Wenn wir von einer neuen Weltordnung träumen, genügt es wohl nicht nur festzuhalten, was an der gegenwärtigen Ordnung nicht viel taugt. Nein, wir sollten uns auch überlegen, wie eine Ordnung von göttlicher Exzellenz aussehen müsste und wie wir dorthin gelangen könnten? Dabei können wir uns ein kleines Stück weit von der Bibel leiten lassen, doch leider hält sich diese bezüglich einer neuen Ordnung ziemlich bedeckt und überlässt die Details der Phantasie des Betrachters. Dies mag vom Standpunkt menschlicher Neugierde aus, als unbefriedigend betrachtet werden, doch das wird so seine Gründe haben. Vielleicht lässt uns unser Schöpfer sogar beim Errichten einer neuen Ordnung ein bisschen mitreden und daher hat er nicht schon von vornherein alles festgelegt. Heute oder morgen werden wir zu den genauen Hintergründen wohl noch nichts erfahren, doch wir können ja schon einmal den einen oder anderen Paradigmenwechsel andenken, wenn es dann vielleicht auch anders kommt.
Was müsste sich in dieser unserer Welt so alles ändern, um zu einer lange anhaltenden Ordnung des Friedens und der Prosperität zu gelangen? So ziemlich alles, müssen wir befürchten, denn gegenwärtig leben wir am Rande des Abgrundes und bei genauer Betrachtung funktioniert unter Einbezug eines langfristigen Zeithorizontes so ziemlich nichts auf dieser Erde nachhaltig genug, um über einen grösseren Zeitraum hinweg noch bestehen zu können. Man könnte auch sagen, diese Welt müsste, um noch eine Zukunft zu haben, dermassen umgestaltet werden, dass kein Stein auf dem anderen bleiben würde. Solche Vorstellungen überfordern den Menschen zuerst einmal ganz gründlich, doch wenn man das Ziel kennen täte und dieses in kleinen Schritten würde zu erreichen versuchen, wäre die Sache so herausfordernd auch wieder nicht. Wir wollen hier gar nicht allzu sehr ins Detail gehen, denn dies würde viel zu weit führen und daher beschränken wir uns auf den Blick auf das grosse Ganze und hinterlassen ein paar wenige kleine Vorschläge dazu, wie man das eine oder andere Problem angehen könnte und den einen oder anderen Widerspruch oder die eine oder andere Befürchtung mit der notwendigen göttlichen Exzellenz vom Tisch wischen könnte. Nicht ansatzweise umfassend sollen die Betrachtungen hier sein, sondern nur um ein paar wenige Schlaglichter zu gegenwärtig anzupackenden Missständen soll es uns gehen.
Bild: Von einer Ordnung des Untergangs zu einer von göttlicher Exzellenz
Das im Folgenden beschriebene Ende der gegenwärtigen Sitten und Zustände darf man gerne positiv einordnen, denn jedes Ende bringt einen Neuanfang und die Idee hierbei wäre, dass letzterer weit mehr göttliche Exzellenz enthält, als man in der gegenwärtigen Weltordnung finden kann. Irgendwelchen Unsinn zu beenden, kann man bei etwas gutem Willen in jeder Hinsicht nur gutheissen, wenn damit auch gewisse Umstellungsschmerzen verbunden sein mögen. Mit einer Sicht auf eine bessere Zukunft, auf eine Weltordnung von lange andauernder Stabilität und Prosperität kann man durchaus ohne grosse Mühen goldene Kälber schlachten und alte Zöpfe abschneiden.
Die Regierungsform – Das Ende der Demokratie
Über die Schwäche der Demokratie könnte man sich auf allerlei Arten auslassen, doch es soll hier nicht darum gehen, ein Buch dazu zu verfassen, sondern nur darum in einem groben Überblick dem System den Puls zu fühlen. Kann es weise sein, das Volk nach seiner Meinung zu fragen, wo diesem doch zumeist die Sachkenntnis zum Thema fehlt? Wird das Volk überhaupt gefragt oder nicht weit mehr durch Regierung und Medien manipuliert, bis es hoffentlich abstimmt, was die Regierung gerne hätte? Und verfügt die Regierung selbst denn überhaupt über die notwendige Weisheit und, in der Breite, das Fachwissen, das Volk weise zu führen? Müsste man nicht allwissend sein, um komplexe Fragen zu erwägen und die Auswirkung einer Entscheidung bis hin in die ferne Zukunft abschätzen zu können?
Was beobachten wir aktuell in unseren Demokratien? Doch in erster Linie Reformstau und gegenseitige Ausbremserei der verschiedenen politischen Parteien bei nahezu jeder Sachfrage. Eine Demokratie wird kaum je radikale und damit zielführende Entscheidungen treffen, sondern dauernd nur faule, lauwarme Kompromisse in der Mitte der radikalen Ansätze andenken und umsetzen, wenn denn überhaupt einmal etwas umgesetzt wird. Weisheit würde den bestmöglichen Ansatz wählen und nicht den faulen Kompromiss. Und der bestmögliche Ansatz kann nun einmal ganz leicht bei einem Extrem liegen und nicht in der schnöden Mitte. Einmal müssten man dem Standpunkt der extremen Grünen recht geben, ein anderes Mal dem einer Wirtschaftspartei oder auch einmal dem einer sozialen Partei. Die Demokratie wählt jedoch sozusagen keinesfalls je den extremen Standpunkt einer Partei als Lösung, sondern den verwässerten Kompromiss mit welchem sich angeblich alle zufrieden geben können.
Kann man nicht guten Gewissens die Behauptung aufstellen, Demokratie wäre ein Luxusprojekt, welches man sich nur solange leisten könnte, wie zu viel Geld zur Verfügung stehen täte? Wenn es eng und damit schwierig wird, müssen unangenehme Entscheidungen her und diese dürfen erst noch nicht nur einen kurzfristigen Horizont aufweisen. Unsere Finanz-, Umwelt- und Rohstoffprobleme zum Beispiel hätten wir, mit langfristigem Horizont anzugehen, auch wenn uns dies gegenwärtig viel kosten täte.
In Frage stellen müsste man in der Demokratie auch Entscheidungen mit knappen Mehrheiten. Kann es sein, dass 49.9% des Volkes akzeptieren muss, was 50.1% des Volkes gutheisst? Haben solche Entscheidungen nicht viel mehr das Potential den gesellschaftlichen Frieden zu zerstören, als die Nation gut in die Zukunft zu führen? Sobald es um schwerwiegende Entscheidungen geht und aufgrund widriger Umstände die Nation ohnehin schon in grosser Not steckt, müsste man dies durchaus befürchten. Dann wird es kaum so sein, dass die eine Hälfte des Volkes ganz gelassen den Unsinn der anderen Hälfte goutiert.
Und wenn wir von faulen Kompromissen sprechen, sollten wir uns einmal überlegen, warum lauwarme Konsenslösungen tendenziell immer schlecht sind. Vorweg sei erwähnt, dass die Bibel offensichtlich nichts übrig hat für lauwarme Zustände. So heisst es im Sendschreiben des Johannes an die Gemeinde Laodicea in Kleinasien: „Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiss bist. Ach, dass du kalt oder heiss wärst! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiss, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund (Offenbarung 3.15-16).“ Christus hält es also ganz offensichtlich für ungeniessbar, lauwarm zu sein und die Kalten sind ihm gar lieber als die Lauwarmen, wenn er auch noch lieber die warmen Gläubigen sehen würde. Ist nicht die Demokratie generell nur lauwarm und tut nichts warm oder kalt? Zur Veranschaulichung der Ungeniessbarkeit lauwarmen Verhaltens kann man gerne eine Situation aus dem Krieg herbeiziehen. Wenn ein Soldat einer Einheit schwer verwundet wird, würden die „Warmen“, die echten Kameraden, ihn mit allen Mitteln retten wollen und die „Kalten“ täten ihn erschiessen. Man spricht nicht ganz umsonst vom Gnadenschuss, denn dieser erlöst ihn von seinem Leiden und dazu hält er die Truppe nicht weiter auf. Die Lauwarmen lassen ihn liegen, werfen ihm vielleicht noch ein bisschen Nahrung zu und ziehen weiter. Nun wird er sprichwörtlich jämmerlich verrecken oder schlimmer noch, vom Feind gefunden und von diesem allenfalls zwecks Informationsbeschaffung gefoltert. Dabei wird er sich nicht nur wünschen, er wäre schon tot, sondern allenfalls auch mit Freuden sein Wissen dem Feind präsentieren, was der lauwarmen Truppe, welche ihn hat liegen lassen, vielleicht am Ende das Genick brechen wird. Man kann es sich also an dieser Situation ausrechnen, dass lauwarm so in etwa das Dümmste und Unanständigste ist, was man sich vorstellen kann und daher kommt auch die Verachtung der Bibel gegenüber lauwarmen Verhaltensweisen. Wie kommt man nun also auf die Idee die faulen und lauwarmen gutdemokratischen Kompromisse wären eine gute Sache und die Demokratie wäre ein Geschenk Gottes zur sinnvollen Führung eines Landes? Es sei hier nur flüchtig erwähnt, die Bibel spricht nirgends von Demokratie, der Herrschaft des Volkes oder dem Selbstbestimmungsrecht des Bürgers. Auch im angekündigten Friedensreich Christi wird dieser als König regieren und nicht als demokratisch gewählter Präsident.
