Die Sünde

Unter den weit verbreiteten Auffassungen auf Erden finden wir unter anderen diese, dass der Mensch gar nicht anders könne als zu sündigen, denn er wäre ja schliesslich ganz in Sünde geboren. Der wache Geist stellt sich freilich die Frage, ob er diese Annahme als Tatsache akzeptieren müsste oder ob er darin nicht viel eher die faule Ausrede des in die Sünde verliebten Menschen sehen sollte? Wollen wir der Sache auf die Spur kommen, so müssen wir fast die Bibel zu Hilfe nehmen. Was sagt diese dazu oder besser gefragt, was sagt Gott dazu? Ist auch der Schöpfer des Universums der Auffassung, wir Menschen könnten gar nicht anders als zu sündigen oder vertritt er vielleicht weit eher die Ansicht, seine Gebote zu halten wäre nicht besonders schwer und dies sollte seinen Geschöpfen eigentlich gelingen? Fragen sollten wir uns auch, ob denn ein gerechter Gott eine Kreatur erschaffen würde, welche sozusagen naturgemäss dazu verdammt ist stetig über die eigenen Schwächen zu stolpern, stetig zu sündigen, nur um diese Kreatur am Ende an ihren Schwächen aufhängen und mehrheitlich zu ewiger Verdammnis verurteilen zu können? Und einigen wenigen vergibt dieser Gott nach bestimmten Regeln dann doch noch huldvoll, um damit seine eigene göttliche Grösse in ein möglichst schillerndes Licht zu stellen? Hört es sich nicht reichlich zynisch an, wenn ein allmächtiger und weiser Schöpfer eine Kreatur auf Versagen programmiert und wenn dann das zu erwartende Versagen eintrifft, diese genussvoll für das Versagen bestraft? Es hört sich sogar noch absurder an, wenn man bedenkt, dass Gott die Sünde hasst, weil sie seiner Schöpfung schadet und da soll er Kreaturen erschaffen, welche stetig aufgrund eines inneren Zwangs sündigen müssen? Hat der liebe Gott also tatsächlich Gesetze erschaffen an welche man sich gar nicht halten kann? Wohl eher nicht, denn ein liebender und gerechter Gott wird wohl keinen für programmiertes Versagen strafen. Schaut man die Bibel genau an, so muss man fast zum Schluss kommen, dass der Schöpfer des Universums die Meinung vertritt, man könne sich durchaus an seine Gebote halten und dazu wäre dies noch nicht einmal besonders schwer.

