Ich stehe in der Nähe eines befreundeten Paares und höre mir an, was der Freund zu seiner Freundin sagt, welche deren Beziehung offenbar beenden will. Er hat wohl schon einige Ecken und Kanten und ganz unbegründet mag ihre Absicht vermutlich nicht sein. Er sagt zu ihr, sie könnte sich ihren Vater zum Vorbild nehmen, welcher an der Ehe mit ihrer Mutter festgehalten hätte, obwohl nicht alles so perfekt gewesen wäre. Dieser hätte wegen ein paar Unmöglichkeiten die Beziehung nicht einfach weggeworfen, wenn es ihm dabei auch nur ein Stück weit um seinen öffentlichen Ruf gegangen wäre.
Ich sage darauf zu ihr, so unrecht hätte er damit nicht und ich wäre der Meinung, dass man heute ohnehin dazu neigen würde, letztlich zum Schaden aller, schon wegen jeder Kleinigkeit eine Beziehung zu beenden. Leicht überzeichnend sage ich, da würde eine Frau ihren Partner verabschieden, nur weil dieser zu schwarzen Hosen rote Socken tragen täte und ein Mann würde seine Frau entlassen, nur weil sie mal die Suppe versalzen hätte.
Danach geht mir sehr vage ein Liedtext durch den Kopf, der den beschriebenen Missstand der leichtfertigen Trennung leicht provokativ auf den Punkt bringt und dazu ermahnt, eine Beziehung nicht so schnell wegzuschmeissen. Zu diesem Lied geht mir der Gedanke durch den Kopf: Das Volk weint und tut Busse. (Traum vom 21. August 2023)
Anmerkung:
Wie wäre es, wenn man sich so langsam von viel zu hohen Ansprüchen verabschieden täte und wieder lernen würde, so einiges in Liebe zu ertragen? Macht es wirklich Sinn, wegen Kleinigkeiten Beziehungen zu beenden, nur um danach wieder eine Neue einzugehen, weil man es ohne ja doch nicht aushält, nur um dann erneut an Kleinigkeiten zu scheitern? Zur Trennung erst nach der Heirat sei hier noch angemerkt, davon hält die Bibel nicht gerade viel. So hat es Jesus dereinst auf den Punkt gebracht: „Und die Pharisäer traten herzu und fragten ihn, um ihn zu versuchen: Ist es einem Mann erlaubt, seine Frau zu entlassen? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Was hat euch Mose geboten? Sie sprachen: Mose hat erlaubt, einen Scheidebrief zu schreiben und seine Frau zu entlassen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wegen der Härte eures Herzens hat er euch dieses Gebot geschrieben. Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau erschaffen. »Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen; und die zwei werden ein Fleisch sein.« So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden (Markus 10.2-9)!“ Man könnte durchaus so weit gehen, anzunehmen Gott würde gar nichts halten von Scheidung, auch nicht in schwierigen Fällen und schon gar nicht bei den Leichten, wo man sich scheiden lässt aufgrund von Kleinigkeiten.
Bezüglich Lieder wäre nachzudenken über Sinn und Zweck der Lieder und über deren geistliche Wirkung. Wie schön wäre es, wenn es nicht nur banale Liedchen gäbe, sondern auch welche die man gesellschaftskritisch und korrigierend nennen könnte? Wenn ein Lied Menschen zur Busse führt, zu einer Umkehr in ihrem Leben zu gesunden und guten biblischen Werten, dann wäre dieses Lied ein wahrer Segen. Wenn Menschen weinen und Busse tun aufgrund von Liedern oder Predigten, schwebt der Geist der Erweckung in diesen Liedern und Predigten. Dieser Geist jedoch kann nicht in banalen Liedern und Predigten stecken, welche ein verzärteltes Evangelium predigen, nur von der Liebe und Gnade schwärmen, nicht jedoch Sünde und Fehlverhalten thematisieren und zur Umkehr aufrufen. Der Heilige Geist kam nicht zur süssen Ohrenbläserei auf die Erde hernieder, sondern zur Überführung der Sünde, zur Korrektur des Menschen. So hat es Jesus ausgesprochen: „Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden. Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht (Johannes 16.7-8).“ Wollen wir Veränderungen zum Besseren hin, so haben wir Sünde und Fehlverhalten anzusprechen und der Heilige Geist überführt im günstigeren Falle danach den Angesprochenen. Selten gelingt diese Überführung allein durch den Heiligen Geist, ohne dass die Sünde von einem Menschen angesprochen würde, denn die meisten Menschen, auch die meisten Gläubigen sind leider nicht gerade allzu offen für das Sprechen des Heiligen Geistes.
Ralph Pfister - 23. August 2023
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Ich befinde mich in einer kleinen Gruppe auf einer Reise oder einem Ausflug in einem Land der ehemaligen Sowjetunion. Eventuell befinden wir uns im Russischen Teil der Sowjetunion. In einer verschneiten Ebene vor majestätischen Bergen sollen sich alle Gäste auf die Knie begeben, um irgendetwas zu ehren. Weil ich und jemand anderer neben mir bei der ersten Aufforderung nicht auf die Knie gehen, wird der Gruppe nochmals erklärt, dass dies hier so üblich sei, und dass es Konsequenzen für die ganze Gruppe hätte, wenn ....
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