schillers Wilhelm Tell; es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt, doch muss ein gerechter Gott dem bösen Nachbar ohne besonderen Grund freies Spiel gewähren? Man könnte hier nun mit der schon erwähnten Hiobsgeschichte antworten und sagen, er könnte, wenn es ihm gerade danach wäre. Doch bei Hiob handelt es sich um eine Einzelperson, welcher übel mitgespielt wurde und nicht um einen Krieg gegen eine Nation. Was in Bezug auf die Hiobsgeschichte hier gerade nichts zur Sache tut, sei hier noch flüchtig erwähnt: Hiob hat am Ende aus der wirklich üblen Geschichte viel gelernt und Gott danach weit besser gekannt als zuvor und seinen Glauben nicht verloren. Sein Elend, vom Satan verursacht, hat Gott für Hiob am Ende in Segen verwandelt.
Zu einem wohl recht abschliessenden Bild bezüglich der Gerechtigkeit eines Krieges kommt man, wenn man die ganze Geschichte Israels studiert. Es würde zu weit führen, diese hier auszubreiten, aber man kann wohl sagen, dass Israel ausnahmslos immer dann vom Krieg getroffen wurde, wenn es wieder eine Zeit des Ungehorsams und der Gottlosigkeit hinter sich hatte. Und oftmals schrie Israel dann jeweils zu seinem Gott und flehte diesen um Hilfe an. Das mag zwar nicht gerade von viel Format zeugen, wenn man in Phasen des Friedens und Wohlstands Gott vergisst und kaum ist man in der Not schreit man nach ihm, doch leider sind wir Menschen, nicht nur die Israeliten, nicht selten so und es kommt tatsächlich recht oft vor, dass der in guten Zeiten verschmähte Gott uns in schlechten Zeiten sogar noch hilft. Freilich tut er dies nicht beliebig oft und daher kam für Israel ja auch die Zeit, wo Gott nicht mehr auf deren Schreien hörte und sie in die Verbannung führte. Wir können uns hierbei die Frage stellen, ob wir es auch so halten wollen oder ob wir vielleicht ein bisschen schlauer sein möchten und schon beginnen wollen nach Gott zu fragen und nach seinen Geboten zu leben bevor unser Land zu Schutt und Asche wird? Wenn man die Geschichte vom Volk Israel studiert, müsste einem sozusagen ein Licht aufgehen und man müsste erkennen, dass es sich nicht auszahlt die Gebote Gottes mit Füssen zu treten und man müsste Gott sogar zu seinen Gerichten gratulieren, denn wenn sie bei Volk und Regierung eine Wirkung zeitigen würden, täte die Nation zu den guten Werten der Bibel zurückkehren und das Gericht hätte zum Guten gewirkt. Genau das wäre die Idee des lieben Gottes, wenn er eine Nation schlägt, dass diese sich nämlich gutbiblischen Gepflogenheiten zuwendet und fortan unter dem Segen Gottes wandelt, ganz ohne Krankheiten, Seuchen, Hunger und Krieg. Freilich kann man auch weiterhin, so wie es diese unsere Welt zu weiten Teilen tut, auf die Gebote Gottes pfeifen, wenn man die Folgen nicht scheut. Nur sollte man sich dann dereinst nicht beklagen, wenn die Gerichte Gottes apokalyptische Ausmasse annehmen, ganz gemäss den apokalyptischen Sünden der Zeit in welcher wir leben. Der Optimist wird nun sagen, wenn die Gerichte Gottes grundsätzlich immer gut sind und zu besseren Verhältnissen führen, so könnten ja auch apokalyptische Gerichte nur gut sein und die darauffolgende Zeitenwende würde ja mutmasslich ins verheissene Friedensreich Christi führen und damit hätte man der Welt mit der Apokalypse einen grossen Gefallen getan. Nur, wer will den Schmerz eines Untergangs einer Weltordnung oder einer Zeitenwende am eigenen Leib erfahren? Wohl die Wenigsten, dürfte man annehmen. Intelligent wäre es, wenn der Mensch die Einsicht entwickeln täte, dass man sich einen grossen Gefallen tut, wenn man sich den Geboten Gottes unterordnet bevor Gott zwecks Korrektur der schlechten Sitten zu wüsten Gerichten schreiten muss. Gemäss den Verheissungen der Bibel in der Offenbarung Jesu Christi wird man von dieser Einsicht leider nicht viel sehen und daher werden die schlimmen Gerichte unweigerlich kommen. Diese sind jedoch ziemlich allgemein formuliert ohne nennenswerten Bezug zu speziellen Nationen. Mit anderen Worten, wir können uns noch überlegen, ob wir zu den Nationen des maximalen Schmerzes gehören wollen oder ob wir aufgrund gelebter Gottesfurcht den Schmerz auf ein Minimum reduzieren möchten? Man möge als Nation weise entscheiden, dürfte hier der interessierte Leser anmerken. So schwer wäre es gar nicht, müsste man annehmen, wenn man die Worte Jesu zur „Last“, welche er uns mit den biblischen Tugenden auferlegt anschaut: „Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht (Matthäus 11.29).“
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Bibelstellen nach Schlachter, neue revidierte Fassung 2000, wo nicht anders vermerkt.