Beginnen wir doch ganz einfach am Beginn der Menschheitsgeschichte und schauen mal, wie die Bibel die Sache mit der Sünde beschreibt. Wie hat Gott den Menschen geschaffen? „Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie (1. Mose 1.27).“ Nach seinem Bild oder Vorbild hat er sie erschaffen und damit leuchtet ein, im ursprünglich erschaffenen Zustand waren sie demnach ohne Sünde. Und genau so hätte es bleiben müssen, leider aber sollte es anders kommen. Doch wie kam es anders? Durch einen Programmierfehler Gottes oder durch eine Fehlentscheidung des Menschen? Gott hat die Sünde oder den Ungehorsam, aus diesem folgt bekanntlich die Sünde, nicht in den Menschen hineingelegt, denn das wäre so ganz und gar nicht nach seinem Bilde und gut wäre seine Schöpfung dann auch nicht mehr gewesen. Doch genauso schätzte Gott sein Werk ein. „Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag (1. Mose 1.31).“ Nun, wie kam es zum Sündenfall? Das lässt sich sehr leicht erklären. Gott hat dem Menschen eine einzige, winzige Regel auferlegt, nämlich die Frucht von einem einzigen bestimmten Baum nicht zu essen. Doch schon diese eine Regel war offenbar eine zu viel. Der Satan in Form einer Schlange konnte Eva davon überzeugen, dass es entgegen der Regel Gottes gut wäre, vom Baum zu brechen und die verbotene Frucht zu essen. „Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der HERR gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft? Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen; aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt! Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! Sondern Gott weiss: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist! Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre, und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und ass, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er ass (1. Mose 3.1-6).“ Hatten die Beiden zu diesem Zeitpunkt schon die gerne genannte Erbsünde in sich? Nein, mit Nichten, sie waren vor dem Griff nach der Frucht ohne Sünde, ganz nach dem Bilde Gottes. Es gab also keinen Zwang, keinerlei Druck zum Ungehorsam gegenüber Gott, sondern nur die freie Entscheidung zweier Menschen, die offenbar keine Lust dazu hatten sich an die einzige, winzige Regel Gottes zu halten! Die Ursünde, der erste Ungehorsam gegenüber Gott, entstand aus freien Stücken aufgrund einer freien Entscheidung. Und warum genau sollte sich danach irgendetwas geändert haben? Gott hat die Beiden zwar mit Flüchen als Strafe für ihren Ungehorsam belegt, dazu gehörte aber nicht die Auferlegung der Sünde als Fluch und Grundausstattung menschlichen Daseins. So hörten sich die Flüche damals an: „Da rief Gott der HERR den Menschen und sprach: Wo bist du? Und er antwortete: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt; darum habe ich mich verborgen! Da sprach er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du solltest nicht davon essen? Da antwortete der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich ass! Da sprach Gott der HERR zu der Frau: Warum hast du das getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt; da habe ich gegessen! Da sprach Gott der HERR zur Schlange: Weil du dies getan hast, so sollst du verflucht sein mehr als alles Vieh und mehr als alle Tiere des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub sollst du fressen dein Leben lang! Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. Und zur Frau sprach er: Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr gross machen; mit Schmerzen sollst du Kinder gebären; und dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein, er aber soll über dich herrschen! Und zu Adam sprach er: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir gebot und sprach: »Du sollst nicht davon essen!«, so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen! Mit Mühe sollst du dich davon nähren dein Leben lang; Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Gewächs des Feldes essen. Im Schweisse deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zurückkehrst zum Erdboden; denn von ihm bist du genommen. Denn du bist Staub, und zum Staub wirst du wieder zurückkehren (1. Mose 3.9-19)!“  Gott sagte nicht: „Von nun an sei euch die Sünde als Fluch auferlegt, ihr werdet gegen sie ankämpfen und stetig gegen sie verlieren und am Ende werde ich euch dafür verdammen!“ So hat es sich nicht ansatzweise angehört, die Sünde wurde nicht zur neuen Grundausstattung nach dem Sündenfall. Den Beiden wurde kein innerer Zwang zum sündigen auferlegt.  

Bild: Die Sünde lauert vor der Tür

Wenn wir nun schauen, wie es weiterging, stellen wir zwar fest, dass die Sünde sozusagen zum integralen Bestandteil menschlichen Daseins wurde, nicht aber dass Gott zur Ansicht gelangt wäre, wir könnten gar nicht anders als zu sündigen. Adam und Eva gebaren den Kain und den Abel. Beide Söhne brachten irgendwann im Laufe ihres Lebens Gott ein Opfer dar, doch weil der Kain dem Guten scheinbar nicht so zugewandt war wie der Abel, lehnte Gott dessen Opfer ab. „Und es geschah nach geraumer Zeit, dass Kain dem HERRN ein Opfer darbrachte von den Früchten des Erdbodens. Und auch Abel brachte ein Opfer dar von den Erstlingen seiner Schafe und von ihrem Fett. Und der HERR sah Abel und sein Opfer an; aber Kain und sein Opfer sah er nicht an. Da wurde Kain sehr wütend, und sein Angesicht senkte sich. Und der HERR sprach zu Kain: Warum bist du so wütend, und warum senkt sich dein Angesicht? Ist es nicht so: Wenn du Gutes tust, so darfst du dein Haupt erheben? Wenn du aber nicht Gutes tust, so lauert die Sünde vor der Tür, und ihr Verlangen ist auf dich gerichtet; du aber sollst über sie herrschen (1. Mose 4.3-7)!“ Gott forderte vom Kain, über die Sünde zu herrschen. Daraus müssen wir, wenn wir an einen gerechten Gott glauben wollen, zwingend schliessen, dass der Schöpfer des Universums die Meinung vertritt, auch nach dem Sündenfall wäre es genauso wie im Paradies möglich gewesen, der Sünde eine Absage zu erteilen. Doch Kain entschied sich anders und ermordete, wohl in erster Linie aus Neid, seinen Bruder Abel. Er entschied sich freien Willens nicht für den Kampf gegen die Sünde, die Herrschaft über diese, sondern lies dieser freien Lauf und trieb sie gar auf die Spitze. So kam es kurz nach der Wegweisung aus dem Paradies von Adam und Eva auch schon zum ersten Mord. Welche unüberwindbare Kraft sollte nun Kain dazu getrieben haben, seinen Bruder zu ermorden? Der Teufel, die alte Schlange, war zwar sicher zugegen und hat dem Kain womöglich eingeflüstert, der Mord an seinem Bruder wäre eine gute Tat, doch entschieden hat letzten Endes der Kain ganz allein, aus freien Stücken. Er hätte ganz klar einen anderen Weg gehen können, einen Weg des Friedens, doch dieser Weg hat ihm offenbar nicht gepasst. Und hat das ganze Drama nun etwas mit einer vermeintlichen Erbsünde zu tun? Gibt es diese überhaupt? Eigentlich nicht und das heisst im Prinzip ging es ausserhalb des Paradieses genauso weiter wie zuvor im Paradies, der Mensch entschied sich gegen das Gute, gegen den Gehorsam Gott gegenüber und beging weitere Sünden.

