Die Erklärung der Schöpfung

Urknall und Evolution

Wir wollen hier vorerst gar nicht der Frage nachgehen, ob die Theorie von Schöpfung durch Urknall und Evolution allenfalls stimmen könnte oder nicht, sondern uns zuerst einmal nur ganz bescheiden der Frage nach der Wahrscheinlichkeit der Erklärbarkeit des Universums durch uns kleine Menschen widmen. Die Gesamtheit von Raum, Zeit, Materie und Energie im Universum nimmt gemäss heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ungeahnte Ausmasse an. So soll das beobachtbare Universum einen Radius von über 45 Milliarden Lichtjahren aufweisen und gegen zwei Billionen (= eine Zwei mit zwölf Nullen) Galaxien enthalten. Eigentlich genügt bezüglich der Abschätzung der Ausmasse des Universums schon die Betrachtung des beobachtbaren Universums, um festzustellen, dass wir uns hier bezüglich der Erklärung der Entstehung einer gewaltigen Sache gegenüber stehen sehen. Da wäre es noch nicht einmal nötig zu erwähnen, dass man vermutet das Universum könnte gar unendlich sein, denn das würde die Sache nicht leichter machen.

Was braucht es, um eine Sache mit gewaltigem Ausmass zu beschreiben, zu beziffern und zu erfassen? Die Antwort liegt für jedermann auf der Hand: Sollte diese auch nur ansatzweise angemessen erfasst werden, bräuchte es auch gewaltige Erkenntnis oder unbeschreibliche Intelligenz. Eine Intelligenz, welche der Grössenordnung der zu erforschenden Sache in Breite, Tiefe und Länge ebenbürtig ist. Verfügt auf Erden irgendeiner über diese Intelligenz, können wir alle im Kollektiv damit aufwarten oder werden wir kleinlaut kapitulieren müssen? Wir werden es im Folgenden bald erfahren. Zur Messung des Wissens oder der Intelligenz müssten wir einen geeigneten Massstab finden. Um nicht der völligen Unverständlichkeit zu verfallen, sollten wir diesen Massstab angemessen überschaubar gestalten. Man mag von einem IQ (Intelligenzquotienten) halten, was man will und im Folgenden werden wir vollends verstehen, dass man nicht wirklich viel davon halten muss, doch einen ersten kleinen Hinweis auf die doch sehr geringe Potenz des Menschen bezüglich der Betrachtung ganz grosser Zusammenhänge liefert er allemal. Bei einem Intelligenztest beantwortet man so um die 70 bis 100 Fragen und erhält am Ende eine Zahl von ungefähr 40-160 als sogenanntem IQ. Dabei soll ein Wert von 90-110 als durchschnittlich gelten und ab 130 geht man als hochbegabt durch. Zu den Hochbegabten soll man ca. 2% der Menschen zählen. Doch dies ist gar nicht weiter wichtig, denn selbst die Intelligenz der Hochbegabten wird im Laufe der folgenden Betrachtung zu Staub zerfallen. Man stelle sich nun vor, in einem „universalen“ Intelligenztest müsste ein Kandidat alle Galaxien namentlich nennen können und nicht nur 70-100 Fragen beantworten. Und seien wir ehrlich, diese Aufgabe wäre noch viel zu einfach, denn jede Galaxie enthält noch einige hundert Milliarden Sterne. Unser Planet Erde zum Beispiel befindet sich in einer Galaxie, welche wir Milchstrasse nennen, mit geschätzten 100 bis 300 Milliarden Sternen. Nun, kommen wir also nach kurzem Ausflug in die Anzahl Sterne einer Galaxie zurück zu unserem universalen Intelligenztest, wo man zwei Billionen Galaxien benennen müsste. Wir wollen hier vergessen, dass wir diese noch gar nicht alle benannt haben und nur so tun, als hätten wir. Um einen etwas besseren oder auch nur opulenteren Massstab für die Intelligenz des Menschen zu erhalten, als wir ihn bei der Betrachtung eines Intelligenztestes vorfinden, wollen wir hier die Intelligenz des Menschen an seinem Wortschatz messen. Wie viele Worte kann sich ein Mensch denn merken? Der Wortschatz eines Menschen in seiner Muttersprache soll geschätzt gemäss Wikipedia von 3‘000 bis 216‘000 Wörtern reichen. Goethes Wortschatz soll bei gut 90‘000 Worten gelegen haben. Um zwei Billionen (= 2000 Milliarden) Galaxien zu benennen, hätte er seinen Wortschatz nur um den Faktor 22‘222‘222 (= 22.2 Millionen) erweitern müssen. Wir stellen fest; es wird unübersichtlich. Wir müssen die Sache vereinfachen. Wenn einer allein die Sache nicht meistern kann, wie wäre es dann im Kollektiv? Acht Milliarden Menschen benennen die zwei Billionen Galaxien? Das würde nur noch die überschaubare Zahl von 250 Galaxien pro Erdenbewohner bedeuten. Vom Säugling bis zum Greis müssten alle Menschen 250 Namen sich merken, passend zu den ihnen zugewiesenen Galaxien. Wer nun beweisen will, der Mensch könnte das Universum mutmasslich im Kollektiv doch beschreiben, müsste nun nur noch erklären, wie um alles in der Welt jeder Mensch auf Erden Astronom werden sollte, woher die genaue Erkenntnis zu Lage seiner 250 Galaxien käme und wie er diese von allen anderen unterscheiden wollte? Wir sollten bei dieser vereinfachten Beschaulichkeit nicht vergessen, dass jede Galaxie noch einige hundert Milliarden Sterne enthält und wir von jedem einzelnen Erdenbürger zur Bestätigung seiner universalen Intelligenz auch noch verlangen könnten, er müsste nun diese Sterne auch noch benennen und da sind wir im Kollektiv wieder genau dort angelangt, wo wir schon bei der Betrachtung der Intelligenz des Einzelnen waren, nämlich bei der Notwendigkeit eines Milliardenwortschatzes, wo doch mutmasslich bei den meisten Menschen nicht mehr als einige Tausend Worte ins Köpfchen passen.

