Die Träume

Wir mögen vielleicht glauben, Träume wären doch nur Auswüchse des Unterbewusstseins ohne jede Bedeutung. Doch diese Auswüchse können sehr wohl von Bedeutung sein. So tauchen unter anderem Ängste und Wünsche eines Menschen auf, welche im Wachzustand verdrängt werden. Auch auf diese Träume sollte man ein Stück weit hören, denn sie sagen uns etwas über unser inneres Befinden. Doch diese Träume sind hier nicht unbedingt gemeint. Hier interessieren wir uns mehr für die Träume aus der geistlichen Welt. Für die Botschaften Gottes, welche uns informieren zu seinen Plänen, zu aktuellen Verhältnissen, oder warnen vor kommenden Dingen. Die grosse Schwierigkeit hierbei: Erstens sind es Bilder, welche nicht so leicht zu interpretieren sind und zweitens können die Träume aus der geistlichen Welt auch aus finsterer Quelle stammen und somit dämonischen Ursprungs sein. Wir brauchen daher zum Aussortieren der Träume die Gabe der Unterscheidung der Geister und dazu die Gabe, Träume im Sinne Gottes zu deuten. Dass die Deutung biblischen Rahmenbedingungen und Gepflogenheiten entsprechen muss, versteht sich schon fast von selbst. Gott wird uns im Traum sicherlich nichts vermitteln, was nicht im Einklang mit der Bibel stehen würde. Im Gebet und im Bibelstudium können wir zur Deutung von Träumen in uns gehen und um Erleuchtung bitten. Dabei dürfen wir nicht unbedingt erwarten, umgehend eine Antwort zu erhalten. Der Heilige Geist ist kein Flaschengeist, welcher antwortet, kaum hat man ihn gerufen. Träume kann man daher auch getrost beiseitelegen, wenn sie einem nichts sagen. Aufschreiben sollte man sie dennoch, weil uns die Auslegung auch erst viel später zufallen könnte. Sowohl das Buch Daniel, wie auch die Offenbarung sind Beispiele dafür. Daniel hat nur teilweise Antworten zu seinen Träumen gekriegt und teils auch nur die Antwort erhalten, die Gesichte gingen auf eine ferne Zeit und die Erkenntnis der Menschen würde wachsen. Die Offenbarung des Johannes ging so ziemlich vollumfänglich am Verfasser vorbei, oder anders gesagt, er hat im realen Leben nicht erlebt, was er geschaut hat. Joseph dagegen wurde Zeuge seiner eigenen Träume und der angekündigten Geschehnisse im Lande Ägypten durch die Träume des Pharaos mit den sieben fetten und sieben mageren Kühen oder Ären als Bilder für sieben gute Erntejahre und sieben Hungerjahre. Joseph ist es auch, der darauf hinweist, dass Traumauslegung bei Gott liegt (1. Mose 41.16). Ob es nun um eigene oder fremde Träume aus der geistlichen Welt geht, ohne den heiligen Geist gibt es keine Auslegung.

Träume und Träumer sind in der Bibel über das Ganze gesehen selten und daher drängt sich die Frage auf, ob bei häufigem Auftreten von Träumen einige oder gar viele sich aus finsterer Quelle nähren oder ob sie grossmehrheitlich einfach nur unserem Unterbewusstsein entspringen? Natürlich können wir annehmen, dass nicht jeder Traum und jeder Träumer Eingang in die Bibel gefunden hat, doch selbst bei hoher Dunkelziffer können wir nicht von Massen an Träumen und Träumern sprechen. Wie sollen wir eine Zeit einordnen, in welcher Träume mit echter oder vermeintlicher Botschaft sich häufen?

Im Buch Joel wird auf das Ende der Zeiten vor dem schrecklichen Tag des Herrn ein Ausgiessen von Gottes Geist verheissen und damit von einer Häufung von Träumen gesprochen: „Und nach diesem wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Ältesten werden Träume haben, eure Jünglinge werden Gesichte sehen (Joel 2.28 / oder 3.1 je nach Übersetzung).“ Sollten wir am Ende der Zeiten angekommen sein, würden Träume und Visionen zunehmen. Nur damit leider auch diejenigen von der falschen, der finsteren Seite. Daher warnt Jesus in Matthäus 24.24 vor den falschen Propheten. Ein Grund mehr, um die Gabe der Unterscheidung der Geister zu bitten!

Einen interessanten Hinweis zum Reden Gottes finden wir in Amos 3.7 und Jesaja 42.9, wo darauf hingewiesen wird, dass Gott nichts tut, ohne es seinen Knechten, den Propheten, kund zu tun.

Alles in Allem, dürfen wir glauben, dass Gott zu uns Menschen spricht, doch sind wir dazu aufgerufen die Quellen zu prüfen, die Botschaften an der Bibel zu messen und nicht auf jeden Unsinn herein zu fallen. Paulus lehrt diesbezüglich im Brief an die Thessalonicher: „Prüfet aber alles. Das Gute behaltet (Kapitel 5.21).“ Unabhängig davon welcher Quelle Träume entspringen, dem Unterbewusstsein oder der geistlichen Welt mit ihren beiden Polen, wir sollen sie prüfen und mit der notwendigen Vorsicht einordnen. Wenn wir auf sinnvolle und im biblischen Sinne korrekte Weise etwas daraus lernen können, so soll es uns recht sein und wir dürfen uns für unsere Träume bedanken. Lernen wir nichts daraus, so soll es uns nicht grämen, denn nicht von den Träumen leben wir, sondern von jedem Wort das aus dem Munde Gottes kommt und diese Worte finden wir in allererster Linie in der Bibel und nicht in den Träumen.