Es dürfte auf der Hand liegen: Weit kommen wir mit der Demokratie nicht mehr! Eine exzellente Weltordnung braucht eine handlungsfähige Regierungsform von göttlicher Weisheit und nicht Debattierklubs mit verbundenen Augen und gebundenen Händen. Der Toastmaster mag die Demokratie mögen, denn er hat sich zum Ziel gesetzt, eher schlecht vorbereitet eine möglichst brillante Kurzrede zu einem Thema zu halten, von welchem er selbst nicht viel versteht. Die Demokratie stellt ihm dazu seine kleine Bühne und sein kleines Rednerpult zur Verfügung und er schätzt sich glücklich, Teil eines für ihn geradezu genialen Systems zu sein. Doch jeder, der tatsächlich zum Wohle des Volkes, des Landes dieses gestalten möchte, hat die Nase längst voll von diesem System, weil er längst bemerkt hat, sozusagen nichts bewirken zu können. Da schon allerlei andere Machtformen mit ähnlich wenig Erfolg ausprobiert wurden, wäre es wohl angebracht, etwas völlig Neues anzudenken. Wir bräuchten in der Breite einen neuen Geist mit göttlicher Exzellenz auf dieser Erde, wenn wir die Chance haben wollen, eine lange anhaltenden Ordnung des Friedens und der Prosperität zu etablieren. Für viele massiv zu fantastisch, doch dennoch eine Überlegung wert, wäre die Ankündigung der Bibel zur Wiederkunft Christi. Wie wäre es, wenn ein König von göttlicher Sendung mit seinen Untergebenen, den Gläubigen aus der ersten Auferstehung, welche im selben Geist mit ihm verbunden sind, eine neue Weltordnung errichtet? Ob er bei seiner Wiederkunft nur die obersten Schlüsselstellen der Macht mit seinen Leuten besetzen wird oder gleich jegliche Führung auf allen höheren Hierarchiestufen, sei hier offengelassen und ob er die Menschheit noch ein bisschen mitreden lassen wird oder auch nicht, kann uns eigentlich auch einerlei sein, solange das Ganze nur endlich einmal auf Dauer funktioniert. Diese göttliche Führung hätte die geforderte Exzellenz, denn sie wäre geprägt von der Liebe zur Schöpfung und von Allwissenheit zur Klärung jeder aufkommenden Frage. Nur wer allwissend ist, kann komplexe Problem lösen und komplexe Systeme auf Dauer am Laufen halten. Wie weit gegenwärtige Regentschaft vom Status Allwissend entfernt sein dürfte, kann man sich wohl nur zu gut vorstellen. Wer weiss heute schon in der Breite, was für Auswirkungen eine Entscheidung hat und dies nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Zukunft? Wir haben alle so ziemlich keine Ahnung, wohin uns unsere Entscheidungen führen werden und einfach nur zu hoffen, es möge schon irgendwie gut kommen, scheint doch etwas gar blauäugig zu sein. Und leider hat es sich in der ganzen Menschheitsgeschichte schon immer gezeigt, dass früher oder später so ziemlich alles schief geht, was schief gehen kann; eine Folge des Mangels an Intelligenz und Weitsicht des Menschen. Daher können vernünftige Bürger sich nur wünschen, es möge dereinst ein Regent mit göttlicher Weisheit regieren. Einer, der wirklich weiss, was er tut. So etwas wäre für einmal eine nette Abwechslung. Man müsste sich grundsätzlich die Frage stellen, ob es erlaubt sein sollte, dass man über seinesgleichen herrschen darf? Wer herrschen will, muss gegenüber den Beherrschten zu einer überlegenen Spezies gehören und dies in fachlicher und moralischer Hinsicht. Nur eine höhere Instanz kann herrschen. Es leuchtet einem jeden ein, dass Eltern über Kinder „herrschen“ dürfen, denn die Kinder kommen selbst noch nicht klar und brauchen daher Weisung. Nur, wo bitteschön wären denn die Eltern zur Regentschaft über uns Erwachsene? Wir werden von unseresgleichen beherrscht, mit anderen Worten von Menschen mit genauso wenig Ahnung, wie wir sie selbst haben. Und nicht selten ist einer der Knechte sogar weiser als sein Herr! Und wie hätte der liebe Gott das Ganze sich gedacht? Bei der Erschaffung des Menschen sprach Gott: „Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht (1.Mose 1.26)!“ Im Paradies sollte der Mensch also über die Tiere herrschen und nicht über seinesgleichen. Und was hat sich geändert seit dem Sündenfall? Wurde der Mensch weiser oder reifer, ober einfach nur verdorbener? Letzteres war der Fall und damit scheint bewiesen, dass er nach dem Rauswurf aus dem Paradies noch weniger als zuvor dazu taugte, über seinesgleichen zu herrschen. Und was wäre die Lösung oder auch nur Notlösung gewesen? Am Volk Israel wollte Gott zeigen, wie ein Volk regiert sein sollte: Er selbst herrschte über das Volk und einige von ihm auserwählte Menschen vermittelten dem Volk seine Wege und sprachen dem Volk Recht in seinem Sinne. So war es anfangs auch noch mit Mose und danach mit den Richtern, bis die Ältesten Israels eines schönen Tages bei Samuel, dem damaligen Richter, einen König begehrten. Samuel missfiel dies sehr, da sprach Gott zu ihm: „Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir gesagt haben; denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, dass ich nicht König über sie sein soll! Wie sie es immer getan haben, von dem Tag an, als ich sie aus Ägypten heraufgeführt habe, bis zu diesem Tag, indem sie mich verlassen und anderen Göttern gedient haben, genauso tun sie es auch mit dir! So höre nun auf ihre Stimme; doch verwarne sie ausdrücklich und verkündige ihnen das Recht des Königs, der über sie herrschen wird! Und Samuel sagte dem Volk, das einen König von ihm begehrte, alle Worte des HERRN. Und er sprach: Das wird das Recht des Königs sein, der über euch herrschen wird: Eure Söhne wird er nehmen und sie für sich einsetzen, auf seinen Streitwagen und bei seiner Reiterei, und damit sie vor seinem Wagen herlaufen; und um sie sich als Oberste über Tausend und als Oberste über Fünfzig zu bestellen; und damit sie sein Ackerland pflügen und seine Ernte einbringen und damit sie ihm seine Kriegswaffen und seine Wagengeräte anfertigen. Eure Töchter aber wird er nehmen und sie zu Salbenmischerinnen, Köchinnen und Bäckerinnen machen. Auch eure besten Äcker, Weinberge und Ölbäume wird er nehmen und seinen Knechten geben; dazu wird er den Zehnten von eurer Saat und von euren Weinbergen nehmen und ihn seinen Hofbeamten und Knechten geben. Und er wird eure besten Knechte und Mägde und Burschen und eure Esel nehmen und sie für seine Geschäfte verwenden. Er wird den Zehnten eurer Schafe nehmen, und ihr müsst seine Knechte sein. Wenn ihr dann zu jener Zeit schreien werdet über euren König, den ihr euch erwählt habt, so wird euch der HERR zu jener Zeit nicht erhören (1. Samuel 8.7-18)!“
Schön, die Botschaft Gottes in Kurzform war: Euer König wird euch in Kriege führen und euch einiges von eurem Ertrag abpressen damit er seinen opulenten Hofstaat und seine Kriege finanzieren kann. Und Gott sprach zum Volk, dies soll sogar dessen Recht sein, wenn sie denn einen König einsetzen würden! Also nicht unrechtmässig würde der König das Volk auspressen und missbrauchen, sondern sogar mit der Absolution Gottes! Des Königs Rechte waren sozusagen die Strafe am Volk für die Verwerfung Gottes. Das Volk wollte sich nicht warnen lassen, bekam den König und war fortan eine Herde von Sklaven, Knechten und Söldnern im Dienste eines zumeist üblen Zwingherren. Für alle jene welche gerne behaupten, Gott hätte das Königtum gewollt und gesegnet: Hat er das denn wirklich oder hat er dem Volk nicht weit mehr einen Fluch auferlegt? Schaut man den letzten Vers der genannten Bibelstelle an, so liegt es doch auf der Hand, dass Gott im König keinen Segen sah, sondern einen Fluch von welchem er das Volk nicht einmal mehr befreien würde, selbst wenn sie es denn wollten! Es sei für unsereiner in der westlichen, demokratischen Welt noch angemerkt, ob nun König oder Präsident, es kann uns einerlei sein, denn beides ist weit mehr Fluch den Segen. Die einzige, minimale Aussicht auf Rettung für das Volk war und ist die Hoffnung auf einen weisen Regenten, welcher wenigsten nach Gott fragen würde und das Volk entsprechend einigermassen weise regieren täte. Solche Könige, solche Herrscher sind jedoch leider äusserst selten und selbst diese sind gemessen an einem allwissenden Gott der Liebe als Regenten eine sehr schlechte Wahl.
Dass man in einer Demokratie aus verschiedenen Gründen nicht besser dran ist, wurde schon erläutert. Man führe sich dazu auch noch vor Augen, wenn man es denn nicht glauben will, dass demokratische Regierungen in der Gesamtheit wohl nicht selten noch mehr Geld verschleudern als ein König mit seinem Hofstaat und dass auch demokratisch regierte Länder in den Krieg ziehen oder jederzeit ziehen könnten. Aus irgendeinem Grunde haben sie ja alle ihre Armeen aufgebaut und halten sich ihre Söldner, heute etwas freundlicher Soldaten genannt, um dereinst, wenn es denn gerade opportun erscheint, dreinschlagen zu können.
Wollen wir wirklich so weitermachen? Wollen wir von Menschen ohne göttliche Exzellenz, ohne Weisheit und Weitsicht regiert werden oder soll diese Ära zu einem Ende kommen? Die Weisen im Volk votieren ganz klar für das Ende der Regentschaft des Menschen, denn sie haben erkannt, man kann nicht über seinesgleichen herrschen! Daraus eine Aufforderung zur Rebellion, zum Sturz der Regenten abzuleiten, wäre freilich die höchste aller Dummheiten, denn die Rebellen sind wieder nur Menschen und dazu nicht selten welche von noch schlechterem Charakter, als er der gestürzten Kaste eigen war. Wollen wir eine neue Weltordnung, so haben wir die Einführung und Gestaltung derselben unserem Schöpfer zu überlassen. Es bleibt uns demnach nichts anderes übrig, als auf die Wiederkunft Christi zu hoffen oder besser, um diese zu bitten. Möge er dereinst mit seinen, ihn begleitenden, auferstandenen Knechten eine neue, dauerhafte Weltordnung von göttlicher Exzellenz aufrichten, auf dass wir noch auf eine Zukunft hoffen dürfen. Diese Auferstandenen werden Christus gleichgestaltet sein (1. Korinther 15.42-44 / 1. Johannes 3.2) und entsprechend frei von Sünden und menschlichen Schwächen mit ihm zusammen in seinem tausendjährigen Friedensreich regieren (Offenbarung 20.4). Freilich erscheinen solche Visionen einem irdisch gesinnten Bürger als zu fantastisch, um daran glauben zu können und daher wird man sich hier unten auf Erden weiterhin an seinesgleichen halten, obwohl man es als bewiesen betrachten kann, dass es auf Dauer nicht wirklich funktionieren wird. Den Gläubigen im Volk bleibt dabei der Trost, dass Christus dereinst kommen wird, selbst wenn man ihn nicht darum bittet und sich ihm sogar in den Weg stellt. Gott braucht nicht unsere Zustimmung zum Handeln. Von daher kann es der Gläubige gelassen nehmen, wenn kaum jemand an seinen kommenden König glauben will und viele ihn auch gar nicht haben wollen, denn dies wird an seinem Kommen nichts ändern.
Die Finanzen – Das Ende des Kapitalismus
Auch über den Kapitalismus und dessen Schwächen könnte man sich in Buchform auslassen. Doch auch hier soll uns ein sehr kleiner Abriss zu dessen Schwäche genügen (siehe auch Kapitalismus – Fluch oder Segen). Kann ein Finanz- oder Wirtschaftssystem auf Dauer funktionieren, wenn es astronomische Schuldenberge anhäuft? Kann ein Finanzsystem funktionieren, wenn es kaum eine Grundlage zur Bewertung eines Unternehmens hat und die Aktienkurse nicht selten reinen Phantasievorstellungen genügen? Wir müssen davon ausgehen, dass Börsenkurse grossmehrheitlich schon lange in der Breite weit mehr geflügelten Phantasien genügen, denn wirtschaftlichen Realitäten und leider wird die längst überfällige, irgendwann zwangsweise kommende, massive Korrektur nach unten nicht nur die Börsen in Mitleidenschaft ziehen, sondern auch die Realwirtschaft. Vernünftigerweise hätte man schon vor Jahrzehnten am besten begonnen, die Finanzwirtschaft zurechtzustutzen indem man in kleinen Schritten Korrekturen vorgenommen hätte. Man hätte längst hochriskante Kapitalgeschäfte abschaffen müssen, die Börsenwerte nach unten korrigieren sollen und sich Schritt für Schritt aus der Zins- und Schuldenwirtschaft verabschieden müssen. Da mag nun der eine oder andere sich an den Kopf greifen, doch man überlege sich einmal, warum denn der Gott der Bibel den Israeliten verboten hat Zinsen von ihren Brüdern zu verlangen und ihren Schuldnern im Sabbatjahr (jeweils das siebte Jahr gemäss dem jüdischen Kalender) die Schulden zu erlassen? Man müsste doch anerkennen, darin eine gute Methode gefunden zu haben, grosse Schuldenberge zu vermeiden. Wer will einem Unternehmen Millionen oder gar Milliarden leihen, wenn man daran nichts verdienen kann und man im siebenten Jahr gemäss gängigem Kalender ihm die Schuld erlassen muss? Niemand, dürfen wir gerne annehmen und damit wäre das Problem mit den grossen Schuldenbergen aus der Welt geschafft. Man bedenke hierbei, dass wir am Ende ungewollt sowieso im Sabbatjahr landen, wenn die ganze gegenwärtige Ordnung aus den Fugen gerät, das kapitalistische System zusammenbricht und die Schuldner ihre Schulden nicht mehr bedienen. Nur wird es per Absturz auf unkontrollierte Weise weitaus schmerzlicher, als wenn man genug früh korrigiert hätte oder die inzwischen unvorstellbaren Schuldenberge gar nicht erst angehäuft hätte. Leider wird die leicht zu enervierende Psyche des Menschen einen friedlichen und angemessen Verlauf des unvermeidlich kommenden Absturzes nicht erwarten lassen. Man erinnere sich an den Börsencrash von 1929 und den darauffolgenden leidvollen Jahren. Dass das Schuldenproblem so ziemlich alle Protagonisten der gegenwärtigen Weltordnung trifft müsste hier eigentlich gar nicht erst erwähnt werden, doch vielleicht würde es den Schmerz erhöhen und den Willen zu Korrekturen fördern, wenn man in Betracht ziehen täte, dass bei einem grossen globalen Wirtschaftscrash inzwischen aufgrund der globalen Verzahnung aller Teilnehmer keiner mehr da ist, der noch helfen könnte? Die Zukunft wird uns diesbezüglich freilich eines Besseren belehren. Nicht nur die globale Unternehmerschaft hat sich über die Massen verschuldet, sondern auch alle Nationalstaaten und daher müssten man sich fragen, wer denn noch in die Bresche springen könnte beim nächsten grossen Crash? Werden da die Nationalstaaten einfach munter Geld drucken, um mit frei erfundenen Moneten die Wirtschaft stützen zu können? Deutschland hat dies während des zweiten Weltkrieges versucht und am Ende des Dritten Reiches brauchte der Deutsche Bürger einen Wäschekorb voller Banknoten, um sich ein Brot zu kaufen. Freilich kann man nun sagen, damals wäre ja nur ein Land mit exzessivem Gelddrucken beschäftigt gewesen und die anderen rund herum hätten einfach nicht mehr an den Wert der Reichsmark glauben wollen und daher wären sie am Ende so schlecht dagestanden. Man könnte nun die Vermutung anstellen, dass wenn das Finanzgefüge weltweit zusammenbricht man einfach irgendwie wieder bei Null beginnen könne, denn es wären ja alle in etwa ähnlich betroffen. Doch wie schon erwähnt, wird uns da wohl die menschliche Psyche mit ihren Ängsten in den Weg kommen und der Crash wird jede Vernunft und Weitsicht in einem Augenblick in Luft auflösen. Nun, für einen vernünftigen, beherrschten Übergang eines Finanzsystems am Rande des Abgrundes in eins mit einer anhaltenden Zukunft, wird sich der Mensch kaum entscheiden und daher werden uns wohl massive Schmerzen bevorstehen. Und wie müsste es dann weitergehen, wie würde eine Finanzordnung von göttlicher Exzellenz aussehen?