Geht nicht jeder Sünde eine bewusste Entscheidung voran? Wohl schon, und damit wäre sozusagen bewiesen, dass wir aus freien Stücken sündigen, weil wir die Sünde lieben oder uns einen Vorteil davon versprechen. Wir sündigen nicht aus einem inneren Zwang heraus, sondern ganz einfach weil wir es so wollen. Und warum glauben wir, es wäre kaum möglich nicht zu sündigen? Weil wir uns miese Verhaltensweisen über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg antrainiert haben und diese sozusagen zu einem fast unumstösslichen Automatismus wurden. Diese Automatismen wären zu bekämpfen! Im schlimmsten Falle kann es Jahre oder Jahrzehnte dauern bis wir diese wieder loswerden. Gelegentlich küsst uns auch die Gnade Gottes und er legt einen Schalter in unserem Hirn um und wir werden eine Unart über Nacht los. Nun denn, sei dies wie es wolle, es stellt sich noch immer die Frage, was die Bibel zum Gesetz und dessen Schwere sagt? Wenn wir schon glauben wollen, es wäre schwierig bis fast unmöglich nicht zu sündigen, so wäre es doch vorteilhaft, wenn wir in der Bibel eine Bestätigung dafür finden könnten. Doch leider, so werden wir feststellen, treffen wir eher auf das Gegenteil dessen, was wir Sünder gerne hören möchten.

Um es gleich recht plump ohne lange Beweisführung auszusprechen, der Johannes schreibt, nicht zu sündigen wäre gar nicht schwer. „Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer (1. Johannes 5.3)“, schreibt er. Und wer nun dem Johannes nicht glauben will, dass die Gebote Gottes nicht schwer zu halten wären, wenn man denn wollte, der darf gerne auch noch eine Aussage von Jesus sich zu Gemüte führen: „Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht (Matthäus 11.29-30).“ Wenn Jesus von einem Joch spricht, so meint er damit sicher nicht seine von uns Menschen gerne gerühmte Gnade, sondern weit eher das in gewissen Kreisen ungeliebten Gesetz. Das Gesetz ist ein Joch oder eine Last, doch gemäss Jesus offenbar eine recht leichte Bürde! Und was hat Jesus zum Gesetz gesagt, von welchem Christen gerne glauben es hätte kein nennenswertes Gewicht mehr, weil wir ja seit Jesu Tod in der Zeit der Gnade leben täten? „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen! Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, der wird gross genannt werden im Reich der Himmel. Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen (Matthäus 5.17-20)!“ Jesus hat mitnichten gepredigt seine Gnade würde das Gesetz aufheben, sondern klar und deutlich darauf aufmerksam gemacht, dass er nicht einmal daran denkt auch nur ein Strichlein vom Gesetz zu streichen. Muss er auch nicht, denn gemäss seiner Auffassung scheint es ja nicht schwer zu sein, sich daran zu halten. Und hiermit gelangen wir zur bereits formulierten Auffassung, der Gott der Bibel wäre der Meinung wir könnten der Sünde eine Absage erteilen. Hierbei sollte man bedenken, dass Jesus sich immer wieder bei seinem Tun auf den Vater bezogen hat und klar sagte, er und der himmlische Vater wären eins (Johannes 10.30). Und wenn Jesus und Johannes die Meinung vertreten, nicht zu sündigen wäre gar nicht schwer, warum sollte es der himmlische Vater anders sehen?