Und um der leichten Gemeinheit der Betrachtungen hier noch einen drauf zu setzen, sei darauf hingewiesen, dass wir hier vom beobachtbaren Universum mit endlichen Ausmassen sprechen und nicht von einem allenfalls Unendlichen. Sollte das Universum unendlich sein, würden die 250 von jedem einzelnen Menschen zu benennenden Galaxien zu einer unendlichen Zahl und unendlich ist für uns nun einmal nicht zu fassen.

Doch wir müssen die Unendlichkeit nicht einmal ansatzweise bemühen, um nachzuweisen, dass wir Menschen die Entstehung des Universums nicht erklären können. Es waren nämlich nicht acht Milliarden Menschen, welche im Kollektiv über Urknall und Evolution nachdachten und damit diesem grossen Mysterium auf den Grund gehen wollten, sondern es waren beim Urknall ein paar wenige Physiker und Mathematiker und bei der Evolutionstheorie ein paar wenige Naturwissenschaftler. Als Begründer der Urknalltheorie gilt der belgische Physiker Georges Lemaitre (1894-1966), ein Astrophysiker und Theologe, welcher unter anderem Überlegungen und Theorien von Albert Einstein (Relativitätstheorie) und Alexander Friedmann (Beschreibung des expandierenden Universums) für seine 1931 entwickelte Theorie nutzte. Einige wenige andere Namen haben in den folgenden Jahrzehnten ihren Teil dazu beigetragen. Als einer der ersten Evolutionstheoretiker gilt Jean-Baptiste de Lamarck (1744-1829), Botaniker und Zoologe, der 1809 sein Theoriegebäude des Artenwandels vorschlug. Einige Jahrzehnte später machte sich Charles Darwin (1809-1882) als Naturforscher daran, seine Theorie der Anpassung an Lebensraum durch Variation und natürliche Selektion zu entwickeln. Auch hier gäbe es noch ein paar weitere Namen, doch auf eine nennenswerte Zahl kämen wir nicht.  Es hat also nicht kollektive menschliche Intelligenz über die Schöpfung nachgedacht, und diese kollektive Intelligenz würde schon viel zu kurz greifen, sondern nur ein paar wenige Forscher. Das Kollektiv hat nicht mitgedacht, es plappert nur seit Jahrzehnten nach, was diese Wenigen glauben, herausgefunden zu haben. Dies wäre noch gar nicht so dramatisch, wenn man dabei immer wieder in aller Deutlichkeit herausstreichen würde, dass es sich bei dem vermeintlich Herausgefundenen nur um Theorien handelt und nicht um Fakten. Es sie hier in aller Deutlichkeit erwähnt, man nennt sowohl die Urknalltheorie, wie auch die Evolutionstheorie Theorien und nicht universale Wahrheiten. Eine Theorie entwirft nur ein Bild, ein Modell der Realität und kann ganz erheblich von der Realität abweichen. Und je komplexer die Realität wird, umso grösser werden die Abweichungen und desto unwahrscheinlicher wird es, dass die Theorie auch stimmen könnte.

Wir wollen zur Abschätzung der Glaubwürdigkeit der irdischen oder menschlichen Schöpfungstheorien noch ein weiteres Bild zur Abschätzung menschlicher Intelligenz bemühen, denn der eben erst angestrengte Vergleich erscheint, doch noch etwas abstrakt und unübersichtlich zu sein, zumindest für wenig Mathematik begeisterte Leser. Wir wollen das Ganze bildlich veranschaulichen. Nehmen wir einmal an, universale Intelligenz, und damit meinen wir nicht einmal unendliche Intelligenz, sondern nur diejenige, welche das gegenwärtig beobachtete Universum einbezieht, würde sich darstellen lassen als Messlatte von der Erde bis zum Mond (384‘400 km). Universale Intelligenz würden wir festlegen als die nur bescheidene Kenntnis der Namen der geschätzten zwei Billionen Galaxien im beobachtbaren Universum, was bekanntlich zwei Billionen Worte ergäbe, welche man sich merken müsste. Die Messlatte der Intelligenz von der Erde zum Mond würde also zwei Billionen Worte im Kopf eines universalen Genies entsprechen. Goethe käme mit seinen gut 90‘000 Worte im Vergleich dazu noch auf eine Messlatte der Intelligenz von 173 Metern Höhe, der gebildete Bürger mit höherer Ausbildung mit geschätztem Wortschatz von 10‘000 Worten würde sich in einer Messlatte mit 19.2 Metern Höhe wiedergespiegelt finden und der Normalbürger mit einem Wortschatz von ca. 3‘000 Worten sähe sich vertreten durch eine Messlatte von 5.8 Metern Höhe. Dieser Vergleich veranschaulicht auf der einen Seite, warum Hochbegabte glauben können, sie wären anderen haushoch überlegen, doch zeigt er auch in aller Deutlichkeit auf, dass selbst diese Hochbegabten gemessen an einer hier ziemlich beliebig und verkürzt dargestellten universalen Intelligenz als sehr kleine und unbedeutende Nichtwissende erscheinen. Wären die Vordenker der Urknall- und Evolutionstheorie sogar noch brillanter gewesen als Goethe in seinem Sprachgebrauch und deren Intelligenz ergäbe einen Eiffelturm von 300 Metern Höhe, so würde auch dann noch eine graphische Darstellung des Vergleiches zwischen universaler Intelligenz und diesem Eiffelturm kläglich scheitern. Man versuche doch einmal die Distanz von der Erde zum Mond und daneben einen Turm von 300 Metern auf einem Blatt Papier massstäblich darzustellen. Oder man setze sich auf den Mond und überlege sich, ob man dabei den Eiffelturm mit seinen 300 Metern Höhe auf der Erde noch sehen könnte? Der heutigen Raumfahrt sei Dank, wir wissen es alle: Von dort oben sieht man den Eiffelturm nicht mehr. Mit anderen Worten, die Intelligenz der Vordenker der genannten Theorien wird von dort oben förmlich unsichtbar.