Angedeutet haben wir es schon. Diese würde wegführen von Zins- und Schuldenwirtschaft und generell von jeglicher Art von Kapitalgewinnen. Finanzspekulationen gehören der Vergangenheit an, börsenkotierte Unternehmen gibt es nicht mehr und verschulden tut man sich nur noch in einer Notlage. Finanziert werden Ideen und Projekte indem man zuerst einmal das Geld dazu verdient und nicht indem man sich das Geld auf dem Kapitalmarkt beschafft. Die Zeit der „Ich will alles sofort und ohne dafür zu sparen“- Generation hätte damit ihr Ende gefunden. Notkredite wären zinsfrei und müssten eben nach den ominösen sieben Jahren erlassen werden.
Auch würde man ein Geldsystem brauchen welches wieder irgendeine reale Basis aufweist und gebunden ist an vorhandene Werte. Unsere Währungen haben doch längst keine reale Grundlage mehr nachdem man sich schon vor längerer Zeit weitestgehend vom Goldstandard versabschiedet hat. Währungskurse basieren nur noch auf Phantasie und Glaube und nicht auf irgendwelchen fundamentalen Werten. Derzeit am Schönsten veranschaulichen lässt sich dies wohl an den verschiedenen Kryptowährungen, welche sich fernab jeder Vernunft und Realität Kurshaussen von kaum je gesehenem Ausmass leisten. Da müsste man sich in Zukunft schon wieder etwas handfesteres einfallen lassen. Geld wird in dieser Zukunft auch nicht mehr vom Staat „erfunden“ oder kreiert indem man Staatsanleihen mit geringem oder keinen Wert an Banken verkauft. Womit sind heute eigentlich Staatsanleihen gedeckt? Was ist deren realer Gegenwert? Gemäss einer zutiefst absurden neuen Wirtschaftstheorie (Modern Monetary Theory) sollen Staaten so viel Geld ausgeben können, wie sie eben gerade wollen, indem sie mit Hilfe ihrer wohl schon bald wertlosen Staatanleihen sich bei ihrer Zentralbank Geld verschaffen. Das kann ja wohl nur noch solange gut gehen, bis irgendeiner nicht mehr daran glauben will, dass die Staatsanleihen noch einen Wert hätten. Die menschliche Psyche wird auch hier nicht einen geordneten Ausstieg erwarten lassen, sondern weit eher eines schönen Tages den Abschied von gewissen Papieren in einer Art Massenpanik. Würde man die Aktiven und Passiven unserer Nationalstaaten genau anschauen, so müsste man wohl heute schon nicht wenige dieser Staaten für Bankrott erklären. Legt sich Ottonormalverbraucher eine Hypothek zu, will die Bank als Sicherheit ein Haus als Gegenwert sehen, um dieses im Notfall bei Zahlungsausfall dem eigenen Besitz zuschlagen zu können. Wie sieht das bei Nationalstaaten aus? Was soll uns als Gegenwert zu den Staatsanleihen dienen, um glauben zu können, dass diese überhaupt noch etwas Wert sind? Vernünftig wäre es wohl, auch von einem Staat eine gesunde Bilanz zu erwarten und dann gilt: Es gibt kein Geld, wenn kein Gegenwert vorhanden ist und nur die vage Hoffnung besteht, dass das Volk irgendwann über die Steuern den Schuldenberg des Staates wieder abbezahlen wird. Von dieser hehren Vorstellung kann man sich heute bei vielen Staaten, auch in der westlichen Welt, wohl längstens verabschieden. Es gibt ja kaum noch Nationen welche sich ernsthaft mit einem Schuldenabbau beschäftigen und nach einer gesunden Staatsbilanz streben. Faktisch müsste man bei genauer Betrachtung der gegenwärtigen Zustände unsere ganze Weltordnung wohl bereits heute schon für Bankrott erklären. Womöglich gelingt es jedoch noch, diesen mit „viel Geschick“ ein Stückweit zu kaschieren und noch ein bisschen in die Zukunft zu verschieben. Nun denn, möge der schon in Sichtweite liegende Bankrott dazu anregen, über eine neue, kommende Ordnung mit göttlicher Exzellenz nachzudenken. Schöner wären Korrekturen bevor ein System zusammenbricht, doch dies hat die Menschheit seit jeher nicht hingekriegt und daher ging bis heute auch jede Weltordnung vor die Hunde. Das muss freilich nicht allzu sehr stören, wenn man einen Plan über das Ende hinaus hat. Wenn man daran glauben kann, dass dereinst ein Abgesandter Gottes mit göttlicher Exzellenz die Welt neu ordnen wird, kann man den kommenden Zusammenbruch doch recht gelassen nehmen.
Die Märkte, die Wirtschaft – Das Ende der Globalisierung
Wohl hat kaum jemand mit Weitsicht je daran geglaubt, dass die sogenannte Globalisierung der Wirtschaft uns weiterbringen könnte. Dieser fehlgeleitete Plan entsprang den Kurzsichtigen der neunziger Jahre, welche glaubten durch das kapitalistische missionieren in den grössten Ländern in Fernost, könnte sich die westliche Wirtschaft auf Dauer über die Runden retten. Den Klar- oder Weitsichtigen war damals schon klar, dass wir uns höchstens eine Verschnaufpause verschaffen könnten und in der Folge unangenehme Konkurrenten, wenn denn der Plan überhaupt greifen täte. Er hat gegriffen und inzwischen schaufeln uns die Nationen aus Fernost, mit unserer Erlaubnis und unserer Einladung, mit ihren zu Tiefstlöhnen produzierten Waren seit rund drei Jahrzehnten das Grab. Man wird nun sagen, wir wären ja noch lange nicht alle arbeitslos und daher wären solche Aussagen reine Panikmache. Nun, bei einem schleichenden Prozess oder einem Sterben in Raten, mag der Untergang nicht einem jeden so offenkundig erscheinen, doch irgendwann werden wir ihm wohl alle in die Augen schauen. Die westliche Welt hat massiv an Industriekapazitäten verloren und versucht sich, durch zu hangeln mit immer breiterem Freizeitangebot, mehr Bürokratie und dem Ausbau von Wissenschaft und Forschung. Letzteres soll erreicht werden durch stetige Steigerung des Anteils der Akademiker im Land. Durch Verlagerung der Arbeitskräfte in andere Wirtschaftssegmente soll die drohende Massenarbeitslosigkeit abgefedert werden. Das Resultat, zugegeben hier etwas verkürzt dargestellt: Wir haben im Westen immer weniger gute Handwerker und immer mehr schlechte Akademiker. Und diese schlechten Akademiker erhalten zusehend Konkurrenz aus Fernost, denn zum Beispiel auch der chinesische Mittelstand will seine Kinder nicht mehr in ihren Fabriken arbeiten sehen und fördert entsprechend die akademische Ausbildung ihrer Zöglinge, um dereinst unseren gebildeten Elite das Wasser abzugraben. Das grösste Problem hierbei wäre wohl, dass die Löhne in Fernost nicht ansatzweise schnell genug steigen, um sich unseren anzugleichen. Mit anderen Worten, wir werden früher oder später ausgehungert, es sei denn man würde sich dazu aufraffen, Gegensteuer zu geben. Doch dies scheitert am politischen und wirtschaftlichen Willen und könnte zugegebenermassen auch im Krieg enden, wenn sich die Billigproduzenten nicht zurückbinden lassen. Wer lässt schon freiwillig seine Felle davon schwimmen?
Befinden wir uns heute in Europa am Ende eines neurömischen Reiches? Die alten Römer hatten nicht nur ein grosses Reich geschaffen, sondern auch einen florierenden, grossen Wirtschaftsraum, welcher bekanntlich in erheblichem Masse in sich zusammen fiel nach dem Untergang des Reiches. Die kulturellen und wirtschaftlichen Errungenschaften fielen in sich zusammen und im damaligen Europa wandte man sich wieder mehr lokaler Wirtschaft zu. Diesmal müssten man bezüglich der Wirtschaft sich beim Gedanken an ein römisches Reich die ganze Welt vorstellen und sich fragen, ob es nicht sehr wünschenswert wäre, wenn man nicht zumindest den Handel über die Kontinentalgrenzen hinweg beenden täte? Was haben wir denn durch den globalen Handel gewonnen? Jeder Hersteller einer Ware hat dank der Globalisierung zu den bisherigen Konkurrenten noch einige dazu gewonnen und dazu welche, die ihn im Preis jederzeit massiv unterbieten können. Sinnvollerweise würde man innerhalb von Wirtschaftsräumen mit ähnlichen Lohnniveaus Handel treiben und sich nicht mit jenen messen, welche sich zu einem Bruchteil unserer Lebenshaltungskosten durch das Leben bringen können.
Ein anderer, gerne gehörter, Lösungsansatz findet man in der Vorstellung der Etablierung einer Weltregierung und einer Weltwährung zur Nivellierung der Einkommensunterschiede und Regelung des wirtschaftlichen Miteinanders. Doch welchen Erfolg kann man von so solch hochtrabenden Plänen erwarten, wenn man die gegenwärtige Ratlosigkeit der Eliten im kleinen Rahmen anschaut? Menschgemacht kann ein solcher Ansatz keinesfalls sein, denn wer nicht allwissend und damit allmächtig ist, kann die Geschicke einer komplexen Welt nicht führen. Das alte römische Reich umspannte bei weitem nicht die ganze Welt und fand keinen Weg, auf Dauer zu überleben. Wie also sollte ein noch weitaus grösseres Reich überleben können? Mal abgesehen davon, dass sich die Protagonisten dieser Welt kaum je auf einen breiten gemeinsamen Nenner einigen könnten.
Wenn wir den Verheissungen der Bibel etwas abgewinnen wollen, können wir freilich mit der Wiederkunft Christi auf einen allwissenden Herrscher hoffen, dem es gelingen wird die Welt im Frieden zu vereinen, doch an eine globale Wirtschaft muss dabei nicht unbedingt gedacht werden. Es könnte gut so kommen, dass göttliche Weisheit darin keinen tieferen Sinn erkennen kann und wir den Weg zurück zu lokalen Märkten mit vergleichbaren Rahmenbedingungen gehen werden. Dies würde so nebenbei bemerkt auch das umweltschädigende, unselige Herumschippern der Waren um die ganze Welt beenden.
Die Werbung – Das Ende von Verführung, Betrug und Ineffizienz
Einen weiteren Seitenhieb an die Adresse der Globalisierer könnte man absetzen, wenn man die Werbeindustrie sich zur Brust nimmt. Freilich entstehen durch globale Schlachten um Marktanteile auch einige Arbeitsplätze im Bereich Marketing und Logistik, doch beides geht wohl ein Stück weit zu Lasten der Qualität der Produkte. Wenn man einiges an Geld aufwerfen muss, um sich mit einem Produkt mit Hilfe des Marketings gegenüber dutzenden von Konkurrenten durchsetzen zu können, so fehlt dieses Geld letzten Endes bei der Produktentwicklung und der Herstellung der Produkte. Dies mag vielleicht gemessen am, in vielen Fällen weit grösseren, Problem der hohen Lohnunterschiede verschiedener Wirtschaftsregionen noch das kleinste Problem sein, doch so ganz vernachlässigen kann man es dennoch nicht. Der globale Wettbewerb beschert uns viel Auswahl aber aufgrund teils hoher Marketingkosten nicht selten auch Produkte schlechterer Qualität.