Macht der Heilige Geist das Joch Christi sanft und seine Last leicht oder meint Gott grundsätzlich, sein Gesetz wäre nicht schwer zu befolgen und damit eine kleine Last für uns? Seit Pfingsten müsste das zwar gar nicht mehr interessieren, könnte man sagen, denn seit damals haben den Heiligen Geist ja diejenigen die ihn wollen, doch wenn man aus der Sicht Gottes sogar ohne Sünde leben müsste können allein aufgrund des dem Menschen gegebenen Gewissens, wird die Sache doch noch einmal ein bisschen ungemütlicher. Denn wenn wir Christen mitsamt dem Heiligen Geist noch immer sündigen, obwohl wir die Sünde müssten lassen können selbst ohne den Geist, stellen wir uns ein noch schlechteres Zeugnis aus. Eins zumindest scheint klar zu sein, der Heilige Geist sollte uns in alle Wahrheit führen und uns dazu anleiten ein Leben ohne Sünde zu führen, wenn wir ihn denn auch lassen. Jesus hat das Wirken des Geistes so beschrieben: „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe (Johannes 14.26). Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe (Anm: zum Vater); denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden. Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht; von Sünde, weil sie nicht an mich glauben; von Gerechtigkeit aber, weil ich zu meinem Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; vom Gericht, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist (Johannes 16.7-11).“ Paulus wiederum hat zum Ausdruck gebracht, dass wir bei einem Wandel im Geist nicht sündigen täten, sondern der Begierde der menschlichen Natur widerstehen könnten. „Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen (Galater 5.16).“ Und weiter: „Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes (Römer 8.2).“ Oder anders gesagt; der Heilige Geist befreit uns von den Sünden der menschlichen Natur, wenn man diesen Geist denn auch wirken liesse. Mit anderen Worten, der Christ hätte die besten Mittel in der Hand, um nicht mehr zu sündigen. So viel scheint einzuleuchten, doch können wir auch nicht sündigen selbst ohne den Heiligen Geist? Wie war das im Alten Testament, noch vor dem Erlösungswerk Christi? Wenn man bedenkt, dass Gott gerne einmal zu harten Strafen gegriffen hat, zur Zeit der Sintflut hat er alle bis auf acht ertränkt und in Sodom und Gomorra hat er bis auf vier alle mit Feuer verbrannt, wobei eine der Vier auf dem Weg aus der Stadt hinaus zur Salzsäule wurde und damit am Ende nur drei Gerettete übrigblieben, dann muss man im Sinne seiner Gerechtigkeit annehmen, diese Strafen oder Gerichte wären verdient gewesen. Und wenn ein gerechter Gott mutmasslich keinen bestraft, der sich beim besten Willen nicht besser benehmen kann, so muss man annehmen, dass er der Meinung war, der Mensch hätte damals schon, selbst ohne den Heiligen Geist und auch noch ohne Gesetz allein aufgrund des Gewissens der Sünde Feind sein können und diese auslassen sollen. Später dann, zur Zeit des Gesetzes, bei der Wanderung des Volkes Israels durch die Wüste könnte man ebenso argumentieren. Gott gab dem Volk ein Gesetz, doch das Volk war halsstarrig und ungehorsam und eins übers andere Mal schritt Gott wieder mit einem Gericht ein, welches jeweils wieder einige das Leben gekostet hatte. Das ging so weit, dass Gott mehrfach das ganze Volk am liebsten in einem Augenblick vertilgt hätte, was die Fürbitte Moses jeweils verhinderte. Paulus fasst die Zeit der Väter Israels in der Wüste brutal zusammen: „Aber an der Mehrzahl von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen; sie wurden nämlich in der Wüste niedergestreckt (1. Korinther 10.5).“ Die ganze Generation, welche aus Ägypten auszog, starb in der Wüste, ohne ins verheissene Land zu gelangen. Erst den Kindern dieser ersten Generation war es vergönnt gewesen, ins verheissene Land einzuwandern. Gott konfrontierte Israel unverblümt mit seinen Strafen (Seuchen, Hunger und Krieg) für den Ungehorsam und drohte dem Volk das Siebenfache an, wenn sie sich weiter widersetzen würden: „Wenn ihr euch mir aber noch weiter widersetzt und mir nicht gehorchen wollt, so will ich euch noch siebenmal mehr schlagen, entsprechend euren Sünden (3. Mose 26).“ Nun, kann ein liebender und gerechter Schöpfer, und so beschreibt die Bibel Gott, ein Volk mit solcher Härte anfassen, wenn dieses naturgemäss dem Gesetz gar nicht genügen kann? Wohl kaum, müsste man annehmen und daher bleibt eigentlich nur eine mögliche Schlussfolgerung: Der Gott der Bibel war zu allen Zeiten, ob der Mensch nun geleitet vom Gewissen, dem Gesetz oder dem Heiligen Geist war, der Auffassung, es müsste der geschaffenen Kreatur möglich sein nicht zu sündigen!