Und nun stellt sich doch dem weisen Betrachter die Frage, warum nur sollten diese Gelehrten der Naturwissenschaften uns erklären können, wie das Universum entstanden sein sollte oder die Artenvielfalt auf der Erde? Ist nicht deren Wissen dazu viel zu klein, selbst dann noch, wenn wir deren Intelligenz zusammenzählen würden? Und falls diese Vordenker nun selbstgerecht sein wollten und uns weis machen sollten, ihre geballte Intelligenz würde schon einen Turm von mehreren Kilometern Höhe ergeben, müssten wir nicht beeindruckt sein, denn selbst diesen Turm würde man vom Mond her nicht sehen. Dazu könnten wir dann auch noch flugs die Rahmenbedingungen verschärfen und von ihnen verlangen, sie müssten auch noch alle Sterne in den zwei Billionen Galaxien benennen und dann könnten wir deren Messlatte der Intelligenz in Form eines vermeintlich hohen Turmes nochmals durch 100-300 Milliarden teilen, denn um diesen Faktor würden die Worte in Form von Bezeichnungen für die Sterne der genannten Galaxien anwachsen. Die erschreckende mathematische Erkenntnis dabei wäre, dass die geballte Intelligenz der versammelten wissenschaftlichen Denker zu den angesprochenen Theorien bei dieser Rechnung zu einem von Auge nicht mehr sichtbaren Krümel würde (bei 10 Denkern = 100 Mikrometer), während universale Intelligenz noch immer festgelegt wäre mit der Distanz von der Erde zum Mond.

Wir dürfen uns nun ganz trocken fragen, ob es überhaupt einen Grund geben könnte, sich auch nur zu überlegen, wissenschaftliche Theorien zur Entstehung der Erde in Betracht zu ziehen? Wie sollen Nichtwissende oder Minimalstwisser uns einen unvorstellbar komplexen Sachverhalt erklären können? Müsste nicht ein Allwissender diese Aufgabe übernehmen? Und wenn ja, wie sollte dieser uns, den anderen Nichtwissenden, diese Sache näherbringen?

Bevor wir uns dem Versuch des Schöpfers des Universums, uns seine Schöpfung zu erklären widmen, wollen wir hier noch eine Warnung an die vermeintlich Wissenden formulieren. Das Buch Hiob enthält viel Hader Hiobs gegenüber dem Allmächtigen, weil er mit dem Elend in seinem Leben nicht zufrieden war. Er war der Meinung, Gott wäre da einiges entglitten und dieser hätte nicht wirklich gewusst, was er täte. Gott tadelte seinen Hader mit harten Worten, indem er ihn darauf hinwies, so ziemlich keine Ahnung von seinem Walten und schöpferischen Tun zu haben. Weil das Kapitel 38 im Buch Hiob uns so wunderschön, unser bescheidenes Wissen vor Auge führt, wollen wir dieses Kapitel hier in voller Länge geniessen:

Da antwortete der HERR dem Hiob aus dem Gewittersturm und sprach: Wer verfinstert da Gottes Rat mit seinen unverständigen Reden? Gürte doch deine Lenden wie ein Mann! Ich will dich fragen, lehre mich! Wo warst du, als ich den Grund der Erde legte? Sage an, wenn du es weißt! Wer hat ihre Maße bestimmt? Weißt du das? Oder wer hat die Messschnur über sie ausgespannt? Worauf wurden ihre Grundpfeiler gestellt, oder wer hat ihren Eckstein gelegt, als die Morgensterne miteinander jauchzten und alle Söhne Gottes jubelten? Wer hat das Meer mit Dämmen umgeben, als es hervorbrach wie aus dem Mutterleib, da ich es in Wolken kleidete und es in dicke Nebel, wie in Windeln band; da ich ihm seine Grenze zog und ihm Damm und Riegel gab und zu ihm sprach: «Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter, hier soll sich legen deiner Wellen Stolz!»? Hast du zu deiner Zeit den Sonnenaufgang angeordnet und dem Morgenrot seinen Platz angewiesen, dass es die Enden der Erde ergreife, damit die Frevler von ihr abgeschüttelt werden? Sie wandelt sich wie Ton unter dem Siegel und alles steht da wie ein Prachtgewand; den Gottlosen wird ihr Licht entzogen und der Frevler Arm zerbricht. Bist du auch bis zu den Meeresquellen gekommen, oder hast du die Meerestiefe ausgeforscht? Sind dir die Tore des Todes geöffnet worden, oder hast du die Tore des Todesschattens gesehen? Hast du die Breiten der Erde überschaut? Weißt du das alles, so sage es mir! Welches ist der Weg zu den Wohnungen des Lichts, und wo hat die Finsternis ihren Ort, dass du bis zu ihrer Grenze gelangen und den Pfad zu ihrem Hause finden könntest? Du weißt es, denn zu der Zeit warst du geboren, und die Zahl deiner Tage ist groß! Bist du auch bis zu den Vorratskammern des Schnees gekommen, und hast du die Speicher des Hagels gesehen, die ich aufbehalten habe für die Zeit der Not, für den Tag des Krieges und des Streits? Auf welche Weise verteilt sich das Licht, und wie verbreitet sich der Ostwind über die Erde? Wer hat dem Regenstrom sein Bett gegraben und dem Donnerstrahl einen Weg gebahnt, damit es regne auf unbewohntes Land, auf die Wüste, wo kein Mensch ist, um zu sättigen die Einöde und Wildnis, damit das junge Grün gedeihen kann? Hat der Regen auch einen Vater, und wer hat die Tropfen des Taues erzeugt? Aus wessen Leibe ist das Eis hervorgegangen, und wer hat des Himmels Reif geboren? Wie zu Stein erstarren die Gewässer, und der Wasserspiegel schließt sich fest zusammen. Hast du die Bande des Siebengestirns geknüpft, oder kannst du die Fesseln des Orion lösen? Kannst du die Zeichen des Tierkreises zu ihrer Zeit herausführen, und leitest du den Großen Bären samt seinen Jungen? Kennst du die Gesetze des Himmels, oder bestimmst du seine Herrschaft über die Erde? Kannst du deine Stimme zu den Wolken erheben und befehlen , dass dich Regengüsse bedecken? Kannst du Blitze entsenden, dass sie hinfahren und zu dir sagen: Siehe, hier sind wir? Wer hat Weisheit in die Nieren gelegt, oder wer hat dem Herzen Verstand verliehen? Wer zählt die Wolken mit Weisheit, und wer schüttet die Schläuche des Himmels aus, dass der Staub zu Klumpen wird und die Schollen aneinander kleben? Jagst du der Löwin ihre Beute und stillst die Begierde der jungen Löwen, wenn sie in ihren Höhlen kauern, im Dickicht auf der Lauer liegen? Wer bereitet den Raben ihre Speise, wenn ihre Jungen zu Gott schreien und aus Mangel an Nahrung herumflattern?“

Selbstverständlich wird der moderne Mensch des 21. Jahrhunderts glauben, zur einen oder anderen Frage Gottes an Hiob eine Antwort zu haben. Doch wie viel Tiefgang hätte diese Antwort? Was, wenn der Schöpfer des Universums nachhaken würde, wenn er mehr als nur eine verkürzte Antwort haben wollte? Schnee, Hagel, Nebel und Blitz mögen wir zwar einigermassen erklären können, doch können wir sie auch bewirken und zwar ganz im Stile der Natur? Können wir dem Himmel befehlen, ganz nach unseren Wünschen den Regen zu geben, können wir dem Blitz befehlen zur bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort einzuschlagen? Wären wir wirklich Wissenden, wir könnten es! Waren wir dabei als Himmel und Erde gegründet wurden? Haben wir dabei Hand angelegt und dafür geschaut, dass das Werk auch gelingen möge? Nein, wir haben weder Hand angelegt, noch hätten wir etwas zum Gelingen beitragen können. Wir wissen es nur zu gut: Wir haben der Natur nichts zu befehlen und wir haben nichts von der ganzen Schöpfung im biblischen Sinne erschaffen. Alles, was wir „erschaffen“, basiert auf bereits vorhandenen Rohstoffen, welche wir dem Rohstofflager Erde entnehmen. So nebenbei bemerkt: Wenn wir so weiter machen wie bisher, werden wir wohl bald einmal nichts mehr zu erschaffen haben, denn irgendwann einmal wird das Rohstofflager leer sein und da uns die Gabe fehlt, Rohstoffe selbst zu erschaffen, werden wir dannzumal wohl ziemlich dumm aus der Wäsche schauen. Was wollte der Schöpfer des Universums dem Hiob vermitteln? Dass es ihm gewaltig an Erkenntnis und Demut mangelte. Grosse Erkenntnis anerkennt oder stellt fest, so ziemlich nichts zu wissen und grosse Demut befähigt dazu, diese Erkenntnis zu verkraften.

Nachdem wir nun verstanden haben, dass wir nichts verstehen, können wir uns der biblischen Schöpfungsgeschichte widmen. Es sei hier für die Freunde von Urknall und Evolution schon erwähnt, es werden im Folgenden doch noch leicht versöhnliche Töne bezüglich dieser Theorien folgen. Gänzlich muss man wissenschaftliche Erkenntnisse nicht über Bord werfen, wenn man Schöpfung aus biblischer Sicht betrachtet.