Doch zuerst einmal wollen wir uns dem psychologischen Aspekt der Werbung widmen und nicht den Kosten. Worin liegt der höchste Zweck der Werbeindustrie? Wohl in der Verführung der Massen, sich jeden erdenklichen und zumeist noch nicht einmal besonders nützlichen Tand anzuschaffen. Und wäre der Tand auch noch nützlich, brauchen wir ihn den zehnfach oder jedes Jahr von neuem? Wie viele Paar Schuhe oder Hosen sind genug und wie oft müssen wir unser Mobiltelefon erneuern? Kann es sein, dass in einem Volk mit gut 8.5 Millionen Einwohnern jährlich knapp über 3 Millionen Mobiltelefone verkauft werden müssen? In der Schweiz eine, man müsste sagen bittere, Realität und nicht nur die phantastische Hoffnung der Werbeindustrie. Nicht nur viel Geld kosten tut uns die Verführung durch die Werbung, sie führt psychologisch betrachtet auch zu einer steten Unzufriedenheit, welche uns nicht guttut und sie sorgt dafür, dass teils in geradezu ungeheuerlichem Ausmass Ressourcen verschleudert werden. Im Weiteren bescheren wir uns mit all den „interessanten“ käuflichen Geräten (Mobiltelefone, Spiel- und Sportgeräte, Game Konsolen, Fernseher etc) auch viel Ablenkung, welche uns gerne einmal daran hindert, für an und für sich wichtigere Dinge im Leben Zeit zu haben. Eltern haben in ihrer ohnehin schon spärlichen Freizeit kaum noch Zeit für ihre Kinder, Ehepartner widmen sich lieber ihrem Hobby als dem geheirateten Gegenüber und schon gar nicht bleibt noch Zeit für einen Nächsten ausserhalb der Familie. Wir leben in einer individualisierten Gesellschaft, wo man sich oftmals lieber mit dem käuflichen Tand als mit dem Mitmenschen beschäftigt.
Wir wissen wohl auch alle, wie wenig Wahrheit Werbung häufig enthält. Vielleicht gewöhnt man sich mit der Zeit ja ein Stückweit an überhöhte oder auch ganz dreist verlogene Werbebotschaften, doch könnten diese nicht allenfalls unser psychisches Wohlbefinden schädigen? Werden wir wirklich so gerne belogen? Da wird Putzmittel angeboten mit Hilfe dessen man angeblich den Schmutz nach Auftrag des Putzmittels nur noch mit einer leichten Handbewegung wegwischen kann, irgendwelche Trainingsgeräte lassen uns sozusagen über Nacht die überflüssigen Pfunde verlieren und irgendwelche Muntermacher, Aufputschmittel und medizinische Nahrungsmittel bis hin zu Haarwuchsmitteln oder Hautcremen verheissen uns gute Gesundheit und gutes Aussehen. Rein technisch werden wir schon recht oft auf das Übelste belogen und betrogen und nicht besser sieht es aus, wir haben es schon erwähnt, bei den versprochenen Glücksgefühlen, welche uns durch den Besitz und die Anwendung der materiellen Dinge überkommen sollen. Diese halten häufig nämlich nicht gerade lange an. Wollen wir das denn alles?
Dazu werden wir zumeist ja auch noch grossmehrheitlich mit Werbebotschaften bombardiert, welche uns aus allerlei Gründen überhaupt nicht ins Konzept passen. Es ist die falsche Zeit, das falsche Produkt oder ganz einfach die Machart der Werbung, welche uns nicht passt.
Ein weiterer, mindestens genauso schmerzhafter, Nebeneffekt der Werbung finden wir in deren Kosten. Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass Werbung geschätzt zu 99% ins Leere läuft, also mit gigantischen Streuverlusten arbeitet. Übertreiben wir, wenn wir Werbung als ein schwarzes Loch bezeichnen, welches förmlich unser Geld verschlingt? Es gibt Produkte deren Herstellungspreis bei zehn Prozent des Verkaufspreises liegt und die anderen neunzig Prozent gehen drauf für Handel und Werbung. Der Werbeanteil kann je nach Produkt natürlich sehr unterschiedlich ausfallen, doch er kann schnell einmal ganz erheblich sein. Und was soll uns dabei stören? Zum Beispiel dass wir im schlimmsten Fall zu einem bestimmten Preis ein „Billiggerät“ kaufen und das schwarze Loch, die Werbung nämlich, recht viel Geld verschlingt, welches man besser in die Entwicklung und bessere oder nachhaltigere Herstellung des Produktes investiert hätte. Man kann doch fast guten Gewissen behaupten, die Werbeindustrie wäre nur unerwünschter wirtschaftlicher Overhead, eine Maschinerie der Ineffizienz.
Und wer würde, psychologisch betrachtet, Werbung nicht gerne nur noch als nervtötend und unnötig bezeichnen? Der längst herrschende werbetechnische Overkill führt zwar zusehends zum Verlust der Wirksamkeit dieses Mittels, was ein Stückweit eine begrüssenswerte Reduktion der Verführung zur Folge hat, doch leider bis dato den Overkill nicht beendet, sondern nur noch verschlimmert.
Wie könnte man diesem Overkill entfliehen, was wäre die Lösung? Ganz einfach: Eine Weltordnung von göttlicher Exzellenz schafft die Werbeindustrie weitestgehend ab und investiert die dort frei werdenden Ressourcen (Arbeitskraft und Finanzen) in bessere und nachhaltigere Produkte oder Dienstleistungen und hört auf, die Menschen mit nervtötenden und nicht selten verlogenen „Frohbotschaften“ und „Glücksverheissungen“ zu bombardieren. In einer exzellenten Welt mit lokalen Märkten hätte man auch nicht mehr ein überbordendes Angebot vieler Hersteller und müsste sich daher auch nicht mehr mit allen Mitteln um Marktanteile prügeln. Die Produkte oder Dienstleistungen würden sich wieder mehr durch Mund zu Mund Propaganda verkaufen und damit würde die Werbeindustrie in erheblichem Masse überflüssig.
Die Ressourcen – Des Ende der Verschwendung
Wohl so ziemlich jedermann dürfte wissen oder auch erst ahnen, uns werden früher oder später alle nichterneuerbaren Rohstoffe ausgehen. Ob es sich nun um fossile Brennstoffe handelt oder um Rohstoffe, wie Eisenerz, Bauxit, Magnesium, Graphit, Kobalt, Platin, seltene Erden bis hin zu profanem Kies oder Sand. Der eine oder andere Rohstoff mag noch nicht so schnell ausgehen und mittels immer aufwendigeren und nicht selten auch noch umweltschädigenderen Förderverfahren noch länger hinhalten oder mit Hilfe von Recycling eine Lebensverlängerung erfahren, doch irgendwann werden wir dereinst sicherlich auf dem Trockenen sitzen.
Man sollte sich einmal vor Augen führen, dass ungefähr zu Beginn der Industrialisierung um 1800 herum erst eine Milliarde Menschen auf Erden lebten und diese notabene recht nachhaltig gewirtschaftet haben. Sie haben nicht nur aufgrund der noch nicht einmal begonnen Industrialisierung kaum Rohstoffe verbraucht, sondern diese absichtlich oder auch nur der Not gehorchend deutlich nachhaltiger eingesetzt. Geräte des täglichen Gebrauchs (Möbel, Werkzeuge, Geschirr etc.) wurde oftmals so hergestellt, dass sie Generationen überdauerten. Einen Schrank von 1800 könnte man durchaus heute noch gebrauchen und genauso ein Werkzeug von damals, wenn dieses auch unseren Präzisionsansprüchen nicht mehr so recht genügen könnte. Ganz anders heute, wo 7.8 Milliarden auf Erden leben und ein ganz erheblicher Teil davon Geräte schon nach kürzester Gebrauchszeit wegwirft. Teils aus reiner Langeweile, weil einfach wieder etwas Neues her muss, teils unfreiwillig, weil ein Gerät doch arg frühzeitig den Geist aufgibt und eine Reparatur fast teurer käme als ein Neues. Das Problem hierbei: Wir sind nicht mehr eine Milliarde Menschen, sondern deren 7.8. Mit anderen Worten; heute wo noch viel mehr Menschen auf Erden leben als vor der Industrialisierung, verschwenden wir unsere Ressourcen weit mehr als davor. Dabei müssten wir gerade heute viel nachhaltiger wirtschaften.
Nun, es wäre eigentlich ganz einfach, wir müssten die Dinge wieder für die „Ewigkeit“ bauen und so herstellen, dass sie jederzeit kostengünstig durch den Austausch von Modulen oder Einzelteilen repariert oder auch auf den neusten Stand gebracht werden könnten. Die Geräte würden dadurch wohl erheblich teurer und man könnte sich nicht mehr jeden erdenklichen Unsinn leisten. Viel mehr könnte dabei jedoch nicht schief gehen. Auch müsste man wieder vermehrt auf erneuerbare Rohstoffe setzen und zum Beispiel beim Bau von Häusern wieder vermehrt Holz einsetzen. Freilich müsste uns dazu noch etwas einfallen, um total abgebrannte Städte, wie man sie gelegentlich im Mittelalter hatte, zu verhindern. Bei geschickter Bauweise und teilweisem Einsatz von Beton und Mauerwerkt, dürfte dies, eine nicht allzu schwer zu lösende Aufgabe sein. Plastikflaschen würden verschwinden und durch Glasflaschen mit Rückgabepfand ersetzt, Verpackungen würden möglichst generell wiederverwendbar und Wegwerfartikel wie zum Beispiel Einweggeschirr gäbe es gar nicht mehr.
Der eine oder andere wird nun monieren, das wäre ja der Rückfall ins Mittelalter. Na und? Warum nicht ein Stück weit zurück zur Natur und dafür als Menschheit noch etwas länger leben? Das Leben endet nicht mit unserer oder der nächsten Generation. Allenfalls gäbe es auch Menschen, welche in 500 Jahren noch leben möchten oder müssten und bei der gegenwärtigen Verschwendung unsere Ressourcen werden sie dies nur noch schwerlich tun. Zumindest nicht so, wie wir heute leben und sicherlich nicht bei der gegenwärtigen Anzahl. Ohne konkrete und einschneidende Massnahmen werden wir, als gesamte Menschheit, am Ende der Ressourcen mit Sicherheit sowieso im tiefsten Mittelalter enden und dies nicht nur ein Stück weit, sondern vollumfänglich. Nach dem Zusammenbruch des doch in zivilisatorischer Hinsicht einigermassen kultivierten römischen Reiches gingen wir schon einmal den Weg ins finstere Mittelalter und diesen Weg gehen wir fast zwangsläufig wieder, wenn wir nicht korrigieren. Daher wäre längst göttliche Intelligenz oder Weisheit gefragt, um die Ressourcenprobleme nachhaltig zu lösen. Bei der Energieproduktion haben wir wenigstens schon die einen oder andere Idee (Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie), die ganze Geschichte nachhaltiger zu gestalten, wobei bei genauer Betrachtung auch dort noch einiges klemmt, doch bei den Rohstoffen zur Produktion unserer täglichen Gebrauchsgegenstände, müsste uns wohl zuerst noch einiges einfallen. Es mag zwar sein, dass man dazu durchaus noch Jahrzehnte Zeit hätte, doch leider beginnt der Mensch zumeist erst mit dem Nachdenken über Korrekturen, wenn es schon zu spät ist. Zumeist kommen ihm die Ängste der Gegenwart in die Quere und hindern ihn daran, weitsichtig zu planen. Man denkt lieber in Quartalsabschlüssen als in Dekaden. Verhindern könnte man solche Denkweise mit Weitsicht und Gottvertrauen oder mit Hilfe der Steuerung durch eine höhere Macht. Dieser müsste man dann eben gehorchen, wenn es einem aktuell auch gerade nicht ins Konzept passen täte.