Wenn wir nun glauben wollen, dass Gott gut ist und seine uns gegebenen Regeln gut sind, dann müssten wir uns ja schon fragen, warum um alles in der Welt wir uns denn nicht an seine Regeln halten wollen? Und man muss ganz klar von „nicht wollen“ und nicht von „nicht können“ sprechen. Glauben wir denn tatsächlich, wir wüssten es besser als Er? Vielleicht sollten wir alle einmal in uns gehen und uns sehr gründlich überlegen, was hier schiefläuft? Vielleicht sollten wir auch endlich verantwortlich werden für unser Handeln und uns nicht hinter Ausflüchten verstecken bezüglich unseres Fehlverhaltens. Ausflüchte wie, wir wären eben zu schwach, um nicht zu sündigen oder wir wären Opfer der vermeintlichen Erbsünde oder gar Gott hätte uns so geschaffen, um uns am Ende Barmherzigkeit erweisen zu können. Stellen wir uns doch endlich der Tatsache, dass wir sündigen, weil wir die Sünde lieben oder weil wir einen vermeintlichen Gewinn davon haben. Dies gilt in jedem Fall und nicht nur bei den kleinen, eher unnötigen Sünden. Selbst in harten Fällen muss man sich nicht für die Sünde entscheiden. Wir müssen in einer Hungersnot zum Beispiel nicht zwangsweise einen anderen erschlagen und berauben, nur um zu überleben. Vielleicht ginge das Überleben auch auf anständige Weise oder aber man nimmt das Verhungern mit christlicher Gelassenheit hin, um dereinst mit reinem Gewissen vor den Allmächtigen treten zu können. Es geht für den Menschen ohnehin weit mehr darum seine Seele und damit das ewige Leben zu retten, als darum den Körper und das irdische Leben zu erhalten. So hat es Jesus dereinst gesagt: „Wenn dir aber dein rechtes Auge ein Anstoss zur Sünde wird, so reiss es aus und wirf es von dir! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verlorengeht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn deine rechte Hand für dich ein Anstoss zur Sünde wird, so haue sie ab und wirf sie von dir! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verlorengeht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird (Matthäus 5.29-30).“ Jesus vertritt also den Standpunkt, dass wir besser versehrt ins Himmelreich gelangen als unversehrt zur Hölle fahren sollten. Die Anweisung im Matthäus muss zwar als rein symbolisch betrachtet werden, denn es ist kaum anzunehmen, Jesus hätte eine wortwörtliche Auslegung im Sinn gehabt, denn hierbei würden wir alle bald einmal verkrüppelt auf Erden umherwandern. Aber es scheint auf der Hand zu liegen, zur Hölle zu fahren wäre weitaus schlimmer, als verkrüppelt auf Erden zu wandern und ebenso ins Paradies zu gelangen und das sollte uns zu denken geben. Nun denn, da wäre wohl alles gesagt. Selbst in grössten Härten gibt es für den Menschen keinen Grund zu sündigen, denn sein reines Gewissen sollte ihm höheres Gut sein als sein Leib und daher kann er frohen Mutes auch das Ende seines irdischen Leibes in Kauf nehmen. Er weiss, zumindest wenn er an Christus und eine Auferstehung von den Toten glaubt, auf ihn wartet eine bessere Welt und daher kann es nicht schwer sein, die Gegenwärtige hinter sich zu lassen. Wir sehen, letzten Endes werden wir gar keinen Grund finden, unsere Sünden zu rechtfertigen. Wir werden daher dereinst ohne Ausreden durch und durch schuldig vor dem Richterstuhl Christi stehen. Und nur weil seine Gnade uns vergibt, wenn wir ihn denn als unseren Erlöser angenommen haben sollten, ergibt sich daraus kein Freibrief zum sündigen. Was hatte Paulus diesbezüglich an die Gemeinde in Rom geschrieben? „Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Mass der Gnade voll werde? Das sei ferne! Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben (Römer 6.1-2)?“ Na dann, lassen wir das sündigen doch einfach. Wenn wir uns über Jahre oder Jahrzehnte darin trainieren konnten zu sündigen, können wir uns ja wohl ebenso gut darin trainieren nicht mehr zu sündigen. Und weil man in der Sünde in jedem Falle immer nur Schaden erkennen könnte, wenn man biblische Regeln als gut und weise einstufen täte, so wäre ja klar, wir tun uns ganz einfach nur einen grossen Gefallen, wenn wir der Sünde eine Absage erteilen. Viel Erfolg sei uns allen dabei gewünscht.