Wie hat der Schöpfer des Universums versucht, den kleinen und ziemlich unwissenden Menschen seine Schöpfung zu erklären? Da wir nun wissen, dass wir wohl so unsere Mühe haben dürften, komplexe Sachverhalte zu verstehen, können wir uns gut vorstellen, dass Gott die Sache sehr vereinfachen musste. Daher erklärt sich nun auch die verkürzte Erklärung zur Entstehung des Universums in der Bibel schon fast von selbst. Übersichtlich hat Gott die Erschaffung des Universums in einer Geschichte in einfachen Bildern und kurzen Zeiträumen symbolisch erklärt. Man könnte die Schöpfungsgeschichte auch eine sehr knappe Vision dessen nennen, was Gott getan hat.

Die Schöpfungsgeschichte gemäss dem Anfang der Bibel hört sich folgendermassen an:

Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war; da schied Gott das Licht von der Finsternis; und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis Nacht. Und es ward Abend, und es ward Morgen: der erste Tag (1. Mose 1.1-5).

Und Gott sprach: Es soll eine Feste entstehen inmitten der Wasser, die bilde eine Scheidewand zwischen den Gewässern! Und Gott machte die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste, dass es so ward. Und Gott nannte die Feste Himmel. Und es ward Abend, und es ward Morgen: der zweite Tag (1. Mose 1.6-8).

Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einen Ort, dass man das Trockene sehe! Und es geschah also. Und Gott nannte das Trockene Land; aber die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Es lasse die Erde grünes Gras sprossen und Gewächs, das Samen trägt, fruchtbare Bäume, deren jeder seine besondere Art Früchte bringt, in welcher ihr Same sei auf Erden! Und es geschah also. Und die Erde brachte hervor Gras und Gewächs, das Samen trägt nach seiner Art, und Bäume, welche Früchte bringen, in welchen ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und es ward Abend, und es ward Morgen: der dritte Tag (1. Mose 1.9-13).

Und Gott sprach: Es seien Lichter an der Himmelsfeste, zur Unterscheidung von Tag und Nacht, die sollen zur Bestimmung der Zeiten und der Tage und Jahre dienen, und zu Leuchtern an der Himmelsfeste, dass sie die Erde beleuchten! Und es geschah also. Und Gott machte die zwei großen Lichter, das große Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht; dazu die Sterne. Und Gott setzte sie an die Himmelsfeste, damit sie die Erde beleuchteten und den Tag und die Nacht beherrschten und Licht und Finsternis unterschieden. Und Gott sah, dass es gut war. Und es ward Abend, und es ward Morgen: der vierte Tag (1. Mose 1.14-19).

Und Gott sprach: Das Wasser soll wimmeln von einer Fülle lebendiger Wesen, und es sollen Vögel fliegen über die Erde, an der Himmelsfeste dahin! Und Gott schuf die großen Fische und alles, was da lebt und webt, wovon das Wasser wimmelt, nach ihren Gattungen, dazu allerlei Vögel nach ihren Gattungen. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet das Wasser im Meere, und das Geflügel mehre sich auf Erden! Und es ward Abend, und es ward Morgen: der fünfte Tag (1. Mose 1.20-23).

Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Wesen nach ihrer Art, Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes nach ihrer Art! Und es geschah also. Und Gott machte die Tiere des Feldes nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Wir wollen Menschen machen nach unserm Bild uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh auf der ganzen Erde, auch über alles, was auf Erden kriecht! Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich schuf er sie. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, was auf Erden kriecht! Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles Gewächs auf Erden gegeben, das Samen trägt, auch alle Bäume, an welchen Früchte sind, die Samen tragen; sie sollen euch zur Nahrung dienen; aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was auf Erden kriecht, allem, was eine lebendige Seele hat, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah also. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es ward Abend, und es ward Morgen: der sechste Tag (1. Mose 1.24-31).

Also waren Himmel und Erde vollendet samt ihrem ganzen Heer, so dass Gott am siebenten Tage sein Werk vollendet hatte, das er gemacht; und er ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, denn an demselben ruhte er von all seinem Werk, das Gott schuf, als er es machte (1. Mose 2.1-3).“