Die Mobilität – Das Ende der Massenverschiebungen
Muss es denn sein, dass Waren und Personen sich ständig in Bewegung befinden und sich sozusagen dauernd um den ganzen Planeten bewegen? Und hierbei muss man nicht nur an die Weltreisen von Waren und Menschen denken, da kann man gerne auch ganz klein denken und sich fragen, ob wir uns denn Arbeitswege von dutzenden oder gar hunderten von Kilometern langfristig noch leisten können? Und da wollen wir gar nicht hören, die Elektromobilität würde zumindest das Umwelt- und Ressourcenproblem diesbezüglich lösen, denn erstens stimmt dies nicht und zweitens geht es bei der Mobilität nicht nur um die Ressourcen. So nebenbei sei hier angemerkt, auch Batterien sind nicht wirklich erneuerbar, denn sie wachsen nicht auf Bäumen und deren Aufladung kriegen wir auch nicht gratis. Zum Ressourcenproblem kommen die oft verteufelten Staus in unseren westlichen Industrienationen, welche uns viel nutzlos vertane Zeit bescheren. Und ob man sich an zugeparkten Städten erfreuen müsste können, wäre eine weitere offene Frage. Die Lösung würde eigentlich auf der Hand liegen: Es ginge auch hier mit viel kürzeren Arbeitswegen ein Stückweit zurück ins Mittelalter. Es gab einmal Zeiten, wo wir mehr oder weniger im Dorf, wo wir wohnten auch arbeiteten. Natürlich zieht nicht jeder Angestellt gerne wegen jedem, allenfalls ziemlich unsicheren, Job um und daher wäre eine weitaus stabilere Arbeitswelt Voraussetzung für kurze Arbeitswege. Diese wären dann für manch einen Bürger, per Fahrrad oder gar zu Fuss zu bewältigen. Und wer doch reisen muss, könnte dies mit selbstfahrenden Fahrzeugen tun, welche stetig zirkulieren und mehr als einen Fahrgast mitnehmen. Dies würde den Staus auf den Strassen entgegenwirken und die Städte würden nicht mehr mit Privatautos zugeparkt. Das Umsteigen, wie in unseren öffentlichen Verkehrsmitteln üblich, würde auch entfallen. Das wäre wohl noch nicht so nachhaltig, wie die Kutsche mit Pferdegespann im Mittelalter, doch zumindest schon einmal ein Schritt in eine deutlich nachhaltigere Zukunft.
Den Warentransport über möglichst grosse Distanzen könnte man durch eine Rückbesinnung auf lokalere Märkte, als wir sie gegenwärtig pflegen, zurechtstutzen. Man würde zum Beispiel nicht mehr Tomaten aus welchen dereinst Tomatenpure werden sollte für jeden Arbeitsschritt jeweils quer durch ganz Europa fahren. Ob das Pure am Schluss wirklich nennenswert teurer wäre, könnte man sich hierbei durchaus fragen? Der möglichst tiefe Endverkaufspreis wird ja bei solchen Eskapaden gerne als Rechtfertigung angeführt. Nicht berücksichtigt bleiben hierbei natürlich gerne die Kollateralschäden (Ressourcen, Umwelt). Man hat, wenn man diese Welt studiert, manchmal so seine Zweifel an der gegenwärtig herrschenden politischen und unternehmerischen Intelligenz. Weiter würde man auch darauf verzichten, Waren aus allen Herren Ländern anzubieten, nur um eine geradezu erdrückende Auswahl zu erhalten. Hier würde einiges an Verzicht durchaus guttun.
Ob man diese Welt möglichst exzessiv bereisen müsste, wäre eine andere zu klärende Frage? Wozu eigentlich, wenn man auf Bild und Film schon alles gesehen hat? Auch da gab es einmal Zeiten, wo der Bürger mit einem Urlaub in relativer Nähe zu seinem Wohnort zufrieden war. Erhöhen Reisen in alle Welt unsere Zufriedenheit oder erweitern sie unseren Horizont? Wenn sie wenigsten bewirken würden, dass endlich brennende Probleme auf dieser Welt angegangen würden. Doch weit gefehlt, man schaut sich das Elend in anderen Ländern an und befindet es für reichlich schlimm, aber ändern tut man daran gar nichts. Wie wäre es, wenn nur noch diejenigen die Welt bereisen täten, welche auch konkret etwas zu einer Verbesserung der Zustände auf diesem Planeten beitragen wollen? Alle anderen können doch ihren Urlaub gerne mit kürzeren Wegen planen. Auch lange Geschäftsreisen müssen wohl kaum im derzeit gepflegten Ausmass stattfinden. Vor allem wenn man wieder über lokale Märkte nachdenken täte, würden diese in hohem Masse überflüssig. Man kann unschwer erkennen, dass man auch in Bezug auf die Mobilität umdenken könnte oder müsste und dem Planeten mit diesem Umdenken einen Gefallen erweisen täte.
Die Umwelt – Das Ende der Zerstörung unseres Lebensraumes
Angedeutet wurde es schon im Zusammenhang mit den Ressourcen und der Mobilität, wir hätten die eine oder andere Möglichkeit, unseren Lebensraum nachhaltiger zu nutzen. Dass wir ihn nicht nur nachhaltiger nutzen müssten, sondern offenkundig auch endlich aufhören müssten ihn zu verschmutzen und damit zu zerstören, liegt wohl auf der Hand. Freilich hängt das Eine mit dem Anderen zusammen. Selbst bei deutlich nachhaltigerer Nutzung der Ressourcen dürften wir wohl kaum an den Punkt gelangen, wo wir keine Abfälle mehr produzieren. Doch vielleicht fällt uns dereinst sogar eine nützliche Verwendung für Abfälle ein, statt sie auf Müllhalden zu stapeln oder ins Meer zu werfen. Den Dreck in unseren Meeren müssten wir sogar weit eher wieder einsammeln gehen, soweit überhaupt möglich, denn noch mehr hineinzuwerfen. Dass uns fossile Brennstoffe nicht nur ausgehen werden, sondern auch noch unserer Luft verschmutzen, wissen wir und freilich stellt sich die Frage, ob unsere Umwelt überhaupt noch zu retten wäre, denn beim bereits angerichteten Schaden, müsste diese sich sozusagen von allein regenerieren. Luft, Meere und Böden sind verschmutzt und wir haben nicht nur den Willen und die Ressourcen nicht, um dagegen anzugehen, sondern teils noch nicht einmal die Fähigkeiten dazu. Menschlich gesehen ist dies vielleicht irgendwann einmal aussichtslos, doch wenn man an einen allmächtigen Schöpfer glaubt, kann man sich auch vorstellen, dass dieser noch eine Lösung hätte, wenn man ihn denn machen liesse.
Das gerne immer wieder einmal angesprochene Artensterben bei den Tieren auf dieser Welt muss auch nicht so ganz ohne Folgen für uns sein. Wenn es zum Beispiel allenfalls fast keine Insekten mehr gibt, welche unsere Pflanzen bestäuben, würde sich dies nicht gerade vorteilhaft auf unsere Vegetation auswirken. Es mag sein, dass man als Mensch noch nicht unbedingt stirbt, wenn man die Meere leer fischt oder durch Vernichtung des Lebensraumes die Tiere im Urwald zum Aussterben bringt, doch in gewissen Fällen könnte das Aussterben einer Art schon recht tiefgreifende Folgen haben.
Luftverschmutzung, Klimawandel, Abholzung der Wälder, Artensterben, Bodenerosion und Überbevölkerung werden da und dort gerne als die grössten Probleme für unsere Umwelt genannt. Daran etwas zu ändern, scheint derzeit jedoch recht aussichtslos zu sein. Wenn wir uns den ökologischen Fussabdruck einiger Länder anschauen, wird auch schnell klar warum. Würden alle Leben wie in den USA würde es fünf Erden brauchen oder knapp drei Erden, wenn alle leben täten wie in Europa und erschreckenderweise leben sogar die 1.4 Milliarden Chinesen inzwischen so, dass wir über zwei Erden brauchen täten, wenn wir alle wie die Chinesen leben würden. Hier scheint guter Rat teuer, denn in keiner der genannten Gegenden wird man freiwillig den offenbar zu verschwenderischen Lebensstil einschränken wollen. Da bräuchte es sowohl göttliche Exzellenz zur Entwicklung neuer Ideen, wie auch politische Steuerungsmechanismen, welche wirklich greifen. Weder das Eine noch das Andere steht uns gegenwärtig zur Verfügung. Man kann daher vorerst nur einmal anmerken, wir müssten uns wohl oder übel wieder ein Stückweit an ein einfacheres, naturverbundeneres Leben gewöhnen müssen. Damit dieses bei bald 8 Milliarden Erdenbewohner überhaupt funktionieren könnte, beispielsweise nur schon bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln, würde es ziemlich sicher die eine oder andere göttliche Erleuchtung brauchen. Wir können zwar vermutlich davon ausgehen, unsere Umwelt wird noch nicht so schnell „Zusammenbrechen“, wie einige befürchten, doch eine Steilvorlage zum Nichtstun kann diese Vermutung, dann auch wieder nicht sein. Es ginge grundsätzlich darum diese Welt mit göttlicher Weisheit neu zu ordnen, wenn die Menschheit in einigen hundert Jahren noch leben sollte. Da der Mensch dazu die Gabe ganz offensichtlich nicht besitzt, weil ihm Weitsicht und Mut dazu fehlen, können wir nur auf das Eingreifen des Schöpfers des Universums hoffen, wenn wir nicht dereinst weitestgehend aussterben wollen. Das Motto einiger Protagonisten auf Erden lautet bekanntlich, es wäre noch immer irgendwie weitergegangen und es würde sich früher oder später alles ganz von alleine regeln. Freilich tut es das, doch irgendwann einmal zu einem sehr hohen Preis. Wenn uns lebensnotwendige Ressourcen ausgehen und die Umwelt in irgendeiner Form zusammenbricht, wird wohl zuerst einmal ein Grossteil der Menschheit wegsterben und erst danach wird sich für die wenigen Überlebenden ein neues Gleichgewicht einstellen. Wenn diese Perspektive die Erwünschte sein sollte, so brauchen wir freilich gar nichts zu machen und den lieben Gott brauchen wir dann auch nicht, um uns den Hintern zu retten, die Welt neu zu ordnen und sie nachhaltiger zu gestalten. Ob man sich eine Neuordnung mittels des grösstmöglichen Schadens wünschen sollte, wäre indes noch zu überlegen.
Die Nahrungsproduktion – Das Ende von Gottwahn und Hunger
Es mag wohl sein, dass mit der Bevölkerungsexplosion seit dem Beginn der Industrialisierung um 1800 auch die Nahrungsmittelproduktion gesteigert werden musste. Ob man dazu jedoch die Natur, die freie Wildnis zerstören muss oder dem Schöpfer mittels Gentechnologie Nachhilfeunterricht erteilen müsste, wäre eine wohl offene Frage? Es mag zwar sein, dass man kurzfristig besser genährt wird, wenn man den Urwald in Palmölplantagen verwandelt, doch womöglich werden die klimatischen Folgen doch erheblicher sein, als gerne vermutet und einige Generationen später werden die Menschen, die Folgen davon zu tragen haben. Es mag auch sein, dass man über einige Zeit hinweg Mittels Chemie und Gentechnologie ein Maximum an Ertrag aus den Böden quetschen kann, bis sie dereinst nicht mehr viel oder gar nichts mehr hergeben. Die Bibel empfiehlt interessanterweise die Äcker im Sabbatjahr, das heisst im jeweils siebten Jahr, nicht zu bepflanzen damit sie sich erholen können. Dies hat man auch schon so gehalten in früheren Zeiten. Man hat nebst Fruchtwechsel zur Schonung der Böden diese auch alle paar Jahre brachliegen lassen. Die Weisung im Alten Testament an die Israeliten war kaum nur eine Schnapsidee der Verfasser, sondern hochwahrscheinlich notwendige Massnahme zur Erhaltung der Fruchtbarkeit der Böden. Nun, auf die intelligenten Hinweise der Bibel scheint man heute zu pfeifen und richtet mit Monokulturen und unterlassen von Brachjahren langfristig entsprechenden Schaden an. Um diesen „zu vermeiden“, pfuscht der Mensch mit Chemie und Gentechnologie dem Schöpfer ins Handwerk, nur um am Ende einen vielleicht noch grösseren Schaden einzufahren. Wie lange müssen wir noch warten, bis der Gentechpfusch zu erheblichen Gesundheitlichen Problemen bei Menschen führt? Von der Industrie gut vertuscht, haben wir womöglich diesen bereits, doch so richtig durchgeschlagen hat der Pfusch noch nicht. Warum sprechen wir hier so abschätzig von Pfusch? Es mag wohl gut gemeint sein, wenn Wissenschaftler sich der Gentechnologie widmen, doch haben sie die Allwissenheit Gottes, um wirklich zu wissen, was sie tun? Der allwissende Schöpfer sprach bei der Erschaffung des Lebens und der Pflanzen, dass es gut gewesen wäre, so wie er es erschaffen hatte (1. Mose 1) und nun glaubt der Mensch, er hätte bei seiner doch sehr beschränkten Intelligenz das Talent dazu, die Schöpfung zu verbessern? Nur ein wenig Nachdenken führt uns zur Überzeugung, dem kann nicht so sein und entsprechend müssen wir womöglich von gehörigen, noch kommenden Problemen ausgehen. Wenn ein geschaffenes Wesen glaubt, die Schöpfung verbessern zu können, nennen wir hier so etwas Gottwahn und dieser Gottwahn wird sich mutmasslich irgendwann einmal rächen.