Es mag im ersten Moment recht unangenehm sein, die gerne gebrauchte faule Ausrede zu verlieren, wir wären eben ganz in Sünde geboren und könnten gar nicht anders als zu sündigen, doch wie sieht der Gewinn einer neuen selbstverantwortlichen Denkweise aus? Man gelangt dadurch zu einer gewissen leisen Veranlassung sich zu bessern, denn man hat ganz neu erkannt, man könnte ja auch anders. Und wenn man sich bessert, nimmt das Leben durch den Wegfall gewissen Fehlverhaltens plötzlich angenehmere Züge an, für einen selbst und auch für die Anderen. So schlecht kann verantwortliche Denkweise also gar nicht sein, müsste man annehmen. Und selbst wenn man allenfalls Jahre trainieren wird müssen, um gewisse Eigenarten los zu werden, kann dies nicht schlecht sein, denn im Laufe dieser Jahre wird es uns von Tag zu Tag immer besser und besser gehen. Wir sehen, wir wären in jedem Fall gut beraten, wenn wir annehmen oder glauben täten, wir wären nicht der Sünde Leibeigener oder Sklave, sondern ganz im Sinne des Allmächtigen der Herr über die Sünde. Wir dürfen davon ausgehen, dass sich bei solcherlei Denkweise ein gewisser Erfolg einstellen wird. Falls man diesen Erfolg nicht lieben oder ihn ganz einfach geringschätzen sollte, so könnte man vielleicht alternativ dazu wenigstens das Gericht oder die Strafe Gottes für den Ungehorsam und die Sünde fürchten und sich darum zum Besseren wenden. Wenn Gott sein auserwähltes Volk nicht verschont hat, warum sollte er dann die Anderen verschonen? So sprach Gott durch den Propheten Hosea zu seinem Volk: „Hört das Wort des HERRN, ihr Kinder Israels! Denn der HERR hat einen Rechtsstreit mit den Bewohnern des Landes, weil es keine Wahrheit, keine Liebe und keine Gotteserkenntnis im Land gibt. Fluchen und Lügen, Morden, Stehlen und Ehebrechen hat überhandgenommen, und Blutschuld reiht sich an Blutschuld. Darum trauert das Land, und alle müssen verschmachten, die darin wohnen; die Tiere des Feldes und die Vögel des Himmels; und auch die Fische im Meer werden dahingerafft. Doch niemand soll rechten, und keiner soll tadeln; denn dein Volk ist wie die, welche mit dem Priester rechten! Und so wirst du bei Tag straucheln, und auch der Prophet wird mit dir straucheln bei Nacht, und ich will deine Mutter vertilgen. Mein Volk geht zugrunde aus Mangel an Erkenntnis; denn du hast die Erkenntnis verworfen, darum will ich auch dich verwerfen, dass du nicht mehr mein Priester seist; und weil du das Gesetz deines Gottes vergessen hast, will auch ich deine Kinder vergessen! Je mehr sie wurden, desto mehr sündigten sie gegen mich; darum will ich ihre Ehre in Schande verwandeln. Von der Sünde meines Volkes nähren sie sich und sind gierig nach ihren Missetaten. Aber es soll dem Volk ergehen wie dem Priester; ich werde ihren Wandel an ihnen heimsuchen und ihnen ihre Taten vergelten (Hosea 4.1-9).“ Man bedenke hierbei: Gott ist gut und daher sind auch seine Gerichte gut, immer! Diese sollen das Volk zu dessen eigenem Vorteil zu besseren Sitten erziehen und damit will der liebe Gott letzten Endes den Schaden im Volk verringern. Wenn das Volk das Glück nicht freiwillig sucht, muss man es eben mit dem nötigen Druck dazu zwingen. So sieht das wohl der Allmächtige und wer will ihm widersprechen?