So weit, also die Vision oder Geschichte der Bibel zur Erschaffung des Universums. Nicht wenige Zeitgenossen stören sich an der kindlichen Beschreibung der sieben Tage für das Vollenden des ganzen Werkes. Diese können beruhigt werden, denn es müssen keinesfalls in unserem Sinne sieben Tage gemeint sein. So beschreibt Petrus den Zeitbegriff Gottes: „Eins dürft ihr dabei nicht übersehen, liebe Geschwister: Für den Herrn ist das, was für uns ein Tag ist, wie tausend Jahre; und was für uns tausend Jahre sind, ist für ihn wie ein einziger Tag (2. Petrus 3.8 NeÜ).“ Man soll jetzt daraus bitte nicht schliessen, da wäre jeder Tag eben fünftausend Jahre gewesen. Die genannte Bibelstelle deutet viel eher einen gemäss unseren Begriffen zeitlosen Gott an. Weiter schildert uns die Bibel einen ewigen Gott und damit wäre klar, er hätte sozusagen „ewig“ Zeit gehabt für sein Schöpfungswerk. Und warum sollte einer ein so grosses Werk in ein paar Tagen vollenden, wenn er sich Jahrtausende Zeit lassen kann? Mit anderen Worten: Die von Astrophysikern angedachten „astronomischen“ Zeiträume für die Entstehung des Universums müssen keinesfalls völlig aus der Luft gegriffen sein, doch so genau stimmen müssen sie auch nicht. Ein allmächtiger Gott könnte zwar innert wenigen menschlichen Tagen eine Galaxie oder ein ganzes Universum erschaffen, doch müssen tut er nicht. Zur Reihenfolge des Erschaffenen, gemäss der Schöpfungsgeschichte, könnte man sich auch so seine Gedanken machen. Es gibt gläubige Wissenschaftler, welche die Meinung vertreten, wenn man die Schöpfungsgeschichte als vereinfachte Vision nehmen würde, könnte man die Bilder durchaus zur Übereinstimmung bringen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen oder Theorien zur Entstehung des Universums. Es würde hier zu weit führen, diesem Gedanken in der Tiefe nachzugehen, doch wer sich die Mühe machen will, darf dazu gerne seine eigenen Forschungen anstellen. Auch mit einem Urknall kann man durchaus leben, wenn man eine schöpferische Intelligenz dahinter vermutet, welche die Auswirkungen kanalisierte und daraus etwas entwickelte. Wenn wir hingegen glauben wollen, der Zufall hätte nach einem grossen Knall das Universum erschaffen, wird es ziemlich haarig. Denn wie um alles in der Welt wäre schon einmal aus Zufall etwas entstanden?

Man stelle sich vor, man sprenge eine Druckerei in die Luft und würde erwarten, danach würde ein fertig gedrucktes Lexikon vom Himmel fallen. Wir wollen es hier ganz altmodisch halten und uns eine „analoge“ Druckerei vorstellen mit Bleibuchstaben, Druckmaschinen und Papier. Die dort versammelten Bleibuchstaben hätten sich aufgrund der Explosion ganz zufällig in einer sinnstiftenden Reihenfolge arrangiert und sich mit Druckfarbe eingesaut und sich dann auch noch auf einem Stück Papier verewigt. Hört sich so schon nicht gerade realistisch an und da käme noch dazu; das Lexikon hätte viele Seiten und müsste auch noch gebunden werden. Wir wollen hier gar nicht erst erwähnen, dass beim Urknall aus nichts etwas hätte werden sollen und die Ingredienzen zum draus folgenden Werk nicht vorhanden waren, wie im eben genannten Beispiel. Es gibt sogar von Wissenschaftlern das Bekenntnis, der Erfolg der Schöpfung durch Urknall wäre in etwa so wahrscheinlich, wie der Erfolg des Zusammenbaus einer Boeing 747 aus dem Müll in einem Alteisenlager durch einen Wirbelsturm. Solche Betrachtungen könnten wir hier endlos fortführen und in jedem Falle würde der aufmerksame Leser ganz altklug sagen: Aber das geht doch gar nicht! Na schön, also vergessen wir doch einfach den viel zu simplen Gedanken, der Zufall hätte es nach dem Urknall richten können. Urknall, vielleicht ja, aber dann nur mit einem intelligenten Schöpfer, welcher aus dem Knall etwas formte.

Bei der Evolution landen wir selbstredend bei ähnlichen Überlegungen. Ganz von der Hand zu weisen, ist sie nicht, denn ein Schöpfer kann durchaus auch Entwicklungsarbeit leisten oder etwas sich weiter entwickeln lassen. Nur dabei anzunehmen, aus einer Wasserschildkröte könnte nach langer Zeit dereinst ein Kamel werden, scheint doch etwas aus der Luft gegriffen zu sein. Dieses Bild verstehen wir hier selbstverständlich rein symbolisch. Es sei erwähnt, es gibt Wissenschaftler, welche aufgrund neuerer gentechnischer Erkenntnisse den Wandel von einer Pflanzen – oder Tierart in eine andere Art ausschliessen. Mutationen innerhalb einer Art halten sie für möglich, nicht jedoch über eine Art hinaus. Doch auch das wollen wir hier nicht genau betrachten, denn dies würde einmal mehr den Rahmen dieser Schrift sprengen und auch das hier angestrebte Ziel verfehlen. Wie beim Urknall stellt sich auch bei der Evolution eigentlich nur die Frage, ob ohne intelligenten Schöpfer überhaupt sich etwas entwickeln kann? Und selbst wenn es könnte, hätte es dazu zuerst einmal etwas Erschaffenes gebraucht und dies auch dann noch, wenn man bis zum Einzeller zurück geht und behauptet, aus diesem wäre alles entstanden. Wer hat den Einzeller erschaffen? Wieder irgendein Zufall oder eben doch ein intelligenter Schöpfer?