Nun, der eine oder andere wird nun sagen, wenn wir den Gottwahn aufgeben würden, dann würden eben noch mehr auf Erden verhungern, als sie es ohnehin schon tun und daher wäre es angemessen, mit diesem Wahn weiterzufahren. Rein wissenschaftlich betrachtet müsste man ihnen vielleicht sogar beim gegenwärtigen Stand der Wissenschaft recht geben, doch selbst wenn es noch so wäre, wird es uns nicht unbedingt weiterhelfen, denn früher oder später könnten die Folgen unserer Machenschaften mehr Menschen töten, als es der Hunger gekonnt hätte. Irgendwann werden die Böden trotz aller Versuche das Äusserste aus ihnen herauszuholen, nicht mehr so viel wie gewünscht hergeben und klimatische Veränderungen werden das Leben auf Erden zusehends schwieriger machen.
Muss es so weit kommen oder könnte man hoffen mit göttlicher Weisheit die Menschen nachhaltig ernähren zu können, wenn sie auch schon etwas gar zahlreich sind auf Erden? Die Menschheit wuchs von ca. einer Milliarde um 1800 auf 7.8 Milliarden im Jahr 2020 an und da möchte man vielleicht vermuten, mit Fruchtwechsel und Brachjahren wäre da nichts mehr auszurichten und mit solch altmodischen Methoden könnte die Menschheit nur verhungern. Man sollte dabei jedoch nicht vergessen, beim Glauben an einen Schöpfer sprechen wir von einem Allwissenden und dieser hätte wohl die einen oder andere nachhaltige Idee auf Lager, um selbst mit altmodischen Methoden, ganz ohne Chemie und Gentechnologie, genügend Ertrag hinzukriegen.
Nun, wenn man schon an einen Allmächtigen glauben täte, könnte man den Planeten ja auch ruinieren, meinen einige Gläubige und man könnte ohne Rücksicht auf Verluste diesen Planeten missbewirtschaften und ausbeuten und wenn dann dereinst alles im Eimer wäre, könnte der liebe Gott ja eingreifen und den Schaden wieder heilen. Sie halten sich dabei an die Aussage, der Mensch solle sich die Erde untertan machen (1. Mose 1.28) und befürworten daher jegliche noch so rücksichtslose Ausbeutung der Erde. Doch müssen wir es denn so weit kommen lassen und hat der liebe Gott mit „sich untertan machen“ nicht weit eher sinnvoll verwalten gemeint, denn das Unterjochen bis zur Zerstörung? Wer Gott liebt, der liebt auch dessen Schöpfung und daher müssten auch diese, hier gemeinten, Gläubigen über sinnvolle Nutzung der Ressourcen nachdenken und nicht darauf hoffen, dass Gott den Schaden schon heilen wird nachdem wir alles kaputt gemacht haben. Eine Frage könnte man hierzu noch stellen: Warum denn sollte der Allmächtige den Schaden heilen, wenn wir ohne Rücksicht auf Verluste alles ruinieren? Er könnte ja auch wieder einmal daran erinnern, dass wir ernten, was wir säen und sich anderen Projekten im Universum zuwenden und uns zur Strafe für ein paar Jahrhunderte unserem Schicksal überlassen.
Die menschliche Psyche – Das Ende der Angst
Gibt es gegenwärtig auf dieser Erde noch so etwas wie Gottvertrauen, wie Pioniergeist oder Lebensmut? Oder sind wir, vor allem in der westlichen Welt, nur noch Zittergrasler ohne jeden Mut, nur noch Verwalter des Status Quo fernab jeden Pioniergeistes? Wohl nicht selten eher letzteres, dürfte die Schlussfolgerung sein für einen jeden, der genau hinschaut.
Und wer bisher noch nicht glauben wollte, dass wir weitestgehend von der Angst gesteuert sind, der durfte sich im Jahr 2020 eines Besseren belehren lassen. Kann eine mutige Menschheit in Panik geraten wegen eines winzigen Virus, im Volksmund Corona genannt, und global die Wirtschaft durch die Massnahmen im Kampf gegen diesen „Feind der Zivilisation“ gegen die Wand fahren, wie kaum je zuvor, weil dieser Feind ganz im Stile vergangener harter Grippewellen unter dem Strich einige wenige ältere, und dazu noch gesundheitlich vorbelastete, Menschen geringfügig früher als erwartet in den Tod begleitet? Eigentlich nicht, denn bei ähnlichen Ereignissen der Vergangenheit konnte man die Panik offenbar noch besänftigen oder weglassen. In dieser Krise haben wir in das Gesicht der Angst gesehen, wie selten zuvor. Und es war nicht nur eine kleine Minderheit, welche den Massnahmen zugestimmt und damit die eigene Angst bekundet hat.
Freilich können wir die Angst, vor allem in der westlichen Welt, schon lange beobachten und an diversen Entwicklungen messen. Eine Gesellschaft, welche sich gegen jedes mögliche Risiko versichern muss und dies da und dort doppelt und dreifach tut, hat den Mut längstens verloren. Alles muss auf alle Arten abgesichert werden, was seit Jahrzehnten unter anderem auch zu einem Regulierungs- und Vorschriftenwahn sondergleichen führt. Dies schlägt sich zum Beispiel nieder in Baunormen, im Arbeitsrecht, im Gesundheitswesen oder im Verkehrswesen, wo man sich inzwischen mit endlosen Regelwerken herumschlagen muss, statt die eigentliche Arbeit zu verrichten.
Sogenannte Helikoptereltern überwachen ihre Kinder auf Schritt und Tritt, weil diesen unwahrscheinlicherweise etwas zustossen könnte. Doch man frage sich, ob die Kinder heute nicht genauso gut ohne mütterliche Verkehrspolizisten oder Taxis zur Schule gehen könnten, so wie sie es vor fünfzig Jahren noch gekonnt hatten? Wir dürfen gerne davon ausgehen, dass damals die Kindersterblichkeit in der westlichen Welt nicht grösser war als heute und damit wäre angedeutet, sie haben auch ohne die ständige Überwachung durch die Eltern überlebt. Und man sage nun nicht es wäre Liebe, wenn man die Kinder ständig überwacht, denn es ist zuerst einmal nichts weiter als ein weiterer Ausdruck der Angst.
Hiermit wären nur ein paar wenige Beispiele oder Spielarten der Angst erwähnt. Man könnte die Liste noch lange fortsetzen, jedoch ohne Gewinn für die eigentliche, dazu zu machende Aussage, welche da wäre: Mit unseren Ängsten werden wir uns letzten Endes unser eigenes Grab schaufeln. Die Angst war schon immer der schlechteste Berater im Leben. Wer voller Angst ist, der lebt nicht mehr. Sein ganzes Tun und Lassen dient nur noch der Risikovermeidung und das Leben bleibt auf der Strecke.
Und wie wäre die Angst zu überwinden? Mit Gottvertrauen, wäre man versucht zu sagen. Doch dieses vermisst man gar schmerzlich in der gegenwärtigen Zeit. Vermutlich wird so etwa wie Vertrauen auf dieser Erde erst wieder einkehren, wenn eine Ordnung der Weisheit herrscht, welche, offenkundig für jedermann, Antworten zur Lösung aller anstehenden Probleme hat. Von einer solchen Ordnung der göttlichen Exzellenz sind wir gegenwärtig jedoch Welten entfernt und da hilft es auch nicht, wenn man die dringenden Probleme einfach ignoriert oder zur Seite schiebt. Die diffusen Ängste, welche den Menschen zu seinem Sicherheits- und Regulierungswahn antreiben und ihn auch krank machen sind in Wirksamkeit und haben ihre Gründe. Ohne dass sich die Rahmenbedingungen oder die menschliche Psyche radikal ändern, werden diese Ängste auch nicht verschwinden. Wir bräuchten also einen radikal anderen Geist auf dieser Welt. Einen Geist der Allwissenheit mit der Gabe, diese Erde zukunftssicher zu gestalten. Oder, solange es diesen Geist nicht gibt, eine resistente Psyche, welche mit Unsicherheiten umzugehen weiss. Und damit wären wir dann ein Stück weit beim Ende der Angst angekommen. Dem Menschen alle seine Ängste zu nehmen, wird wohl nicht gelingen, doch die Lage würde sich zumindest dramatisch verbessern. So nebenbei bemerkt, wäre dies auch ein Beitrag an den Frieden, denn Krieg hat in aller Regel die Angst zum Verbündeten. Bei Kämpfen um Rohstoffe, um Ideologien oder territoriale Vorteile können wir gerne die Angst zum Verursacher stempeln. Eine Menschheit ohne Angst führt keine Kriege, leidet an deutlich weniger Krankheiten, packt die Probleme an, statt ihnen auszuweichen oder sie zu verdrängen und schreitet mutig und zuversichtlich voran, selbst in eine ungewisse Zukunft.
Die Süchte – Das Ende menschlicher Instabilität
Wir können nicht von der Hand weisen, in einer Welt voller Suchtverhalten zu leben, und dass die Süchte die vorhin genannte Angst zum Verbündeten haben. Wer das Leben nicht mehr aushält, muss sich betäuben, um noch über die Runden zu kommen. Die Sucht dämpft die Wahrnehmung des Schmerzes und vermittelt im besten Fall eine rosige Wahrnehmung der Welt um sich herum. Oder aber die Sucht dient der Kompensation eines Liebesdefizits. Man tut sich mit Essen oder dem Kaufen von allerlei Tand etwas Gutes, um das innere Liebesvakuum, die innere Leere auszufüllen. Leider funktioniert dies alles nur sehr bedingt und hat vor allem durchaus erheblich negative Nebenwirkungen.
Auch wenn es sich hart anhört, man kann Suchtverhalten durchaus eine menschliche Instabilität nennen, welche es bei starken inneren Werten und einem starken Glauben kaum geben würde. Wir wollen hier gar nicht genau abschätzen, wie viele Menschen von erheblichem bis schwerem Suchtverhalten betroffen sind. Wir wissen wohl alle, dass es nicht nur ein paar Wenige sind und der zwischenmenschliche und finanzielle Schaden für die Gesellschaft beachtlich ist. Suchtverhalten hat grundsätzlich das Potential, eine Gesellschaft nachhaltig zu schädigen und zu zerrütten. Es gab bisher noch keine Weltordnung oder Gesellschaft, welche die Suchtproblematik auch nur ansatzweise überwinden konnte.
Wie wäre es, wäre man versucht zu fragen, wenn Menschen plötzlich in einer Welt leben würden, wo man viel weniger traumatisierende und schlechte Erfahrungen macht, welche man mit Süchten verdrängen und betäuben müsste? In einer Welt, wo man sich weit mehr geliebt fühlt als heute? Wir können sicher sein, in einer solchen Welt gäbe es weitaus geringere Probleme infolge von Süchten.