Bibelstellen nach Schlachter, neue revidierte Fassung 2000, wo nicht anders vermerkt.

Ralph Pfister - 13. Januar 2023

Bibelverse
Passend zum Weltbild dieser Arche

„Bis ich komme, halte an mit Vorlesen, mit Ermahnen, mit Lehren.“
1.Timotheus 4.13

„Denn wenn ich euch auch durch den Brief traurig gemacht habe, so bereue ich es nicht; denn das Gott gemässe Trauern bewirkt eine Busse zum Heil, die man nie zu bereuen hat, das Trauern der Welt aber bewirkt den Tod.“
2.Korinther 7.8 & 10

„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
Johannes 1.14

„Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn gläubig geworden waren: Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!“
Johannes 8.31 & 32

„Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“
Johannes 16.13

Die Bibel  
Das Gesetz - Die zehn Gebote

„Und Gott redete alle diese Worte und sprach: Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben! Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen! Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der HERR den Sabbattag gesegnet und geheiligt. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht stehlen! Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten! Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgendetwas, das dein Nächster hat!“
2. Mose 20.1-17

Die Bibel  
Ermutigung, Trost, Auferbauung

„Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst!“
Josua 1.9

„Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist aber du, dass du dich vor dem sterblichen Menschen fürchtest, vor dem Menschenkind, das wie Gras dahingegeben wird, und dass du den HERRN vergisst, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgespannt und die Erde gegründet hat? Und allezeit, den ganzen Tag, fürchtest du dich vor dem Grimm des Bedrückers, wenn er sich rüstet, um zu verderben. Wo ist denn nun der Grimm des Bedrückers?“
Jesaja 51.12-13

„Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird gerettet werden; denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie der HERR verheißen hat, und bei den Übriggebliebenen, die der HERR beruft.“
Joel 3.5 (H2.32)

„Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern. Er erquickt meine Seele; er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und wenn ich auch wanderte durchs Tal des Todesschattens, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Haus des HERRN immerdar.“
Psalm 23

„Gar keiner wird zuschanden, der auf dich harrt; zuschanden werden, die ohne Ursache treulos handeln.“
Psalm 25.3

„Der HERR ist mein Licht und mein Heil,
vor wem sollte ich mich fürchten?
Der HERR ist meines Lebens Kraft,
vor wem sollte mir grauen?“
Psalm 27.1

„Denn sein Zorn währt einen Augenblick, seine Gnade aber lebenslang; am Abend kehrt das Weinen ein und am Morgen der Jubel.“
Psalm 30.6 (H30.5)