Weil so hochbeliebt, stellen wir uns hier die Frage, woher der Mensch kam und ob es vor diesem schon etwas anderes gegeben hätte? Einen, zugegebenermassen sehr dünnen, Hinweis auf etwas vor dem Mensch finden wir in einem Bibelvers im 1. Buch Mose zur Zeit kurz vor der Sintflut. Damals haben neben den Menschen auch noch Riesen oder Gewaltige (je nach Übersetzung) der Vorzeit gelebt. „Damals lebten die Gewaltigen auf der Erde und auch dann noch, als die Gottessöhne Kinder mit den Menschentöchtern hatten. Das waren die Helden der Vorzeit, berühmte Männer (1. Mose 6.4).“  Wir können in diesen Männer der Vorzeit etwas Menschähnliches sehen, was eben doch nicht ganz Mensch war und mit der Zeit ausstarb. Doch auch wenn vor dem Menschen schon etwas war, so schildert die Bibel den Menschen doch als eine neue Schöpfung (siehe 1. Mose 2). Verfolgt man den biblischen Stammbaum zurück bis zu Adam und Eva, landet man in der Zeit in etwa bei 3‘800 v.Chr. Es gibt nachweislich Funde von Menschen oder eben Vorläufern von Menschen, welche auf frühere Zeiten datieren oder auch Tierfunde mit viel höherem Alter. 2013 und wurde in Sibirien ein Mammutkadaver gefunden mit einem geschätzten Alter von 28‘000 Jahren. Dies widerspricht der Schöpfungsgeschichte der Bibel genauso wenig, wie das geschätzte Alter des Universums, denn die Bibel behauptet nicht, dass vor Adam und Eva nichts gewesen wäre. Nur behauptet sie auch nicht, es wäre alles ohne Schöpfer mehr oder weniger durch Zufall entstanden.

Man mag nun an den Zufall glauben oder nicht, als wahrscheinlich erscheint er dem kritischen Erdenbürger ohnehin nicht. Die Frage bleibt, ob sich die Schöpfung allenfalls vorbei an den genannten Theorien zu Urknall und Evolution erklären liesse? Wenn man der Schöpfung schon wissenschaftlich auf die Spur kommen wollte, müsste man jede erdenkliche Möglichkeit einschliessen und dies würde auch einen intelligenten Schöpfer als Möglichkeit in Betracht ziehen. Und vor allem anderen, dies dürfen wir hier keinesfalls vergessen, müssten wir weitaus intelligenter sein, dies haben wir vorstehend wohl eindrücklich nachgewiesen, um der Entstehung des Universums und der Entwicklung der Artenvielfalt auf Erden auf den Grund zu gehen. Der Schöpfer des Universums gilt als weitaus intelligenter, als es Vordenker von Urknall und Evolution je sein könnten. Seine Intelligenz übertrifft gar die hier ziemlich willkürlich definierte universale Intelligenz bei weitem, denn vermutet, liegt sie bei unendlich, einem Wert, den wir nur symbolisch mit einer liegenden Acht dazustellen vermögen und mit unserem Gehirn auf keine Art und Weise fassen können. Und dieser Schöpfer hat sich, wohl aus Liebe zu uns, weil er uns bezüglich unserer Herkunft nicht ganz im Dunkeln tappen lassen wollte, die Mühe gemacht, uns den Sachverhalt Schöpfung auf eine für uns gerade noch so knapp erfassbare Art und Weise mit wenigen Bildern zu erklären. Wir dürfen uns dafür bedanken oder auch nicht. Was wir uns aufgrund unserer bescheidenen Intelligenz jedoch durchaus ersparen könnten, wäre es, Theorien dazu zu entwickeln, wie allenfalls das Universum entstanden sein könnte. Denn es scheint vermutlich für jedermann auf der Hand zu liegen, diese Theorien werden immer massiv zu kurz greifen und entsprechend weitab der universalen oder göttlichen Realität liegen.

Bibelstellen aus der freien Bibel e-sword übernommen, nach der Schlachter Übersetzung von 1951, wo nicht anders vermerkt.

Ralph Pfister - 4. November 2019

Weisheiten & Bibelverse
Passend zum Weltbild dieser Arche

„Beschäftige Dich mit Deinen Problemen, solange sie noch klein sind!“
Verfasser unbekannt

„Wenn man das Ziel nicht kennt, ist kein Weg der Richtige.“
Verfasser unbekannt

„Aber ich habe wider dich, daß du deine erste Liebe verlassen hast. Bedenke nun, wovon du abgefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Sonst komme ich über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle stoßen, wenn du nicht Buße tust!“
Jesus – Offenbarung 2.4 & 5

„Und dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Das sagt der, welcher die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: Ich weiß deine Werke: du hast den Namen, daß du lebest, und bist tot. Werde wach und stärke das übrige, was sterben will; denn ich habe deine Werke nicht vollendet erfunden vor meinem Gott.“
Jesus – Offenbarung 3.1 & 2

„Ich weiß deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Ach, daß du kalt oder warm wärest! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß und bedarf nichts! und weißt nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und bloß!“
Jesus – Offenbarung 3.15-17

Die Bibel  
Die Gnade

„Als aber der HERR sah, daß die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse, da reute es den HERRN, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübte ihn in seinem Herzen. Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, vom Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe! Noah aber fand Gnade in den Augen des HERRN.“
1.Mose 6.5-8

„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
Johannes 1.14

„Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.“
Johannes 1.16-17

„Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, so dass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist.“
Römer 3.23-24