Bibelstellen aus der freien Bibel e-sword übernommen, nach der Schlachter Übersetzung von 1951, wo nicht anders vermerkt.

Ralph Pfister - 28. Juni 2019

Bibelverse
Passend zum Weltbild dieser Arche

„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.“
Offenbarung 21.1

„Und er wird Schiedsrichter sein zwischen den Nationen und zurechtweisen grosse Völker, also dass sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spiesse zu Rebmessern schmieden werden; kein Volk wird wider das andere ein Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen. Komm, o Haus Jakobs, wir wollen wandeln im Lichte des HERRN!“
Jesaja 2.4 & 5

„Da wird der Wolf bei dem Lämmlein wohnen, der Leopard bei dem Böcklein niederliegen. Das Kalb, der junge Löwe und das Mastvieh werden beieinander sein, also dass ein kleiner Knabe sie treiben wird. Die Kuh und die Bärin werden miteinander weiden und ihre Jungen zusammen lagern. Der Löwe wird Stroh fressen wie das Rindvieh. Der Säugling wird spielen am Loch der Otter.“
Jesaja 11.6-8

Die Träume - Eine kleine Auswahl

Die Träume

Wir mögen vielleicht glauben, Träume wären doch nur Auswüchse des Unterbewusstseins ohne jede Bedeutung. Doch diese Auswüchse können sehr wohl von Bedeutung sein. So tauchen unter anderem Ängste und Wünsche eines Menschen auf, welche im Wachzustand verdrängt werden. Auch auf diese Träume sollte man ein Stück weit hören, denn sie sagen uns etwas über unser inneres Befinden. Doch diese Träume sind hier nicht unbedingt gemeint. Hier interessieren wir uns mehr für die Träume aus der geistlichen Welt. Für die Botschaften ...

Der schwache Zeuge

Ich gehe am Morgen früh durch eine Stadt. Ich sehe auf der linken Seite der Strasse an einem Schaufenster ein weisses Banner im oberen Teil des Fensters mit roten Herzen und dem Spruch darauf: „Fell fell in love with God.“ Fell soll wohl der Name des Ladenbesitzers sein. Ich gehe am Schaufenster vorbei und kehre nach ca. 20 Metern Weg wieder um. Weil mich das Banner berührt hat, will ich zum Ladenbesitzer gehen und ihm ein Kompliment machen und ihn segnen. Wo ich vor dem Fenster stehe, sehe ich, es ist gar kein Laden, sondern ...

Der Gleitschirmflug

Ich steige bei Sonnenaufgang in orangem bis gelblichem Sonnenlicht an einem Gleitschirm hoch über einer Ebene mit kleinen Städten und Dörfern. Der Mann am Gleitschirm bin nicht unbedingt ich selbst, vielleicht beobachte ich den Flug auch nur durch dessen Augen. Ich sehe, wie am Boden die erste kleine Rauchwolke aufsteigt. Es ist so vereinbart, dass Menschen am Boden Rauchzeichen geben, wenn sie den Gleitschirm aufsteigen sehen. Nach der ersten Rauchwolke steigen immer mehr Rauchzeichen in der...

Der Kniefall

Ich befinde mich in einer kleinen Gruppe auf einer Reise oder einem Ausflug in einem Land der ehemaligen Sowjetunion. Eventuell befinden wir uns im Russischen Teil der Sowjetunion. In einer verschneiten Ebene vor majestätischen Bergen sollen sich alle Gäste auf die Knie begeben, um irgendetwas zu ehren. Weil ich und jemand anderer neben mir bei der ersten Aufforderung nicht auf die Knie gehen, wird der Gruppe nochmals erklärt, dass dies hier so üblich sei, und dass es Konsequenzen für die ganze Gruppe hätte, wenn ....

Chinas künftige Kriege

Ich sehe im chinesischen Meer, nahe der chinesischen Küste, einen chinesischen Flugzeugträger mit sehr hoher Geschwindigkeit über das Wasser „hüpfen“. Er springt von Welle zu Welle und rollt dabei auch ziemlich erheblich. Er bewegt sich weit schneller vorwärts, als man es von Schiffen gewohnt ist. Von der Geschwindigkeit her gleicht er eher einem Tragflächenboot als einem Flugzeugträger. Er ist noch nicht ganz fertig gebaut, er hat noch keine Deckaufbauten. Das Deck ist knallrot bemalt. Neben diesem schon fast fertigen ....

Die unbetreuten Kinder

Ich stehe auf dem Balkon eines recht hohen Hauses ca. in der fünften Etage und schaue hinunter. Wohnen tue ich nicht dort und ich kenne auch den Mieter der Wohnung nicht. Das Haus gehört zu einer Siedlung, welche vom Stil her an die Plattenbauten in Adlikon (Vorort Zürichs) erinnert. Unten sehe ich an einem Betonbunker eine sehr hoch hängende Stange, an welcher man hin und her schwingen oder pendeln könnte. Man muss über eine tiefer hängende Stange dort hoch klettern, um sie zu erreichen. Ich denke mir, so ...