„Ein Wallfahrtslied. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat! Er wird deinen Fuß nicht wanken lassen, und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht. Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten zu deiner rechten Hand, dass dich am Tag die Sonne nicht steche, noch der Mond bei Nacht. Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele; der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit.“
Psalm 121

„Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen? Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht; ich sage euch aber, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den morgigen Tag; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage.“
Matthäus 6.25-34

„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht zum Sieg hinausführt. Und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen.“
Matthäus 12.20-21

„Und ich sage euch: Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.“
Lukas 11.9-10

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“
Römer 8.28

„Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.“
Philipper 4.13

„Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“
1.Johannes 1.9

Die Schriften - Eine kleine Auswahl

Die Schriften

Die Schriften auf dieser Arche sollen herausfordern, Dinge aus biblischer Sicht ins rechte Licht rücken, Themen auch von ungewohnter Seite beleuchten und vor allem auch vorbereiten auf schwierige Zeiten. Die fetten Jahre sind vorüber, hört man da und dort gerne einmal sagen. Wir können davon ausgehen, die Zeiten werden früher oder später nicht nur magerer oder mager, sondern gar finster. Und genau darauf sollten wir uns Kraft eines starken Glaubens vorbereiten. Die Schriften dieser Arche...

Die Liebe

Bekannt ist uns allen, was man landläufig so unter Liebe versteht oder unter diesem Begriff vereint: Freundschaft, Treue, Grossmut, Grosszügigkeit, Barmherzigkeit, Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit und vieles mehr. Da mag jedermann so seine eigenen Schwerpunkte und Vorlieben haben, doch einen gewissen Konsens wird man hier schon finden. Schon etwas herausfordernder wird es, wenn man die vertiefende Beschreibung der Liebe gemäss dem ersten Korinther sich zu Gemüte führt: „Die Liebe ist langmütig und ....

Geistliche Exzellenz

Wir dürfen uns gerne einmal fragen, worin geistliche Exzellenz bestehen könnte oder was einen exzellenten Jünger Christi ausmachen würde? Können wir diese Frage an seinem Charakter, seinem Verhalten oder seiner Tätigkeit klären? Vermutlich müssen wir dies alles einschliessen, was diese Betrachtung durchaus zu einer Herausforderung werden lässt. Was wird von Charakter und Verhalten eines exzellenten Jünger Christi erwartet? Möglichst Jesus sollte er gleichen, sein Vorbild sollte er nachahmen. Jesus ist unser ...

Der Gehorsam des Jüngers

Wovon sollten oder dürfen wir als Jünger Christi in Bezug auf den Gehorsam ausgehen? Von der grossen unendlichen Freiheit, dem Atmen des „weggefallenen“ Gesetzes und der Gnade im Neuen Testament oder müssten wir eher die Strenge und die Gesetzlichkeit des Alten Testamentes zur Richtschnur nehmen in Bezug auf die Frage nach dem Gehorsam gegenüber Gott und seinen Regeln? Oder können wir uns einfach ganz nach unserem Geschmack das Beste aus beiden ....

Der erweckte Christ

Der erweckte Christ lebt in einer anderen Dimension als der sogenannt normale Christ. Für letzteren ist ersterer zumeist nur ein Verrückter, welcher vermeintlich fernab irdischer Realitäten in einer frommen Wolke schwebt. Doch leider steht es wohl nicht so gut um die geistliche Wahrnehmung des normalen Christen und er dürfte mit seiner Einschätzung womöglich ganz gründlich falsch liegen. Wir wollen im Folgenden dieser Sache auf den Grund gehen und uns fragen, ob die vermeintlich verrückten Erweckten ...

Krieg oder Frieden

Für einmal wollen wir mit der guten Nachricht beginnen: Eine Zeit des Friedens auf Erden wird in der Bibel mit der Wiederkunft Christi verheissen. Gemäss den biblischen Verheissungen wird Christus dereinst für tausend Jahre ein Friedensreich errichten in welchem die Menschen den Krieg nicht mehr lernen werden. Im Buch Jesaja finden wir die Verheissung vom Frieden und in der Offenbarung eine Angabe zur Dauer des Friedens. Gemäss der biblischen Verheissung sollen dereinst die verstorbenen Märtyrer auferstehen ...