Ralph Pfister - 18. August 2022
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Bibelverse
Passend zum Weltbild dieser Arche
„Bis ich komme, halte an mit Vorlesen, mit Ermahnen, mit Lehren.“
1.Timotheus 4.13
„Denn wenn ich euch auch durch den Brief traurig gemacht habe, so bereue ich es nicht; denn das Gott gemässe Trauern bewirkt eine Busse zum Heil, die man nie zu bereuen hat, das Trauern der Welt aber bewirkt den Tod.“
2.Korinther 7.8 & 10
„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
Johannes 1.14
„Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn gläubig geworden waren: Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!“
Johannes 8.31 & 32
„Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“
Johannes 16.13
Die Bibel
Ermutigung, Trost, Auferbauung
„Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst!“
Josua 1.9
„Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist aber du, dass du dich vor dem sterblichen Menschen fürchtest, vor dem Menschenkind, das wie Gras dahingegeben wird, und dass du den HERRN vergisst, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgespannt und die Erde gegründet hat? Und allezeit, den ganzen Tag, fürchtest du dich vor dem Grimm des Bedrückers, wenn er sich rüstet, um zu verderben. Wo ist denn nun der Grimm des Bedrückers?“
Jesaja 51.12-13
„Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird gerettet werden; denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie der HERR verheißen hat, und bei den Übriggebliebenen, die der HERR beruft.“
Joel 3.5 (H2.32)
„Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern. Er erquickt meine Seele; er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und wenn ich auch wanderte durchs Tal des Todesschattens, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Haus des HERRN immerdar.“
Psalm 23
„Gar keiner wird zuschanden, der auf dich harrt; zuschanden werden, die ohne Ursache treulos handeln.“
Psalm 25.3
„Der HERR ist mein Licht und mein Heil,
vor wem sollte ich mich fürchten?
Der HERR ist meines Lebens Kraft,
vor wem sollte mir grauen?“
Psalm 27.1
„Denn sein Zorn währt einen Augenblick, seine Gnade aber lebenslang; am Abend kehrt das Weinen ein und am Morgen der Jubel.“
Psalm 30.6 (H30.5)
„Ein Wallfahrtslied. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat! Er wird deinen Fuß nicht wanken lassen, und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht. Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten zu deiner rechten Hand, dass dich am Tag die Sonne nicht steche, noch der Mond bei Nacht. Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele; der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit.“
Psalm 121
„Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen? Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht; ich sage euch aber, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den morgigen Tag; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage.“
Matthäus 6.25-34
„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht zum Sieg hinausführt. Und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen.“
Matthäus 12.20-21
„Und ich sage euch: Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.“
Lukas 11.9-10
„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“
Römer 8.28
„Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.“
Philipper 4.13
„Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“
1.Johannes 1.9
Die Bibel
Das Gebet des Herrn - Das Vaterunser
„Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie stellen sich gern in den Synagogen und an den Straßenecken auf und beten, um von den Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten;
Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden. Gib uns heute unser tägliches Brot. Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.
Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“
Matthäus 6.5-15
Die Schriften auf dieser Arche sollen herausfordern, Dinge aus biblischer Sicht ins rechte Licht rücken, Themen auch von ungewohnter Seite beleuchten und vor allem auch vorbereiten auf schwierige Zeiten. Die fetten Jahre sind vorüber, hört man da und dort gerne einmal sagen. Wir können davon ausgehen, die Zeiten werden früher oder später nicht nur magerer oder mager, sondern gar finster. Und genau darauf sollten wir uns Kraft eines starken Glaubens vorbereiten. Die Schriften dieser Arche...
Bekannt ist uns allen, was man landläufig so unter Liebe versteht oder unter diesem Begriff vereint: Freundschaft, Treue, Grossmut, Grosszügigkeit, Barmherzigkeit, Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit und vieles mehr. Da mag jedermann so seine eigenen Schwerpunkte und Vorlieben haben, doch einen gewissen Konsens wird man hier schon finden. Schon etwas herausfordernder wird es, wenn man die vertiefende Beschreibung der Liebe gemäss dem ersten Korinther sich zu Gemüte führt: „Die Liebe ist langmütig und ....
Wir dürfen uns gerne einmal fragen, worin geistliche Exzellenz bestehen könnte oder was einen exzellenten Jünger Christi ausmachen würde? Können wir diese Frage an seinem Charakter, seinem Verhalten oder seiner Tätigkeit klären? Vermutlich müssen wir dies alles einschliessen, was diese Betrachtung durchaus zu einer Herausforderung werden lässt. Was wird von Charakter und Verhalten eines exzellenten Jünger Christi erwartet? Möglichst Jesus sollte er gleichen, sein Vorbild sollte er nachahmen. Jesus ist unser ...
Wovon sollten oder dürfen wir als Jünger Christi in Bezug auf den Gehorsam ausgehen? Von der grossen unendlichen Freiheit, dem Atmen des „weggefallenen“ Gesetzes und der Gnade im Neuen Testament oder müssten wir eher die Strenge und die Gesetzlichkeit des Alten Testamentes zur Richtschnur nehmen in Bezug auf die Frage nach dem Gehorsam gegenüber Gott und seinen Regeln? Oder können wir uns einfach ganz nach unserem Geschmack das Beste aus beiden ....
Der erweckte Christ lebt in einer anderen Dimension als der sogenannt normale Christ. Für letzteren ist ersterer zumeist nur ein Verrückter, welcher vermeintlich fernab irdischer Realitäten in einer frommen Wolke schwebt. Doch leider steht es wohl nicht so gut um die geistliche Wahrnehmung des normalen Christen und er dürfte mit seiner Einschätzung womöglich ganz gründlich falsch liegen. Wir wollen im Folgenden dieser Sache auf den Grund gehen und uns fragen, ob die vermeintlich verrückten Erweckten ...
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