Freilich gibt es nun die Menschen, welche sagen die Produktion von Suchtmitteln wäre ein Wirtschaftsfaktor und wenn zum Beispiel alle Mohnbauern in Afghanistan arbeitslos wären, hätte man dort noch grössere wirtschaftliche und politische Probleme. Man sollte jedoch annehmen können, dass man mit etwas Weitsicht und Verstand wohl im Stande wäre, etwas intelligenteres als Mohn anzubauen und an die Menschen zu verkaufen. Solche Argumente kann man wohl nur billige Ausflüchte nennen, um Süchte und Suchtmittel gutzuheissen oder schön zu reden. Beginnen tut der Wandel bei der charakterlichen Stabilität des Menschen und wenn der Mensch gar keine Suchtmittel mehr haben will, wird sich der Mohnbauer ziemlich schnell etwas anderes zum Anbauen einfallen lassen. Dazu würde der Slogan passen: „Man stelle sich vor, es gäbe Suchtmittel und keiner will sie haben!“ Damit erledigte sich das Problem schon fast von allein und für den Mohnbauer hätte die göttliche Exzellenz sicher eine alternative Idee, falls ihm denn selbst nichts einfallen täte.
Ein anderer Geist auf Erden, einer mit göttlicher Exzellenz, ein Geist der Liebe könnte die gewünschte Stabilität bewirken. Nur leider werden wir diesen Geist nicht selbst herbeiführen können. Da werden wir auf das Wirken einer höheren Macht angewiesen sein.
Die Sicherheitspolitik – Das Ende der Armeen
Vom Ende der Angst haben wir schon gesprochen und angedeutet, dass es wohl ohne Angst auf Erden auch keine Kriege mehr gäbe. Man mag nun argumentieren nicht die Angst würde Kriege erschaffen, sondern vor allem der Hass. Doch was steckt hinter dem Hass? Letztlich finden wir im Hass nur einen möglichen Auswuchs der Angst. Man will andere, gehasste Volksgruppen verdrängen oder vernichten, weil man sich davor fürchtet, diese könnten für einen selbst zum Grab werden. Rohstoffmangel, Umweltprobleme, Flüchtlingsströme, Finanzprobleme, ideologische Spannungen und wohl noch einiges mehr lösen beim Menschen Ängste und Verteidigungsmechanismen aus. Wer die grundlegenden Probleme auf dieser Erde nicht lösen kann, wird auch Kriege nicht verhindern können! Und dass wir Menschen die grundlegenden Probleme nicht lösen werden können, dürfen wir gerne als gesichert und bestätigt betrachten, wenn wir den bisherigen Verlauf der Menschheitsgeschichte anschauen. Für jeden Klarsichtigen im Volk liegt es auf der Hand, dass in unserer gegenwärtigen Weltordnung schon vieles massiv aus dem Ruder gelaufen ist und sich der Zusammenbruch der Ordnung abzeichnet. Den neuen Geist von göttlicher Exzellenz, welcher alles regeln könnte, suchen wir gegenwärtig noch vergebens auf Erden und daher scheint der nächste grosse Krieg unausweichlich. Wer an die Vernunft des Menschen glauben will und meint, man müsste doch einsehen, dass man mit Kriegen nicht weiterkommt, macht die Rechnung ohne die Angst. Es stellt sich daher auch nicht die Frage, ob es zum nächsten Weltkrieg kommen wird oder nicht, sondern nur die Frage, wann er kommen wird. Der Vernunftbegabte mag vielleicht noch hoffen, die Menschheit würde wenigstens nach diesem Krieg mit seinen wohl fast unvorstellbar verheerenden Folgen endlich kapieren, dass er seine Armeen ausser Dienst stellen müsste, doch er würde sich dereinst eines Besseren belehrt sehen, wenn es auf dieser Erde weiterginge wie bisher. Ohne eine fundamentale Änderung des Geistes auf dieser Welt geht alles weiterhin den gewohnten Lauf. Vermutlich würden sie nach der Vernichtung der gegenwärtigen Weltordnung oder Hochkultur einfach wieder mit Mistgabeln, Schwertern und Äxten Krieg führen, doch aufhören täten sie damit nie.
Was würde es also brauchen, um diesem Irrsinn endlich einen Riegel zu schieben? Die Bibel hat dazu eine Verheissung in Form des Friedensreiches Christi. Christus wird gemäss den biblischen Verheissungen eintausend Jahre ohne Krieg regieren. Da wird ein neuer Geist auf Erden herrschen, welcher den Menschen ihre Ängste nimmt und damit auch Kriege überflüssig macht. Und würden sie trotzdem der Idee verfallen, sie könnten wieder einmal einen Krieg vom Zaun brechen, so wüsste göttliche Allmacht dies zu verhindern. Wer mit göttlicher Exzellenz regiert, braucht keine Armeen. In der Offenbarung wird die Dauer der Regentschaft Christi beschrieben und im Buch Jesaja das Ende der Armeen:
„Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und ich sah die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten; und sie wurden lebendig und regierten die tausend Jahre mit Christus. Die übrigen der Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung. Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren tausend Jahre (Offenbarung 20.4-6).“
„Ja, es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des HERRN festgegründet stehen an der Spitze der Berge, und er wird erhaben sein über alle Höhen, und alle Heiden werden zu ihm strömen. Und viele Völker werden hingehen und sagen: »Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs, damit er uns belehre über seine Wege und wir auf seinen Pfaden wandeln!« Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem. Und er wird Recht sprechen zwischen den Heiden und viele Völker zurechtweisen, so dass sie ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden werden und ihre Speere zu Rebmessern; kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen. — Komm, o Haus Jakobs, und lasst uns wandeln im Licht des HERRN! — (Jesaja 2.2-5)“
Und was wird aus der Rüstungsindustrie, wird nun wohl der eine oder andere Fragen? Man kann davon ausgehen, dass man mit der notwendigen Weisheit sinnvoller Beschäftigungen für die Arbeitskräfte dieser Industrie finden täte, wenn man denn nur wollte. Genauso wie der afghanische Mohnbauer beim Ende der Süchte keinen Mohn mehr anbauen muss, muss der Arbeiter eines Rüstungsbetriebs beim Ende der Armeen keine Waffen mehr herstellen. Statt Fregatten und Flugzeugträger könnte man zum Beispiel Schiffe zum Einsammeln des Mülls auf den Weltmeeren bauen, statt Panzern Mienenräumfahrzeuge und so weiter. Wir werden bis zum Eintreffen eines neuen Geistes auf dieser Erde schon so viele Schweinereien angerichtet haben, dass uns wohl über längere Zeit hinweg genug Arbeit bleibt, allein um diese aufzuräumen. Und wenn man zuvor Milliarden in eine sinnlose Vernichtungsmaschinerie investieren konnte, kann man ja wohl danach in einer neuen Weltordnung diese Milliarden ins Aufräumen auf diesem Planeten stecken, ohne dass dabei irgendeiner verhungern müsste oder der Planet Schaden nähme. Es leuchtet wohl ein, mit etwas Witz und göttlicher Intelligenz liesse sich besser wirtschaften als mit dem gegenwärtigen Wahnsinn, welcher unseren Ängsten entspringt.
Die Wissenschaft – Das Ende des Nichtwissens
Würden wir einmal ehrlich hinschauen und uns die Frage stellen, was wir denn inzwischen nach hunderten von Jahren Wissenschaft wirklich wissen täten, so müssten wir unweigerlich erschrecken. Im Mittelalter glaubte man dereinst die Erde wäre eine Scheibe und nur weil wir inzwischen herausgekriegt haben, dass wir auf einer Kugel leben sollen wir zu den Wissenden gehören? Das beschränkte Wissen der Menschheit wird in der Schrift „Die Erklärung der Schöpfung“ ein wenig thematisiert mit der Schlussfolgerung, dass wir als Nichtwissenden sicherlich nicht die Gabe besitzen, hinter ein universales Mysterium zu kommen, wie die Entstehung des Universums eins ist. Ehrliche Wissenschaftler geben gerne zu, dass wir auch heute noch sozusagen nichts wissen und sich uns Welten oder Universen eröffnen könnten, wenn wir auch nur ein bisschen schlauer wären und entsprechend ein bisschen mehr wissen täten. Und genau das würden wir brauchen, wenn wir all unsere Probleme auf Erden lösen wollten. Allwissenheit wird dem Menschen jedoch kaum je zuteil und aus eigener Kraft kann er diese schon gar nicht erlangen. Daher bleibt uns nichts weiter übrig, als auch diesbezüglich auf einen neuen Geist auf Erden zu verweisen, welcher dringend Not täte, um den gegenwärtigen Miseren und dem Nichtwissen zu entkommen. Dieser Geist würde wohl ein Stückweit im Friedensreich Christi herrschen und daher dürfen wir annehmen, dass es in seinem Reich keine grosse Sache mehr sein wird, die Welt neu zu gestalten und die herrschenden Probleme nachhaltig zu lösen.
Das Recht – Das Ende von Rechtsbeugung und Unschärfen
Wer glaubt, in der westlichen Welt in einem sogenannten Rechtsstaat gut aufgehoben zu sein, hat wohl in seinem bisherigen Leben sich noch kaum je mit Rechtsfragen befasst. Hätte er, so wüsste er, dass sich unsere Gesetzeslandschaft voller Widersprüche, Unschärfen und Lücken präsentiert. Eine Moral fehlt ihr dazu denn auch noch fast vollständig. Es geht in unserer Welt bei Rechtsstreitigkeiten auch kaum um Recht, Moral oder Gerechtigkeit im biblischen Sinn, sondern vielmehr nur darum, gemäss unserer wackligen Gesetzeslandschaft im Sinne des Gesetzes „Recht“ zu sprechen. Man wäre fast versucht, einen Prozess ein Juristen-Rodeo zu nennen. Es geht in einem Prozess nicht um Gerechtigkeit in einem moralischen Sinn, nicht um Rechtsfindung nach biblischer Manier, sondern viel mehr darum alle den Fall betreffende Paragraphen möglichst optimal ins Spiel zu bringen und ins richtige Licht zu rücken. Mit anderen Worten Anklage und Verteidigung versuchen, die Paragraphen möglichst bravourös zu reiten und derjenige welchem dies besser gelingt und dabei die besseren Stilnoten erhält, hat den Prozess am Ende gewonnen. Am Ende eines jeden Prozesses haben wir demnach einen Cowboy mit Trophäe, einen Gewinner in einem sportlichen Wettbewerb und nicht einen moralischen Sieger. Für gewisse Protagonisten in diesem Wettbewerb mag so etwas einen gewissen Witz haben, doch die Wahrheitsliebenden sehen darin eine grosse Schande. Freilich werden auch moralisch akzeptable Urteile gefällt, doch in aller Regel wohl nur, weil zufälligerweise der Cowboy auf der Seite der Moral die Paragraphen richtig gut reiten konnte und nicht weil das Gesetz die Seite der Moral gut vertreten hätte.
Dass die wacklige Gesetzeslandschaft auch reichlich Spielraum schafft, das Recht wider die Moral zu Gunsten eines Kandidaten zu beugen versteht sich von selbst. Vor dem Gesetz sollen zwar alle gleich sein, sagen sogar gewisse Verfassungen, doch in der Realität scheitert diese Gleichheit manchmal schon an den Gesetzen selbst oder aber dann an der Beugung derselben zu Gunsten von diesem oder jenem.
Dem Volk Israel wollte Gott persönlich Gesetzgeber und durch Mose und die Ältesten des Volkes auch Richter sein, was das Volk aus unerfindlichen Gründen bald einmal verwarf, um sich im Laufe der Geschichte lieber mit ungerechten Königen zufrieden zu geben. Dies soll sich gemäss den biblischen Verheissungen dereinst mit Christus als Regent auf Erden ändern. Gemäss der schon genannten Bibelstelle in Jesaja 2.4 wird er den Völkern Recht sprechen und dies nicht aufgrund einer wackligen Gesetzeslandschaft und nicht ohne biblische Moral. Wir dürfen davon ausgehen, er wird das Ende der Rechtsbeugung und der gesetzlichen Unschärfen bringen, so dass die Menschen sich nicht mehr auf Juristen-Rodeos einlassen müssen, sondern ihnen endlich wieder ordentlich Recht gesprochen wird. Freilich wird dies nicht allen gefallen, aber in der Gesamtheit kann es nur zum Wohl der Völker sein.