„Aber es verhält sich mit der Gnadengabe nicht wie mit der Übertretung. Denn wenn durch die Übertretung des Einen die Vielen gestorben sind, wieviel mehr ist die Gnade Gottes und das Gnadengeschenk durch den einen Menschen Jesus Christus in überströmendem Maß zu den Vielen gekommen.
Das Gesetz aber ist daneben hereingekommen, damit das Maß der Übertretung voll würde. Wo aber das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überströmend geworden, damit, wie die Sünde geherrscht hat im Tod, so auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.“
Römer 5.15 & 20-21

„Die Gnade sei mit allen, die unseren Herrn Jesus Christus lieb haben mit unvergänglicher Liebe! Amen.“
Epheser 6.24

„So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!“
Hebräer 4.16

„Darum umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch zuteil wird in der Offenbarung Jesu Christi.“
1.Petrus 1.13

Die Bibel  
Das Gesetz - Die zehn Gebote

„Und Gott redete alle diese Worte und sprach: Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben! Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen! Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der HERR den Sabbattag gesegnet und geheiligt. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht stehlen! Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten! Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgendetwas, das dein Nächster hat!“
2. Mose 20.1-17

Die Bibel  
Ermutigung, Trost, Auferbauung

„Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst!“
Josua 1.9

„Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist aber du, dass du dich vor dem sterblichen Menschen fürchtest, vor dem Menschenkind, das wie Gras dahingegeben wird, und dass du den HERRN vergisst, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgespannt und die Erde gegründet hat? Und allezeit, den ganzen Tag, fürchtest du dich vor dem Grimm des Bedrückers, wenn er sich rüstet, um zu verderben. Wo ist denn nun der Grimm des Bedrückers?“
Jesaja 51.12-13

„Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird gerettet werden; denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie der HERR verheißen hat, und bei den Übriggebliebenen, die der HERR beruft.“
Joel 3.5 (H2.32)

„Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern. Er erquickt meine Seele; er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und wenn ich auch wanderte durchs Tal des Todesschattens, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Haus des HERRN immerdar.“
Psalm 23

„Gar keiner wird zuschanden, der auf dich harrt; zuschanden werden, die ohne Ursache treulos handeln.“
Psalm 25.3

„Der HERR ist mein Licht und mein Heil,
vor wem sollte ich mich fürchten?
Der HERR ist meines Lebens Kraft,
vor wem sollte mir grauen?“
Psalm 27.1

„Denn sein Zorn währt einen Augenblick, seine Gnade aber lebenslang; am Abend kehrt das Weinen ein und am Morgen der Jubel.“
Psalm 30.6 (H30.5)

„Ein Wallfahrtslied. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat! Er wird deinen Fuß nicht wanken lassen, und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht. Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten zu deiner rechten Hand, dass dich am Tag die Sonne nicht steche, noch der Mond bei Nacht. Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele; der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit.“
Psalm 121

„Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen? Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht; ich sage euch aber, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den morgigen Tag; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage.“
Matthäus 6.25-34

„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht zum Sieg hinausführt. Und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen.“
Matthäus 12.20-21

„Und ich sage euch: Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.“
Lukas 11.9-10

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“
Römer 8.28

„Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.“
Philipper 4.13

„Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“
1.Johannes 1.9

Die Systemkritik - Eine Auswahl

Die Systemkritik

Wenn wir glauben, wir müssten Missstände anprangern, sollten wir uns vielleicht überlegen, ob diese die Kritik überhaupt Wert sind? Dazu brauchen wir einen Massstab und der kann hier nur die Bibel sein. Diese beklagt sich nicht über Kleinigkeiten, wie verstopfte Strassen, schlechtes Essen oder qualitativ schlechte Waren, sondern kümmert sich um die wirklich grossen Probleme. Vor allem wird die Sünde gerne thematisiert, welche offensichtlich negative Auswirkungen auf das menschliche Dasein...

Die Irrelevanz der Kirche

Man möge es glauben oder nicht, man kann und sollte gar die althergebrachten Werte der Kirche schätzen und genau daher ginge es darum, diese zu bewahren und prägend unter das Volk zu tragen. Dass dies kaum noch geschieht, ist ein von den Kirchen selbst festgestellter Mangel und den würden sie gerne beheben. Die reformierte Kirche hat sogar am Kappeler Kirchentag 2019 ihre Irrelevanz vertieft diskutiert. Diese Kirche hat höchstselbst die Grösse ...

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Kapitalismus - Fluch oder Segen

Es kann hier gar nicht darum gehen, dieses System aufgrund weltlicher Gesichtspunkte zu erklären oder zu begutachten, nein, es soll hier viel mehr um eine geistliche Beurteilung gehen. Warum könnte oder müsste man vielleicht sogar dieses System eine Weltreligion nennen? Es wurde anderorts schon erwähnt, dass man in jedem Ismus (Kapitalismus, Sozialismus, Kommunismus, Humanismus usw.) ein letzten Endes religiöses System erkennen muss. Jede dieser Ideologien verkauft ...

Der zerteilte Leib Christi

Wie stellt sich Christus den Leib Christi vor und wie haben die ersten Apostel ihn gesehen? Als eine Ansammlung von Kirchen oder Gruppierungen, welche sich gegenseitig nicht selten fundamental widersprechen und gar bekämpfen oder als eine Einheit, welche im Gleichschritt mit Christus im Sinne seines Evangeliums marschiert? Wir dürfen getrost von letzterem ausgehen, denn ersteres schwächt den Leib in jedem Falle völlig unnötigerweise. Hat denn schon ....