Die Religion – Das Ende der Vielgötterei
Es scheint so einigen Religionen eigen zu sein, sich selbst als einzige Wahrheit zu betrachten. Das Problem hierbei ist, dass sie sich in jedem Falle fundamental widersprechen. Wer denkt oder sagt, Religionen wären doch alle einerlei und würden letzten Endes denselben Gott meinen, belegt damit nur sein Unwissen und tut kund, sich gar nie mit Religionen befasst zu haben. Denn hätte er sich mit diesen befasst, so würde ihm schnell einmal auffallen, dass die Götter der verschiedenen Religionen unvereinbar sind. Sie beschreiben ihre ganz eigenen Wege ins Paradies und stellen zumindest teilweise ganz eigene Regeln zum Zusammenleben auf Erden und in Ewigkeit auf. Daher müsste der Wahrheitssucher auf Erden sich zwangsläufig die Frage stellen, wo er denn nun die Wahrheit finden könnte? Aus dem Gesamtzusammenhang dessen, was wir hier so als Basis für die wiedergegebenen Weisheiten betrachten, erscheint auf der Hand zu liegen, dass wir die Bibel als die einzige Wahrheit betrachten. Sollte dies auch wirklich zutreffen, wären wir gar nicht so schlecht bedient, denn mit der Bibel haben wir das einzige Buch auf Erden in Händen, welches uns Informationen zur Zukunft liefert und dementsprechend einen Weg in diese weist. Dies tut sie nicht einmal nur transzendent indem sie auf ein nebulöses Paradies verweist, sondern sogar ganz irdisch indem sie ein Reich von Ordnung und Stabilität auf Erden skizziert. Ein Reich unter der Führung Christi nach dem Zusammenbruch der Regentschaft Satans und seiner kurzsichtigen Vasallen. Sollten die Verheissungen der Bibel zum Friedensreich Christi eintreffen und daran wollen wir hier im eigenen Interesse glauben, denn ohne dieses wird es dereinst sehr bitter um die Menschheit stehen, so wird dies wohl zwangsläufig das Ende der anderen Religionen mit sich bringen. Denn wer will oder kann noch an Götzen glauben, wenn man einen Gott oder göttlichen Gesandten auf Erden hat? Man müsste doch vermuten, dass die Realitäten in seinem Reich für sich sprechen und den Widerspruch an seiner Wahrhaftigkeit und Sendung im Keim ersticken müssten. Es dürfte auch nicht schwerfallen, sich von den falschen Götzen und Götter abzuwenden, denn in jener Zeit wird man wissen, dass diese alle kein bisschen geholfen haben.
Die Schlussfolgerung
Offenkundig gäbe es mehr als genug Handlungsbedarf und es läge auf der Hand, es fehlt nicht so sehr an Antworten, wenn wir hier auch noch kaum ins Detail gehen, sondern weit mehr am Willen. Der Mensch ist leider zu träge und zu ängstlich, um sich grösseren Umgestaltungen in seinem Lebensumfeld zu stellen, sich auf einen Paradigmenwechsel einzustellen. Und so wird es vorerst auch diesmal, wie bei vergangenen Hochkulturen oder Weltordnungen, den Gang des Gewohnten gehen und es wird weiter gewurstelt und gewerkelt bis dann eines schönen Tages alles zusammenbricht. Nun, der Zyniker würde sagen, da wären ja dann die Voraussetzungen für einen Neuanfang gegeben, denn auf verbrannter Erde könnte man wunderbar eine neue Ordnung errichten, da würde es keinerlei Widerstand mehr geben. Nur leider wird der Paradigmenwechseln derlei gestaltet sehr viel schmerzhafter, als wenn man rechtzeitig das Ruder herumreissen und den Kurs wechseln würde, bevor alles den Bach hinunter geht und man danach zwangsweise über eine neue Ordnung nachdenken muss. Unabhängig davon, ob man einen sanften Umbau anstrebt oder zuerst auf den Crash wartet, weil erst dann jeder davon überzeugt werden kann, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann, ohne göttliche Exzellenz wird die nächste Ordnung kaum viel schlauer sein als die Vergangene und am Ende denselben verderblichen Weg in den Abgrund gehen. Und genau daher scheint doch die Verheissung vom tausendjährigen Friedensreich Christi, eine wahrlich neue und positive Perspektive zu sein. Da die Menschen in den vergangenen tausenden von Jahren eindrücklich genug bewiesen haben, nicht in der Lage zu sein, eine langanhaltende, stabile Weltordnung des Friedens aufrecht zu erhalten, könnte man sich ja nur bedanken, wenn ein göttlicher Abgesandter auf Erden erscheinen täte, um zu errichten, was Menschen nicht zu errichten vermochten. Auch wenn der Ungläubige und Zweifler kaum daran glauben mag, kann man dennoch davon ausgehen, diese Ordnung wird dereinst kommen. Dem Gläubigen ist diese verheissene Ordnung eine Kraft zum Leben, selbst im grössten Chaos, und sogar dem Ungläubigen dürfte sie früher oder später zum letzten Hoffnungsschimmer werden, wenn so langsam aber sicher alles völlig aus dem Ruder läuft.
Die da und dort knapp aufleuchtenden Lösungsvorschläge mögen durchaus zu kurz gedacht, halbherzig oder allenfalls gar untauglich sein, doch um diese Vorschläge soll es hier gar nicht gehen. Es geht hier weit mehr darum, die Probleme zu skizzieren und anzudeuten, dass man mit göttlicher Intelligenz sicherlich taugliche Lösungen finden täte. Möge diese göttliche Intelligenz auf Erden eintreffen bevor wir aufgrund unserer geistigen Limitierung und unserem Unvermögen zu den aussterbenden Dinosaurier werden.
>
Bibelstellen nach Schlachter, neue revidierte Fassung 2000, wo nicht anders vermerkt.
Ralph Pfister - 16. April 2021
>
>
Bibelverse
Passend zum Weltbild dieser Arche
„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.“
Offenbarung 21.1
„Und er wird Schiedsrichter sein zwischen den Nationen und zurechtweisen grosse Völker, also dass sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spiesse zu Rebmessern schmieden werden; kein Volk wird wider das andere ein Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen. Komm, o Haus Jakobs, wir wollen wandeln im Lichte des HERRN!“
Jesaja 2.4 & 5
„Da wird der Wolf bei dem Lämmlein wohnen, der Leopard bei dem Böcklein niederliegen. Das Kalb, der junge Löwe und das Mastvieh werden beieinander sein, also dass ein kleiner Knabe sie treiben wird. Die Kuh und die Bärin werden miteinander weiden und ihre Jungen zusammen lagern. Der Löwe wird Stroh fressen wie das Rindvieh. Der Säugling wird spielen am Loch der Otter.“
Jesaja 11.6-8
Die Bibel
Die Gnade
„Als aber der HERR sah, daß die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse, da reute es den HERRN, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübte ihn in seinem Herzen. Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, vom Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe! Noah aber fand Gnade in den Augen des HERRN.“
1.Mose 6.5-8
„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
Johannes 1.14
„Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.“
Johannes 1.16-17
„Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, so dass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist.“
Römer 3.23-24
„Aber es verhält sich mit der Gnadengabe nicht wie mit der Übertretung. Denn wenn durch die Übertretung des Einen die Vielen gestorben sind, wieviel mehr ist die Gnade Gottes und das Gnadengeschenk durch den einen Menschen Jesus Christus in überströmendem Maß zu den Vielen gekommen.
Das Gesetz aber ist daneben hereingekommen, damit das Maß der Übertretung voll würde. Wo aber das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überströmend geworden, damit, wie die Sünde geherrscht hat im Tod, so auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.“
Römer 5.15 & 20-21
„Die Gnade sei mit allen, die unseren Herrn Jesus Christus lieb haben mit unvergänglicher Liebe! Amen.“
Epheser 6.24
„So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!“
Hebräer 4.16
„Darum umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch zuteil wird in der Offenbarung Jesu Christi.“
1.Petrus 1.13
Die Bibel
Das Gesetz - Die zehn Gebote
„Und Gott redete alle diese Worte und sprach: Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben! Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen! Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der HERR den Sabbattag gesegnet und geheiligt. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht stehlen! Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten! Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgendetwas, das dein Nächster hat!“
2. Mose 20.1-17
Die Bibel
Ermutigung, Trost, Auferbauung
„Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst!“
Josua 1.9
„Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist aber du, dass du dich vor dem sterblichen Menschen fürchtest, vor dem Menschenkind, das wie Gras dahingegeben wird, und dass du den HERRN vergisst, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgespannt und die Erde gegründet hat? Und allezeit, den ganzen Tag, fürchtest du dich vor dem Grimm des Bedrückers, wenn er sich rüstet, um zu verderben. Wo ist denn nun der Grimm des Bedrückers?“
Jesaja 51.12-13
„Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird gerettet werden; denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie der HERR verheißen hat, und bei den Übriggebliebenen, die der HERR beruft.“
Joel 3.5 (H2.32)
„Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern. Er erquickt meine Seele; er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und wenn ich auch wanderte durchs Tal des Todesschattens, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Haus des HERRN immerdar.“
Psalm 23
„Gar keiner wird zuschanden, der auf dich harrt; zuschanden werden, die ohne Ursache treulos handeln.“
Psalm 25.3
„Der HERR ist mein Licht und mein Heil,
vor wem sollte ich mich fürchten?
Der HERR ist meines Lebens Kraft,
vor wem sollte mir grauen?“
Psalm 27.1
„Denn sein Zorn währt einen Augenblick, seine Gnade aber lebenslang; am Abend kehrt das Weinen ein und am Morgen der Jubel.“
Psalm 30.6 (H30.5)
„Ein Wallfahrtslied. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat! Er wird deinen Fuß nicht wanken lassen, und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht. Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten zu deiner rechten Hand, dass dich am Tag die Sonne nicht steche, noch der Mond bei Nacht. Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele; der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit.“
Psalm 121
„Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen? Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht; ich sage euch aber, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den morgigen Tag; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage.“
Matthäus 6.25-34
„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht zum Sieg hinausführt. Und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen.“
Matthäus 12.20-21
„Und ich sage euch: Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.“
Lukas 11.9-10
„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“
Römer 8.28
„Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.“
Philipper 4.13
„Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“
1.Johannes 1.9
Die Bibel
Das hohepriesterliche Gebet
„Dies redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich verherrliche — gleichwie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, damit er allen ewiges Leben gebe, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Ich habe dich verherrlicht auf Erden; ich habe das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tun soll. Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast; sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Nun erkennen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt; denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und haben wahrhaft erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und glauben, dass du mich gesandt hast. Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. Und ich bin nicht mehr in der Welt; diese aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir! Als ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte ich sie in deinem Namen; die du mir gegeben hast, habe ich behütet, und keiner von ihnen ist verlorengegangen als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt würde. Nun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben. Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hasst sie; denn sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit. Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt. Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in Wahrheit. Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst. Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. Gerechter Vater, die Welt erkennt dich nicht; ich aber erkenne dich, und diese erkennen, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen verkündet und werde ihn verkünden, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.“
Johannes 17.1-26
Gerne hört man die Aussage, die Zukunft könne niemand kennen. Doch ist dem wirklich so? Könnte man nicht gar als Mensch minimal eine Aussage zur Zukunft machen, wenn man versuchen würde abzuschätzen, wie künftige Dinge sich aufgrund gegenwärtiger Ereignisse entwickeln könnten? Man kann durchaus ein Stück weit, doch zugegebenermassen nur unscharf. Und je komplexer der Sachverhalt sich ergibt und je weiter man in die Zukunft schauen will, umso unschärfer wird es. Wenn wir mit sehr kurzfristigem Zukunftshorizont ...
Wozu, könnte man fragen, bräuchte es eine neue Weltordnung? Wir haben ja eine, nämlich die Aktuelle, basierend auf Demokratie und Kapitalismus. Beides jedoch scheint sich, langsam aber sicher, seinem Ende zu nähern. Die Demokratie verliert so langsam aber sicher ihre Handlungsfähigkeit und der Kapitalismus nähert sich eher schnell denn langsam seinem Bankrott. Daher bietet es sich doch geradezu an, über eine Nachfolgeregelung nachzudenken. Hierbei wollen wir ganz klar weiter gehen, als ...
Es mag ja sein, dass schon manch einer über exzellente Regentschaft nachgedacht hat und glaubte, Antworten gefunden zu haben. Doch wenn man sich unsere Welt anschaut, kommt man nicht umhin, anzunehmen die mit den Antworten hätten alle gründlich falsch gelegen. Noch jedes Weltreich ging früher oder später seinen Weg in den Untergang und war dementsprechend nicht besonders exzellent regiert und aktuell kommen einem bei jedem Präsidenten schon recht kurz nach dessen nicht selten ...